Permanent Wave – Last Wave

Ein neues Dark Electro/Techno/Cold Wave Projekt aus Berlin. Die Bezeichnung an sich lädt ja zur Langeweile ein. Aber tatsächlich heben sich „Permanent Wave“ wohltuend von dem derzeit im Überfluß veröffentlichten Einerlei ab.
Am Freitag erschien ihre Debüt Ep. Seltsam nur, dass die Band offenbar nichts verkaufen will: Bislang konnte ich die EP leider nicht zum Kauf finden!

Kikagaku Moyo – Stone Garden

Die japanischen Spacehippies „Kikagaku Moyo“ haben jüngst mit ihrem etwas belanglosen letzten Album enttäuscht. Das haben sie offenbar selber gemerkt; denn nun schieben sie mit „stone garden“ eine beinahe 40-minütige EP hinterher, die wieder etwas weniger poppig und mehr Freeform geworden ist. Das tut der Musik gut. Zwischen Kraut und Hippie schafft es das Kollektiv, nicht mit Klischees zu langweilen, sondern seinen eigenen Weg zu finden.

Zounds – The Course Of Zounds

Die Briten „Zounds“ brachten 1977 mit „the course of the zounds“ eigentlich nur ein Album heraus – wenn man das 2011er Reunion Album mal außer acht lässt. Das hat dafür für britischen 70er Punk Legendenstatus. Nun ist es wieder einmal neu erschienen.

Equinoxious – Constante Hipérbole

Der Mexikaner „Equinoxious“ scheint gerade erst richtig in Fahrt zu kommen. Schon wieder hat er ein Album fertig gestellt. Bislang gibt es einen Preview Track. Und wieder scheint man sich auf tanzbaren Minimal Synths einstellen zu können. Das erhöht die Freude auf die nun kommenden Europa Auftritte noch weiter. Hoffentlich gibt es dann auch wieder eine physische Variante! Das letzte Album gab es ja nur digital (und als Tape).

Moral – And Life is…

„Moral“ war ein dänische Band aus den frühen 80ern. Sie veröffentliche zwei Alben. Das erste nur als Tape, das zweite „and life is…“ auch als LP. Bereits 2015 wurde diese Platte auf Dark Entries (inklusive drei Tracks des Debüts) wiederveröffentlicht. Da ist dann auch schnell klar, um welche Musik es sich hier handelt: Melodiöser Synth Pop mit schönem, beinahe kitschigem Frauengesang. Pop steht hier so sehr im Mittelpunkt, dass man die Musik auch in der Nähe früher britischer Twee/Gitarrenpop Bands sehen kann.

Popol Vuh

Letztens hatte ich schon auf die anstehenden Reissues einiger Soundtracks von „Popol Vuh“ hingewiesen. Darauf hatte ich mich ein wenig mit der Band befasst, die zwischen Kraut, World Music, Prog und Esoterik teils sehr unterscheidlich musizierte. Gerade das Esoterische störte mich. Letztlich tut man der Band damit aber unrecht, sind gerade Platten wie das Debüt „Affenstunde“ spacige Drogentripps abseits von Esokitsch. Zum Glück gibt es beinahe alle Alben komplett bei Youtube und ebenso beinahe alle sind inzwischen wiederveröffentlicht worden.

Mandrake Memorial

Nach einiger Zeit stell ich mal wieder eine späte Neuentdeckung einer 60ties Band vor, die gleich in mehrerlei Hinsicht besonders ist. „Mandrake Memorial“ brachten in der Zeit von 1968-1970 drei Alben heraus. Angefangen haben sie mit leichtem Psychedelic Pop, dem aber bereits eine gewisse Schwere innewohnt. Die Arrangements sind filigran und komplex, ohne aufdringlich zu sein. Interessant dabei auch: Sie verwendendeten den Prototyp eines E-Hapsichord, das nie in Reihe gegangen und daher nur auf den ersten zwei Alben von „Mandrake Memorial“ zu hören ist.
Die zweite Platte „medium“ entwickelt den Sound weiter, wenn einige Songs folkig bis krautig erscheinen. Platte Nummer 3 „puzzle“ vermischt dann Bekanntes mit völlig durchgeknallten Arrangements, Einflüssen von Velvet Underground, einem Orchester und ist eigentlich nicht zu beschreiben. Ein Reinhören wird hier schwierig. Tatsächlich begreift man diese Platte wohl erst, wenn man sie einmal am Stück hat auf sich wirken lassen.
Kurz: „Mandrake Memorial“ waren zurecht eine gefeierte Band. Drei verschiedene Platten, die für sich alle besonders und sehr hörenswert sind.

King Gizzard & The Lizard Wizard – The Murder Of The Universe

Die durchgeknallten Freaks von „King Gizzard…“ sind wirklich irre und bemerkenswert! Gerade haben sie ihr neues Album veröffentlicht, da kündigen sie für Juni mit „murder of the universe“ schon das nächste an. Und nein, sie scheinen sich nicht im langweiligen Einerlei zu verlieren, sondern haben sich schon wieder weiterentwickelt. Das lässt zumindest der bisher hörbare Ausschnitt erahnen.

Nonn – Nonn

Ein neues Signing auf Fuzz Club Records: „Nonn“. Und im Gegensatz zum Gros des Labelkatalogs ist dieses Album kein Neo-Psych, sondern mischt Minimal, Cold Wave und Postpunk. Bislang gibt es einen Track. Im Mai kommt das Album.