Wild Billy Childish & CTMF – Brand New Cage

Man kanns drehen, wie man will: Bill Childish macht irgendwie immer das gleiche. Was wie Kritik anmutet, ist in Wahrheit ein echtes Lob! Denn seit jeher macht er rauen rumpeligen Punk und bleibt dabei konsequent und authentisch. Ja, ein Jahr kann man den Stücken schwerlich zuordnen. Aber es fällt schwer, sich der Magie der simplen Stücke zu entziehen. Von mir aus kann er ewig so weiter machen!

Hymn – Coming Home / Too Many Lies

Es gibt sie diese Bands, bei denen man sich einfach nicht entscheiden kann, ob man sie mag oder nicht. Die Spanier „Hymn“ haben in den 80ern zwei Tapes selber veröffentlicht. Domestica hat sie nun zusammen auf einer LP wiederveröffentlicht. Und eigentlich machen sie auch alles richtig: DIY Minimal Synth und das teils unter zwei Minuten. Weniger ist ja bekanntlich mehr. Ich versuchs morgen vielleicht noch einmal…

Blakaut

Der griechische Instrumental-Einmann-Projekt „Blakout“ bringt bald ein neues Album heraus. Das erste neue Stücke überzeugt durch eine gewisse Tanzbarkeit. Der Track ist diesmal nicht ganz instrumental, sondern wurde mit einer Sprechstimme unterlegt. Passt ganz gut:

Stacian – Person L

„Stacian“ ist Dania Luck. Ihre Musik lässt sich vielleicht am ehesten als die Übertragung von 80 Minimal Synths in die Jetztzeit. Keine einfache Kopie, sondern die Verbindung des schrägen Charmes der alten Bands mit modernen Sounds.
Das macht „person l“ aufregend, allerdings auch ein wenig anstrengend.

Pia Fraus – Field Ceremony

Estlands wohl bekannteste Shoegaze-Band „Pia Fraus“ bringen nach einigen Lp-Reiussues im Oktober ihr erstes, neues Album seit 2008 heraus. Die drei vorab hörbaren Songs sind schöner Shoegaze im Stile von „Secret Shine“. Und im Gegensatz zu den teils kruden frühen Aufnahmen ist „field ceremony“ auch gut aufgenommen. Nicht ganz zeitgemäß, aber schön.

Limbo

Die italienische 80er Band „Limbo“ war nie so meins. Nun wurde ich aber auf ihr Frühwerk gestoßen, das es als cdr Compilation gibt. Die Musik lässt sich schwer beschreiben. Vielleicht als Horror-Minimal…?
Spannend.

Balvanera

Ähnlich frisch und unbekannt sind „Balvanera“ aus Buenes Aires. Sie klingen recht zeitgemäßt und düster und erinnern vor allem wegen des Gesangs an „Linear Aspera“. Leider gibt es bilsang nur eine digitale 5-Track EP. Und die ist beinahe schon zwei Jahre alt.

Contre Soirée

Interessante Band zwischen Minimal und Post Punk inklusive leicht pöbeligem Gesang. Aus Paris stammt dieses Duo und hat bsilang offenbar erst zwei Tracks veröffentlicht. Die sind aber beide ziemlich gut und lassen auf mehr hoffen. Man muss vielleicht etwas über ihre Aussprache von Wörtern wie „moshpit“ hinweghören… Charmant ist das allemal.

Der Nachtportier – 1

Der Nachtportier aus Hannover macht klassischen Früh-80er Minimal und das erfrischend gut. Nach diversen Einzeltracks gibt es nun das erste zusammenhängende Album mit dem schlichten Titel „1“. Die Tracks sind zum Großteil sehr tanzbar und klingen ziemlich authentisch. Da darf es gerne auch eine LP geben!