Beautify Junkyards – The Beast shouted Love

Wieder mal so ein echt mieser Bandname. Das sollte aber nicht über die musikalischen Qualitäten des portugiesischen Projektes hinwegtäuschen. Nach dem Debüt, auf dem sie folkig stilsicher Vashti Bunyan, Donovan, Nick Drake, „Os Mutantes“, „Kraftwerk“ und Linda Perhacs coverten, erschien nun gerade das erste wirkliche Debut mit eigenen Stücken. Wie die Namen der Gecoverten andeuten, geht das in eine Psych-Folk-Richtung. Das Besondere: „Beautify Junkyards“ wollen nicht mit aller Gewalt klingen wie die Künstler von einst, wollen aber zugleich nicht mit Biegen und Brechen den Sound modernisieren, sondern verknüpfen angenehm behutsam altes Hippie-Folk-Traditionen mit neuen (elektronischen) Elementen. Und zwar so behutsam, dass es zunächste nicht auffält und man gar nicht merkt: Hier geschieht etwas ganz Neues. Tolle Platte!

Vincent Price – Witchcraft and Magic

Etwas albern ist das schon. Aber man kann nicht leugnen, dass die überwiegend aus Spoken Word bestehenden Platten des Horror Meisters Vincent Price ihren Reiz haben. Dieser Stimme hört man schon gerne zu. Leider zu teuer für einen Gag, werden diese hier derzeit bei ebay für 120 Dollar angeboten.

https://www.youtube.com/watch?v=ZFhFy3NJhhg

Popol Vuh – Nosferatu

Einige Platten (oder alle!?!?!) der Krautband „Popol Vuh“ wurden wieder als LPs veröffentlicht. Interessant ist da besonders der Soundtrack zu Werner Herzogs „Nosferatu“. Allerdings liegt die Doppel LP bei 45 EUR. Das will also gut überlegt sein. Aber eindrucksvoll ist die Musik in jedem Fall:

https://www.youtube.com/watch?v=P1fm0QRoNr4

Beat Happening

Immer mehr wirklich interessante Bands der 80er, deren Alben inzwischen hohe Preise erziehlen, werden wieder ausgekramt. Nun erscheint eine 23 Songs umfassende Anthologie der DIY-LoFi Helden „Beat Happening“ auf Domino. Wurde auch Zeit!

https://youtu.be/M7KNRC8SSAw

Sexwitch

Hinter dem Namen „Sexwitch“ verbergen sich „Bat for Lashes“ und „Toy“, die nun zusammen ein Album aufgenommen haben. Erste youtube Videos und der veröffentlichte Song „helelyos“ erwecken den Eindruck, dass es sich hier um ein manisches, schwer von den 60ern beinflusstes Werk handelt. Klingt spannend.

Mal wieder eine Lanze brechen…

…für viel geschmähte Künstler. Heute die „Bee Gees“, die ja völlig zu Unrecht auf „stayin‘ alive“ und Co. reduziert werden. Nein, in den 60ern haben sie viel Gutes veröffentlicht – mit dem Album „Odessa“ sogar ein an Scott Walker heranreichendes Konzeptalbum. Und auch sowas:

https://www.youtube.com/watch?v=camfUWblWCA

The Dears

Lange war es still um „the Dears“, die 2003 schon als die neuen „Smiths“ gefeiert wurden. Die Musik war allerdings dafür doch zu spleenig. Ihr letztes Album „degeneration street“ ist von 2011 und wurde kaum wahrgenommen – zu unrecht, war es doch wirklich sehr vielseitig, eigenständig und bestach durch wirklich gute Stücke. Ende des Monats erscheint nun „times infinity – volume one“. So restlos überzeugt der Vorabsong „i used to pray for the heavnes to fall“ nicht. Interessant und ungewöhnlich von der Struktur her ist er aber allemal.

https://soundcloud.com/thedears/i-used-to-pray-for-the-heavens