Various – RadioNome…

1982 erschien der Sampler „radionome…“ in den Niederlanden. Bekannte Beiträge stammen von den „Nine Circles“, deren „twinkling stars“ darauf enthalten ist. Aber auch abseits der „Hits“ gibt es hier einiges zu entdecken wie „Van Kaye & Ignit“ oder auch „Cargo Cultus“. Der originale Sampler ist inzwischen recht gesucht. Zum Glück gibt es einige Reissues. Zu bestellen u.a. auch bei den „Nine Circles“ für relativ kleines Geld.

(vk)

Ruth – Polaroïd/Roman/Photo

Die französische Band „Ruth“ brachte in den 80ern eine LP und eine 7″ heraus. Danach geriet sie in Vergessenheit. Vor einigen Jahren wurden sie Dank des sowohl Single als auch Album Titel gebenden Tracks „polaroïd/roman/photo“ wiederentdeckt. Es folgten Remixe, Kollaborationen und Rereleases. Letztere waren schnell ausverkauft, sodass das Album selbst als Reissue schwer zu bekommen ist. Am 25. Feburar bringt das „Frustration“ Stammlabel Born Bad eine neue Vinyl Auflage heraus.

(vk)

Ritual Veil – Keep Looking Down

Die US-Band „Ritual Veil“ startete 2017 mit wavigem Postpunk – oder böse gesagt: Gotenrock. Seither ist das Quartett zum Duo geschrumpft, hat die Gitarren in die Ecke gestellt und den Pop entdeckt. Das Ergebnis ist eine neue EP, deren Tracks zwischen Italo und 80s Synths Pop zu verorten sind. Schöne Überraschung.

(vk)

The Soundcarriers – Wilds

„The Soundcarriers“ aus Nottingham veröffentlichten von 2009 bis 2014 drei Alben und eine Remix Platte. Das Projekt zeichnete sich durch eine gewisse Experimentierfreudigkeit zwischen den Polen 60s, Psychedelic, Tropicalia und Krautrock aus. Danach war es still um die „Soundcarriers“ geworden, und man glaubte gar an ihre Auflösung. Weit gefehlt! Zum Glück. Am Freitag erscheint nach acht Jahren Pause ein neues Album zunächst digital, im April dann als LP. Unbedingte Kaufempfehlung – nicht nur weil alle bisherigen Alben gesucht und teuer sind. Auf der Bandcamp Seite ist „wilds“ jedenfalls bereits ausverkauft…

(vk)

Prinzessin – So Far Away

„Prinzessin“ auf Frankreich ist seit 2018 aktiv und hat soeben sein zweites Album auf Tonn Recordings veröffentlicht – jenem Belfaster Label, das uns schon so viel feine Musik geschenkt hat. Musikalisch pendeln die Track zwischen 80er, Club, Elektro, Postpunk und Pop. Die Atmosphäre, die dabei entsteht, erinnert mich seltsamerweise – obwohl rein elektronische Musik – an Bands wie „Echo And The Bunnymen“. „so far away“ gibt es digital und als Tape.

(vk)

Nine Circles – Alice

Das niederländische Duo „Nine Circles“ begann sein Karriere 1980. Es gibt eine großartige Zusammenstellung ihres Frühwerkes, die 2019 zum Glück wiederveröffentlicht wurde. 2014 erschien mit „alice“ ein Album voll mit komplett neuem Material. Das hatte ich bislang wenig beachtet. Zu Unrecht; denn „alice“ umfasst 12 tanzbare Minimaltracks, die mit guten Melodien überzeugen und genügend neue Sounds enthalten, um nicht verstaubt zu klingen. Das Album ist self-released und zusammen mit der Zusammenstellung und etlichen Samplern und Singles auf der Band-eigenen Homepage zu einem äußerst fairen Preis zu haben. Wenn man hier kauft, unterstützt man obendrein die Band direkt (und zahlt nicht die absurden Discogs Preise). Tipp!

(vk)

Mad Voice – Drogen / Ohne Liebe Leben

„Mad Voice“ ist eine dieser Bands, die Anfang der 80er nur eine Single veröffentlichten. Das war 1982. Wie so viele Acts versuchten sie wohl, auf den NDW Zug aufzuspringen. Das hätte eigentlich was werden können; denn beide Songs der Single sind wirklich gut. Vielleicht war es aber die unironische Drogenthematik des Songs „drogen“, die dem Erfolg im Wege stand. Jedenfalls war die Single lange gesucht. Zum Jahreswechsel erschien nun eine Neuauflage.

(vk)

This Is The Bridge – Twenty First Century Love Songs

Mannoman: Der Brite „This Is The Bridge“ hat wirklich einen beeindruckenden Output. Man schaue sich nur einmal seinen Discogs Eintrag an. Ende des Jahres erschien wieder ein Album, wieder digital und wieder zum name your price auf bandcamp. Neu ist das nicht, was es zu hören gibt. Immernoch spielt er charmanten Synthwavepop mit viel 80er Einschlag. Er hält dabei das gewohnt hohe Niveau. Und nach wie vor gelingt ihm das Kunststück, so zu klingen wie kein anderer Act. Bei der Masse an Acts des Genres durchaus bemerkenswert.

(vk)

Non-Lieu – Perspective Tronquée

Das kanadische Projekt „Non-Lieu“ hat ein recht kleinen, aber dafür hervorragenden Output. Zuletzt erschien 2018 ihre erste EP „les fantômes du passé„. Ende 2021 dann der Nachfolger „perspective tronquée„. Hier bemühen sie sich, ein wenig moderner zu klingen. Das gelingt nur ein wenig, was aber überhaupt nicht schade ist. Ein physischer Release der beiden EPs zusammen stelle ich mir spannend vor.

(vk)

Mamoré – Meine Liebe Nicht EP

Das Duo „Mamoré“ kommt aus Jena und hat im November seine Debüt EP „meine liebe nicht“ veröffentlicht. Drei Tracks und zwei Remixe umfasst sie. Das covert deutet es mit seiner Miami Vice Ästhetik bereits an: Hier geht es um die 80er. Und zwar um die Neue Deutsche Welle. Das nennt man dann wohl Neo-NDW? Eine der Stimmen bewegt sich gefährlich nahe an der von Heinz Rudolf Kunze(!). Dabei sind die Stücke der beiden so charmant mitreißend, dass man ihnen auch das nicht übel nehmen kann. Gute Laune ist hier jedenfalls garantiert.

(vk)