Sam Gopal – Escalator

Lemmy Kilmisters erste Band „Sam Gopal“ wird ja gerne verschwiegen. Dabei war ihr eines Album feinster Psych Rock. Das besondere: Es gab nur Tablas, kein Schlagzeug. Das funktionierte aber sehr gut. Leider wurde die Platte wenig nachgepresst. In den 90ern spielte gar der Tablas Spieler auf die alten Aufnahmen noch zusätzlich weitere Tablas ein und veröffentlichte das dann als Reissue… Zum Record Store Day erscheint das Album nun endlich wieder in Gatefold Cover plus Single mit Pre-Album-Stücken!

Marcello Giombini – Computer Disco

Marcello Giombini war eher bekannt für Soundtracks, brachte aber 1982 eine Italo Disco Platte heraus. Die Stücke waren einfach durchnummeriert: „disco 1-8“
Mondo Groove schenkte uns im Januar ein Reissue der Platte, die als Original im Schnitt 100 Euro kostet… Die Stücke sind überzeugend und tanzbar, aber leider ausschließlich instrumental. Auf Albumlänge lässt das die Musik etwas eintönig wirken. So schön jeder einzelne Track für sich ist, vermisst man dann doch etwas den Gesang.

Johnson McCloud & the Doobies

Wow! Das Seiten Projekt von „Blue Angel Lounge“-Sänger Nils O. „Johnson McCloud & the Doobies“ ist ja völlig an mir vorbeigegangen! Dabei mischt der Gute hier überzeugend „Blue Angel Lounge“ mit „Brian Jonestown Massacre“. Prima Songs zwischen Neo Psych, Nico und Post Punk. Gerade das Album „we gotta record soemthing“ zeigt alle Facetten des Sängers.

Die Selektion – erster Track

Der erste Track vom neuen „Die Selektion“ Album heißt „der himmel explodiert“. Die Musik orientiert sich etwas an dem aktuell angesagten EBM Sound und verbindet ihn mit dem typischen Band Sound. „Drangsal“ als zusätzlicher Sänger wäre sicher verzichtbar gewesen, aber an sich ist der neue Sound ganz gut gelungen und erinnert bisweilen sogar an spät 80er „Laibach“.

Stockhausen – Cold Lines

Der Mexikaner „Stockhausen“ veröffentlichte letztes Jahr das recht beachtliche düstere Minimal Wave Pop Album „cold lines“ – allerdings nur digital. Nun erscheint es endlich auch als LP!

Fleischberg!

Nach letztjähriger Debüt Veröffentlichung des Berliner Labels „Fleisch“ erscheint nun Platte Nummer 2: Ein Sampler mit dem wunderbaren Namen „fleischberg“. Die vier Tracks überzeugen mit „Aufnahme und Wiedergabe“-typischen düsterem Electro mit deutlich EBM Anleihen.

https://fleischrecords.bandcamp.com/track/object

Swans – The Great Annihilator / Michael Gira – Drainland

Der Reigen der „Swans“-Wiederveröffentlichungen geht weiter. Am 5.5. erscheint das ’95er Album „the great annihilator“ als Doppel LP und CD und enthält Michael Giras zur selben Zeit entstandenes Solodebüt „drainland“. Dadurch wird das Release wirklich interessant. Die gleiche düstere Atmosphäre durchzieht beide Alben, aber einmal entsteht sie durch opulente, beinahe erdrückende Arrangements, bei der Soloplatte durch reduzierte Kälte, die bisweilen an Neofolk denken lässt. Schöne Idee!

Alive She Died – Viva Voce

„Alive She Died“ war ein griechisches Minimal Projekt mit sehr poppigen Zügen. Ihr Tape „viva voce“ ist unter Sammlern sehr begehrt und wurde nun endlich von dem griechischen Label „Geheimnis Records“ als LP veröffentlicht.

Peine Perdue – Histoire D’Une Ame

Das Minimal Projekt „Peine Perdue“ bringt relativ kurz nach seinem letzten Album eine neue EP heraus. Die Tracks klingen in der Vorschau eher cineastisch als tanzbar. Die beiden haben offenbar einen neuen Weg eingeschlagen. Kann sich hören lassen!