Piano Magic – Part Monster

„Piano Magic“ war eine großartige, britische Band, die stets ein Schattendasein führte und sich nach 20 Jahre Bestehens 2016 auflöste. Zu schwierig für ein breiteres schien ihr melancholischer Popentwurf voller Shoegaze oder gern auch exeperimenteller Ideen zu sein. Seit einiger Zeit werden die Alben aus den 2000er Jahren, die es damals nur als CDs gab, auf Vinyl wiederveröffentlicht. Nun ist gerade „part monster“ als LP erschienen. Dieses Album halte ich neben „ovations“ (mit Brendan Perry als Gastsänger!) für eines ihrer stärksten. Da empfiehlt es sich, schnell zuzuschlagen. Die anderen Reissues sind längst vergriffen. Haken dabei: Es gibt keinen Vertrieb, sodass man leider direkt in Großbritannien bestellen muss… Aber zumindest in diesem Fall sollte man das unbedingt trotzdem tun!

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Sacred Skin – The Decline Of Pleasure

Dieses Debüt ist bereits eineinhalb Jahre alt. Das us-amerikanische Duo begann 2020 als „Second Skin“, ändert aber Anfang 2022 seinen Namen in „Sacred Skin„. Ihre Musik ist cheesy 80er Sound. Das machen sie aber so gekonnt gut, dass es eine wahre Freude ist! Synthies, E-Drums, typische Früh-80er-Gitarren. Alles dabei. Wer keine Angst vor „Flock Of Seagulls“, „Mr.Mister“ oder gar Howard Jones hat und sich schon immer gefragt hat, wie diese Artists in cool klingen würden, wird hier fündig.

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Alex Fergusson – Secret Recordings 1976-1992

Gerade ist auf Vinyl On Demand eine interessante Vinylbox erschienen. Ganze 5 LPs lang gibt es hier seltene oder gar unveröffentlichte Aufnahmen von Alex Fergusson zu hören. Aber wer ist dieser Alex Fergusson, der selber nie im großen Rampenlicht stand? Er war Wegbegleiter von Menschen und Bands wie „Throbbing Gristle“, „Chris And Cosey“, Daniel Miller, Rose McDowell, Marc Almond, „Psychic TV“ usw. Und auch sein wenig beachtetes Solo Werk kann sich hören lassen. Die Box ist chronologisch gestaltet und beginnt in den 70er Jahren mit frühen Bands des Künstlers: „The Nobodies“, „Cash Pussies“ sowie „Alternative TV“ finden sich auf den ersten zwei LPs. Allerdings ist das eher musikhistorisch interessant bzw. etwas für Hardcore Fans. Die Aufnahmen sind im Wortsinne im Proberaum schlecht aufgenommen, die Tracks Fragmente. Lediglich die „Cash Pussies“ sind von besserer Qualität und überzeugen mit einer seltsamen Mischung von 70er Punk und Janglepop. Wirklich spannend wird es ab LP 3: Es handelt sich dabei um Aufnahmen ausschließlich von Fergusson zusammen mit Genesis P. Orridge. Offenbar sind es Demos zu dem „Psychic TV“-Album „a pagan day“. Und das in prima Qualität. Die hätten so auf „a pagan day“ mit erscheinen können. LP 4 gibt einen Überblick über das Solo Schaffen Fergussons inkl. der großartigen von Daniel Miller produzierten Single „stay with me tonight“ und bisher nur auf CD erhältlichen Stücken des „the essence“ Albums, wo Fergusson sich seiner Liebe zum „Beach Boys“-beeinflussten Psychpop hingibt. Den Abschluss bildet das Projekt „Ambership“ mit „warm“ – ein perfektes Synthpop Album. Diese Box ist ein wirklich wilder Ritt von roddeligen Proberaumaufnahmen zu perfekt aufgenommenen Tracks und vom wilden Experiment zum feinsten Pop. Empfehlung!

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Sleaford Mods – West End Girls

Was ein großartiger Move! Gerade gab es noch großen Beef, weil „Drake“ sich bei dem legendären „Pet Shop Boys“ Hit „west end girls“ ohne Anfrage bedient hat, da machen die Underdogs von „Sleaford Mods“ das: Sie covern den Song nicht nur mit regulärer Anfrage bei den Original Artists, nein, sie lassen ihre Version auf der dazu erschienenen Ep gleich von den „Pet Shop Boys“ höchstpersönlich remixen! Und als wenn das nicht schon cool genug wäre, haben sie angekündigt, dass alle Einnahmen der Ep einer Obdachlosenhilfe gespendet werden. So geht das! Ach und das Cover ist obendrein auch noch richtig gut gelungen! Das Rennen um die UK Weihnachts Nummer 1 hat begonnen!

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Molly Lewis – On The Lips

Endlich ist es soweit und unsere Lieblings-Pfeiferin Molly Lewis veröffentlicht im Februar ihr Debüt Album! Nach zwei großartigen Eps, der Zusammenarbeit mit „Weyes Blood“ und dem Beisteuern von Musik zum Barbie Film war das längst überfällig. Bisher gibt es mit „lounge lizzard“ einen Song zu hören, der wieder eine feine Mischung von 50er/60er Soundtrack Musik meets Exotica geworden ist.

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Glaring – Void

Die Wahl-Bremerin „Glaring“ hat ihr neues Album „void“ bereits im Oktober veröffentlicht. Lediglich die Vinyl Version erscheint erst Mitte Dezember. Musikalisch hat die Künstlerin hier einen ordentlichen Schritt nach vorne getan. Die Stücke sind im Vergleich zu den bisherigen Releases ziemlich konkret und erinnern bisweilen gar an frühe „Lebanon Hanover“. Allerdings bleibt „Glaring“s ätherischer Gesang. Dann wird es wieder shoegazig. Einige Stücke sind gar verspielt poppig geraten („loveless dm“, „the end of the day“). Schön vielseitiges Album zum Ende des Jahres!

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Experimental Audio Reasearch

„Experimental Audio Research“ war ein Drone/Experimental Projekt, das vor allem wegen seiner prominenten Mitglieder bekannt wurde. U.a. nämlich Kevin Shields von „My Bloody Valentine“ und Pete Kember aka Sonic Boom aka „Spectrum“ und gleichzeitig zusammen mit Pete Bassman die Hälfte der legendären „Spacemen3“. Das Projekt war vor allem in den 90ern aktiv. Das Debüt „mesmerised“ und das Album „the köner experiment“ sind soeben als LPs wiederveröffentlicht worden. Letzteres stand wohl unter dem Eindruck vom zur Release Zeit überall breit machenden Techno und verliert sich etwas ziellos. „mesmerised“ hingegen ist feiner, entspannender Drone, den es so bisweilen bereits von „Spacemen3“ gab.

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The Sundae Painters – Sundae Painters

Das hier ist das Debüt einer ganz besonderen Band! Denn hinter den „Sundae Painters“ verbirgt sich gewissermaßen eine Allstar Band legendärer Acts des Flying Nun Labels aus Neuseeland, das wesentlich für die Definition des 80er „Kiwi Sounds“ verantwortlich war. Mit dabei sind Kaye Woodward („The Bats“), Paul Kean („The Bats“/“Toy Love“), Alec Bathgate („Tall Dwarfs“/“Toy Love“) und Hamish Kilgour („The Clean“/“Bailter Space“). Tatsächlich hört sich das Ganze dann auch beinahe genauso an, wie man sich das vorstellt, wenn man alle genannten Bands vermischen würde. Spröde-rumepliger Gitarren Sound mit Psych/“Velvet Underground“ Anleihen trifft auf schön-poppige Melodien. Repetitive Tracks fügen noch etwas Krautrock hinzu. Tolle Überraschung zum Ende des Jahres! Problematisch wird es allerdings vermutlich, an eine der limitierten LPs zu kommen… Warten wirs ab.

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Holger Hiller – Ein Bündel Fäulnis In Der Grube

Der Mitbegründer der legendären Band „Palais Schaumburg“ Holger Hiller verließ 1983 die Band. Schon vorher hatte er mit Projekten wie „Träneninvasion“ (die sich ja auch auf unseren „sowas von egal“ Sampler finden). Solo entfernte sich Hiller auf „ein bündel fäulnis in der Grube“ von der poppigen Seite seiner bisherigen Releases, rückte das Experiment wieder mehr in den Vordergrund und landete damit bei dem Undergropund Tape Sound jener Zeit. Das ist zwar sperrig, aber unbedingt großartig!

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Exit – Rusty Old Things

„Exit“ war ein britisches Synth-Wave-Pop Projekt, das aus dem 70er Punk Movement hervorging und beinahe vollkommen vergessen war. Nun veröffentlicht das Label Dead Wax Records mit „rusty old things“ eine Auswahl von Aufnahmen aus den Jahren 1982-1984. Interessant dabei ist, dass die Musik teilweise sehr viel poppiger ist, als man das vielleicht erwarten würde. Gerade die ersten Songs der Zusammenstellung nehmen von Sound und Atmosphäre den jangly Sound des Sarah Label vorweg. Ab der Mitte wird es minimal. Aber auch mit schönen Melodien. „rusty old things“ gibt sich daher mehr wie ein guter Mix als wie ein homogenes Album. Dieser Mix ist aber ausgesprochen gelungen. Tipp!

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