Gel Set – Body Copy

„Gel Set“ hatte ich zwar schon einmal gehört, aber nun erst mit dem gerade erschienenen, neuen Album „body copy“ wirklich auf dem Schirm. Das Ein-Frau-Projekt aus LA bewegt sich unter anderem auf musikalischen Pfaden, die einen an Oraculo und entsprechende Acts wie „Boy Harsher“ oder „Synths Versus Me“ denken lässt. Allerdings ist „Gel Set“ nicht Dancefloor-orientiert. Aber die Sounds ähneln den genannten Acts. Aber eigentlich will die Musik nicht so recht in Schubladen passen. Es empfiehlt sich daher auch, nicht nach einem gehörten Song eine Schublade aufzumachen, sondern lieber weitere Tracks zu hören.

Serpent Power – Electric Looneyland

Das verstrahlte „Coral“-Seitenprojekt bringt am 15.12. sein zweites Album heraus. Zu hören gibts bislang nur einen Song. Der klingt aber noch besser als das Debüt. Immernoch psychedelisch, aber diesmal noch spaciger gibt sich „golden dawn“. Die beiden Herren trauen sich mehr. „Flaming Lips“ in etwas strukturierter könnte man als Vergleich nennen.

Varsovia

Gerade hatte ich ja noch „Varsovia“ vorgestellt und mich gefragt, wann es wohl Neues von der Band geben wird, da taucht der erste fertige Track des kommenden Albums auf. Nichts Neues, aber Niveau gehalten!

Matthias Schuster – Atemlos

Der umtriebige Matthias Schuster („Bal Paré“, „Geisterfahrer“) hat genau genommen nur ein Solo Album aufgenommen – wenn man das von 2006 mal außen vor lässt. Das stammt von 1981 und ist eine sehr interessante Mischung aus Minimal Wave und Krautrock. Wenn es da etwas experimenteller wird, strengt es auch mal an, aber es gibt auch ein paar echte Hits! „für alles auf der welt“ klingt wie „DAF“ und das folgende „umarmung“ ist etwas minimaler. Es geht postpunkig weiter. „atemlos“ hat was von einem gelungenen Mixtape.

Solid Space – Space Museum

Mein Wünsche wurden erhört: Das legendäre Minimal Tape von „Solid Space“ „space museum“ wird endlich als offizielle Platte herausgebracht (bislang gab es nur das Original Tape und Bootleg LPs). Am 12. Dezember erscheint die LP auf Dark Entries. Was für ein Vorweihnachtsgeschenk!

Kan Kan

Wieder so ein Künstler, der in den 80ern nur ein paar EPs herausbrachte, dann aber 2014 mit einer Doppel Lp inklusive allen EPs und noch einem Haufen zusätzlicher Tracks geehrt wurde. Die Musik ist Minimal-beeinflusster Pop, der mich nicht zuletzt wegen des Gesanges an die „Associates“ oder an den Japaner „Tomo Akikawabaya“ erinnert. Aber auch die ungewöhnliche Melodieführung ist bei ihn allen ähnlich. Und im Gegensatz zu vielen Künstlern, wo die ausgekramten unveröffentlichten Aufnahmen eher überflüssig sind, können die sich hier auch hören lassen!

Data – Could You Find Your Analog Mind?

Das serbische(!) Label Discom scheint sich interessant zu entwickeln, schickt es sich doch an, alte (Minimal-)Perlen aus Ex-Jugoslawien auszugraben und neu zu veröffentlichen. Wo mich die bisherigen Releases nur teilweise überzeugt haben, scheint „Data“s „could you find your analog mind?“ richtig gut zu sein. Die Band veröffentlichte eigentlich nur eine 7″ (laut Discogs). Die nun erschienene LP umfasst Aufnahmen aus der Zeit der frühen 80er.

Varsovia

Letztes Jahr überzeugte das Projekt „Varsovia“ noch auf dem südamerikanschen Sampler „memorias de un continente“ mit dem treibenden Stück „persona non grata“. Danach ist es etwas still geworden. Leider. Hört man sich das Album „recursos inhumanos“ an, das beinahe nur aus schnellen, tanzbaren 80er Minimal/Postpunk Stücken besteht, möchte man doch, dass es irgendwie weiter geht.

Rendez-Vous

Die Franzosen „Rendez-Vous“ veröffentlichten letztes die Hit Ep „distance“, die wie kaum eine andere Ep den Zusatz „Hit“ verdient. Treibender, dancy Wavepostpunk und das in „zeitgemäß“. Das funktioniert auf der Tanzfläche beinahe immer. Nun kündigt sich die nächste Veröffentlichung an. In jedem Fall ist der erste neue Song wirklich überzeugend.

Easy – A Heartbeat From Eternit

Das Indielabel „A Turntable Friend“ gibt es ja erfreulicherweise wieder. Und kaum haben sie eine Werkschau unters Volk gebracht, bringen sie am 1.12. das Album „a heartbeat from eternit“ der Schweden „Easy“ heraus. Der Vorabsong klingt schwer nach „New Order“. Das könnte spannend werden!