Bohren und der Club of Gore

Es war etwas ruhig geworden um „Bohren und der Club of Gore“ in den letzten Jahren. Nun melden sie sich zurück mit ihrem Zeitlupenjazz zwischen Soundtrack und David Lynch Wahn. Allerdings nicht mit einem neuen Album, sondern mit dem Rerelease diverser Alben und einer Werkschau unter dem Titel „bohren for beginners“. Der  Überblick umfasst beinah das ganze Werk der Band und einen neuen Song: „der angler“. Der ist nicht neu von der Machart her. Aber dafür gewohnt gut.

Monopol – Weltweit

Die NDW Platte „weltweit“ von „Monopol“ erfährt eine späte Ehrung in Form eines Rereleases auf Medical Records. Im Februar soll es so weit sein. Ihre Musik hebt sich dank eines leichten Minimaleinflusses angenehm von dem allzu banalen NDW-Sound ab.

https://youtu.be/AKTFVIuwgiI

Martial Canterel – Navigations I-III

Vor kurzem erschienen noch die Compilations „navigations 2+3“ der Minimal Legende Martial Canterel digital. Für Februar hat das Label Medical eine LP Veröffentlichung der beiden Alben angekündigt. Es wird auch ein Rerelease des ersten Teils geben, der ursprünglich auf Electric Voice herauskam.

Eye – Sabine

Knekelhuis, das Amsterdamer Label, das uns das wunderbare Projekt „De Ambassade“ gebracht hat, hat gerade die Debüt LP „sabine“ von „Eye“ veröffentlicht. Hinter der Band steht die französische Labelbetereiberin Laurène Exposito. Die Musik ist am 80er Minimaltape-Soudn orientiert, mal mit Sprechgesang, mal instrumental. „sabine“ funktioniert nicht auf der Tanzfläche, fesselt aber mit seiner verstöhrenden Atmosphäre.

Has A Shadow

Auch das mexikanische Neo-Psych-Projekt „Has a Shadow“ kündigen für Januar ein neues Album an – diesmal auf Fuzz Club. Das ändert an ihrem gewohnten spacigen Sounds nichts. Aber der passt ja auch prima zum Label. Also nichts Neues, aber offenbar haben sie ihr hohes Niveau beibehalten.

Flaming Lips – Oczy Mlody

Nun kündigen sich die ersten Alben für 2017 an. Unsere Lieblingsdrogenpsychedeliker „Flaming Lips“ veröffentlichen im Januar mit „oczy mlody“ ihr erstes „richtiges“ Album seit 2013 (wenn man das „sgt. pepper“ Cover-Album außer Acht läßt). Und wieder ist Miley Cyrus dabei. Wieder versuchen die „Flaming Lips“ ihren poppigen Drogensound mit moderner Musik zu vermischen. Bei dem Vorabsong „the castle“ gelingt das angenehm und unspektakulär überzeugend.

Ben Salisbury & Geoff Barrow – Black Mirror

Eines der unzähligen Projekte von „Portishead“’s Geoff Barrow ist das mit Ben Salibsbury, mit dem er den fiktiven Soundtrack „drokk“ veröffentlichte. Das klang wie ein 80er Jahre Soundtrack einer BBC Serie. Nun gibt es den Nachfolger „black mirror“ zunächst digital auf der Invada-Label-Bandcamp-Seite zu erwerben. Die drei skizzenartigen Songs, die es bislang zu hören gibt, entfernen sich von dem BBC Serien Sound hin zu 80er Jahre Horror Film Musik à la John Carpenter. Minimale elektronische Soundstrukturen stoßen auf bedrohliche sphärische Klänge. Wer den Soundtrack von Carpenters „Fürsten der Dunkelheit“ kennt, weiß, wie sich „black mirror“ anhört.

Equinoxious

Das Projekt „Equinoxious“ besteht nur aus Rogelio Serrano, einem Mexikaner. Wenn man an Werner Karloff und ähnliche Künstler denkt, scheint es in Mexiko gerade einige spannende Minimal Synths Künstlerinnen und Künstler zu geben. „Equinoxious“ macht eine Musik, die sich sehr an 80er Minimal orientiert, aber trotzdem etwas Spannendes Eigenes hat.

Sleaford Mods – TCR

Die „Sleaford Mods“ haben eine neue EP herausgebracht. Aufgrund ihrer begrenzten musikalischen Mittel hatte ich da doch nicht so viel erwartet. Aber tatsächlich hat sich ihr britischer „Vorstadtspunkhiphop“ weiter entwickelt. Ein klimperndes Keyboard im Hintergrund hier, ein paar neue Sounds da. Irgendwie haben sie mehr Abwechslung in ihre Musik bekommen. Schön, dass sie ihr Pulver noch nicht verschossen haben!

http://www.clipfish.de/musikvideos/video/4339422/sleaford-mods-tcr/

 

Soul – Tribes

Heute bin ich auf diese Band bei Facebook gestoßen. Leider konnt ich nichts über sie herausfinden, außer dass sie 1981 eine Single veröffentlichten. Das ist besonders bedauerlich, weil ihre Musik wie „the Sound“ klingt. Ähnlich schön ist ihr waviger Post Punk.