Doppler Effect – Genesis: Studio Recordings 81-85

Das Projekt „Doppler Effekt“ hat in den 80ern lediglich die EP „hard work“ mit dem bekannten Hit „four day romance“ veröffentlicht. 2020 erschien die Zusammenstellung „techniques. a techno-pop selection from the usa. 1982-1990″ auf Mecanica und zeigte, dass es offenbar noch mehr hörenswerte Musik von der Band gibt. Mecanina hat nun die Compilation „genesis: studio recordings 81-85“ aus der Zeit vor der „hard work“ ep veröffentlicht. Da gibt es etliche spannende minimale Tracks zu entdecken. Leider gibt es die Zusammenstellung bislang nur digital und auf Tape.

https://mecanica.bandcamp.com/album/genesis-studio-recordings-81-85

(vk)

Marc Almond – I’m Not Anyone

Knapp zwei Jahre nach seinem letzten Solo Album ist Marc Almond mit neuem Album zurück. In der Zeit hat er nicht nur ein neues „Soft Cell“ Album veröffentlicht, sondern war solo wie auch mit „Soft Cell“ auf Tour. Vermutlich kam er da wohl auch nicht zum Songschreiben, weshalb „i’m not anyone“ ausschließlich aus Coversongs besteht. Kein Fehler, wenn man bedenkt, welch großartige Cover Versionen der Künstler allein mit „tainted love“ der Welt geschenkt hat. Auf „i’m not anyone“ schwelgt Almond in seiner Begeisterung für opulente 60s Sounds mit einem gehörigen Schuss Pathos und Soul. Das gelingt durchweg gut und wirkt angenehm homogen. Schönes Album!

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Thurston Moore

Neues von vom einstiegen „Sonic Youth“ Sänger/Gitarristen Thurston Moore. Für September hat er das neue Album „flow critical lucidity“ angekündigt und das mit der neuen Single „sans limites“. Nach dem überragenden neuen Album seiner ehemaligen Partnerin und „Sonic Youth“-Mitstreiterin Kim Gordon muss er sich schon einiges einfallen lassen, um da nicht arg hinter zu verblassen. Leider scheint er nicht einmal den Versuch zu unternehmen. Vielmehr setzt er auf bekannte Mittel aus „Sonic Youth“-Zeiten. Allerdings ohne die Dringlichkeit und Energie der Band zu erreichen. So hört sich Moore schon seit einiger Zeit an wie eine etwas langweilige Variante seiner eigenen Band, mit der einst Musikgeschichte schrieb. Schade.

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нат.аша (Nat.ascha) – 666evil

Neues von „нат.аша“ aus Leipzig! Dieses Mal ist es ein Mini Album – erhätlich digital und auf Tape bei dem feinen Unterschall Label. Auf „666evil“ gibt es wie gewohnt düsteren Synthpop stets verbunden mit einer gewissen Tanzbarkeit. Es wird auch mal angenehm irre wie bei ae.ghor II, wo es ordentlich gaga nach vorne geht. Das erhöht einmal mehr die Vorfreude auf „нат.аша“s Auftritt bei dem kleinen, aber feinen Hamburger Minimal Festival „Ja Aber Nein.„. Insgesamt überwiegt aber die nachdenklich-veträumt-düstere Atmosphäre. Schönes Album!

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Lycia – The Burning Circle And Then Dust

Das italienische Label Avantgarde scheint nach und nach alle „Lycia“ Alben, die seinerzeit in den 90ern nur als CD erschienen, auf Vinyl zu veröffentlichen. Die ersten zwei Alben „ionia“ und „a day in the stark corner“ des darkwavigen Projektes sind bereits erschienen. Im Dezember folgte dann mit „the burning circle and the dust“ das dritte Album. Das kann schon wegen des bloßen Umfangs von 26 Songs bei normaler Tracklänge als ihr Opus Magnus verstanden werden. Hier geben sich „Lycia“ erstmals beinahe poppig, ohne den Sound der ersten beiden Alben zu verleugnen. Das klingt bisweilen neofolkig, wird dann aber immer durch die verhallte Gitarre aufgebrochen. Das Vinyl Reissue umfasst entsprechend 3 Lps. Digital ist „the burning circle and then dust“ auf der Bandcamp Seite zum name your price zu haben. Groß!

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Ìxtahuele

Gerade hat das schwedische Tiki-Exotika-Projekt „Ìxtahuele“ mit „pathways to paradise“ ein großartiges neues (Sommer-)Album veröffentlicht, da kündigt es die Wiederveröffentlichung der lange vergriffenen und gesuchten ersten beiden Platten „call ot he islands“ und „pagan rites“ an. Zwar sind die beiden Alben nicht so aus einem Guss wie das neue Werk, aber dennoch bespielen „Ìxtahuele“ hier gekonnt und authentisch den Tiki/Exotika Sound eines Martin Denny. Wenigen Bands gelingt das heutzutage so gut, den Sound zu erreichen wie diesen Schweden. Da gilt es, den 30. August gleich dick im Kalender zu markieren!

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