Guten Rutsch!

Dann verabschiede ich mich hier für dieses Jahr und wünsche euch allen, dass ihr gut ins Neue Jahr kommt. Möge es für uns alle wieder Normalität und viele tolle, neue Musik bereithalten!

(vk)

Current 93 – If A City Is Set Upon A Hill

Zum Ende des Jahres erreichen uns noch gute Nachrichten von dem Neofolk Hippie schlechthin: David Tibet aka „Current 93“ kündigt für die Mitte des kommenden Jahres das neue Album „if a city set upon a hill“ an. Als Vorgeschmack gibt es die Single „if a city“, die es im Januar als sehr limitierte Lathe 2-Track-Picture 12″ geben wird (den Preis mag ich mir da nicht ausmalen…). Als musikalische Einstimmung gefällt der Song mit einem – im Gegensatz zum letzten brillianten Album „the light is leaving us all“ – trackartigem Charakter.

(vk)

Melodien – Monad

Melodien“ aka Harry Sumnall kommt aus Liverpool und hat sich dem Krautrock verschrieben. Instrumentale Tracks verlieren sich auf seinen Alben in verträumten Soundscapes. Bei den letzten Releases haben sich ambientartige Sounds mehr und mehr Raum genommen. So auch auf „monad“, das zwar bereits im Mai erschien, wovon aber jetzt erst die physische (Vinyl-)Variante erhältlich ist. Sicher werden hier musikalisch bekannte Wege beschritten. Das macht „Melodien“ aber überzeugend.

(vk)

Klinisch Sauber

Die Schweizer Band „Klinisch Sauber“ veröffentlichte 1982 lediglich eine Single. Auch die wenigen Samplerbeiträge, die sie sonst noch veröffentlichte, bestritt sie mit Tracks der Single. Musikalisch ist sie zwischen Minimal und Punk-Attitüde zu verorten. Die Original 7″ ist inzwischen sehr teuer. Allerdings gabs 2013 auf Rotten Totten Records ein Reissue, das es bisweilen auch noch neu zu kaufen gibt. Und das lohnt in jedem Fall schon für den Hit „der Mond“:

(vk)

Nick Carr – Nick Carr

Nick Carr ist der griechische Sänger und Sonwriter Nicos Karvelas, der seit den frühen 70ern (durchwachsene) Musik macht. Unter dem Namen Nick Carr machte er 1985 ein Minialbum, das wunderbar kitschiger Synthpop ist. Nicht spektakulär, aber charmant genug, dass man da mal Ausschau nach halten kann. Highlight dürfte dabei „himalaya“ sein:

(vk)

Projekt Ortsschild – Schwarzmalerei

„Projekt Ortsschild“ war eigentlich ein Synth-ein-Mann-Projekt, das 2007/2008 aktiv war. In diesem Monat nun gibt mit „schwarzmalerei“ ein neues (digitales) Release, das nahtlos an die alten Releases anschließt. Die Musik klingt einerseits wie Früh-80er DIY-Minimal-Tapes und andererseits wie Acts aus den frühen 2000ern wie „Sickdoll“ oder andere Kernkrach/Hertz-Schrittmacher-Veröffentlichungen. Charmant schrottig!

P.S.: Das alte Release „science fiction“ gibt es übrigens zum name your price auf der Bandcamp Seite.

(vk)

Gleitzeit – Ich Komme Aus Der DDR

Zum Ende des Jahres beschert uns das feine Label Minimalkombinat noch eine regelrechte Sensation: Die Wiederveröffentlichung der „Gleitzeit“ 7″ „ich komme aus der ddr“. Die originale Single ist seit jeher eine der begehrtesten Stücke Musik unter 80er Minimal Fans und entsprechend teuer. Als ob das nicht schon großartig genug ist, dass diese Platte wiederveröffentlicht wird, legt Minimalkombinat noch drei weitere Versionen des Titelsongs bei, den Film, aus dem das Stück stammt, und obendrein findet sich das Ganze auf einer gelb-transparenten LP mit dem schwarzen Nuklearsymbol der originalen Hülle. Wie immer sind die Platten streng limitiert. Viel Glück!

(vk)

Á Trois Sur La Plage – Á Trois Sur La Plage

Dei französische Band  „Á Trois Sur La Plage“ ist seit 2018 aktiv. Zumindest erschien da ihr Debüt Tape. Dieses Jahr brachten sie ihr selbstbetitelte Debüt heraus. Wo das Tape noch zwischen Postpunk und Indie Pop schwankte, stellt die Band (die inzwischen auf ein Duo geschrumpft ist) den Synthie in den Mittelpunkt und zaubert damit einen beschwingten, tanzbaren Pop, der teilweise stark an frühe „La Femme“ erinnert. Das gesamte Album macht – auch wenn es mal etwas ruhiger zugeht – richtig viel Spaß. Tipp!

(vk)

Mitra Mitra

Das letzte reguläre Album des Wiener Duos „Mitra Mitra“ liegt beinahe schon vier Jahre zurück. Es gab zwar Anfang des Jahres die äußerst spannende Remix/Cover Zusammenstellung „reconstruction works„, ansonsten passierte nicht viel bei „Mitra Mitra“. Für Januar haben sie nun das neue Album „hands remain“ angekündigt. Als kleinen Vorgeschmack und als kleines Weihnachtsgeschenek haben sie heute die digitale 6-Track-EP „By Your Hand“ zum name your price auf ihrer Bandcamp Seite veröffentlicht. Die umfasst mit dem Titeltrack ein Albumstück und fünf Raritäten. Feiner Zug! Musikalisch schließen die Stücke an die bisherigen Releases an: Verträumter Cold Wave/Minimal mit rafinierten Ideen, der „Mitra Mitra“ wie gewohnt angenehm von anderen Acts des Genres abhebt. Ich denke, da werden wir uns auf das Album freuen können! 

(vk)