Jinx / Madame Bovary – Rêve Inconscient / I’m A Runner

Beinahe unbemerkt veröffentlichte das französische Label Camisole, das uns bereits wunderbare Bands wie die minimalen „La Stèle Des Pleurs“ gebracht hat, im letzten Jahr eine spannende Split-7″: Beide Tracks sind die B-Seite zweier schwer gesuchter französischer Minimal/Synthpop 7″s aus den 80ern, nämlich „Jinx“ – „too late“ und „Madame Bovary“ – „untitled“. Über beide Bands gibt es wenig bis gar keine Informationen, beide Bands haben im Prinzip nur eine 7″ veröffentlicht, die wiederum beide sehr gesucht und mittlerweile teuer sind. Wieso Camisole nicht gleich noch die A-Seiten der Singles dazu gepackt hat, kann man nur spekulieren. Aber vielleicht sollten wir uns einfach freuen, dass es zwei Tracks dieser raren Singles nun wieder zu kaufen gibt.

(vk)

Geneva Jacuzzi – Lamaze

Elf Jahre ist es her, dass unter Ariel Pinks Ägide das Album „lamaze“ der kalifornischen Künstlerin Geneva Jacuzzi erschien. Wo es einem nach der Performance von John Maus und Ariel Pink bei den Ereignissen am 6. Januar beim Capitol in Wahsington schwer fallen mag, diese Künstler weiterhin ohne bitteren Beigeschmack zu konsumieren, bietet es sich fast an, dass Jacuzzi nun dieses gesuchte Album wiederveröffentlicht. Der Musik hört man Pink an – nur eben ohne besagten Beigeschmack. Ein feines druchgedrehtes LoFi Pop Album ist „lamaze„. Schön, dass es wieder zu haben ist.

(vk)

Zwarte Poëzie – Zelfportret

Seit einiger Zeit feiert der Niederländer Edwin van der Velde mit „Bragolin“ beachtliche Erfolge. Seit kurzem ist das Duo auf ein Ein-Mann-Projekt geschrumpft, seit Maria Karssenberg die Band verlassen hat. Das nahm van der Velde offenbar zum Anlass sich wieder seinem anderen Projekt „Zwarte Poëzie“ zu widmen. Jedenfalls ist gerade digital das das neue Album „zelfportret“ erschienen. Die physische Variante folgt bald.
Die Vorabsingle „grafveld b“ überzeugt und erinnert an „Bragolin“. Der Rest des Albums bewegt sich zwischen Wave, Postpunk, Minimal und Indiepop. Vielleicht ist es etwas zu viel des Guten. Mich erreicht „zelfportret“ aber leider nicht.

(vk)

Absolute Body Control – A New Dawn

Nun ist es raus: Das, was „Absolute Body Control“ seit Jahresbeginn regelmäßig angedeutet haben, wird eine neue EP – leider kein ganzes Album. Mit der 6-Track EP „a new dawn“ wollen die beiden das 40-jährige Jubiläum von „Absolute Body Control“ begehen. Beide Songs der jüngst veröffentlichten Videos – „invisble touch“ sowie „eart takes a break“ – werden darauf enthalten sein. Der Ansturm ist wie zu erwarten groß: Die auf 165 Exemplare limitierte farbige Pressung war kurz nach Bekanntmachung des Releases ausverkauft. Die auf 500 limitierte schwarze Variante wird vermutlich ebenso bald ausverkauft sein. Label ist das sympathische polnische Mecanica Label. Release day ist der 20.3.
Schnell zuschlagen!

(vk)

Prospexx – Prospexx

Wieso „Prospexx“ ihre Debüt Ep (physisch) ausgerechnet auf einem französischen Crust Punk Label veröffentlicht haben, mag verwundern, kommt die Band doch aus Singapur und hat mit Crust Punk herzlich wenig zu tun. Vielmehr spielen sie einen ausgsprochen angenehmen Synthpop/Cold Wave, der sich zwischen bekannten Acts wie „Linear Aspera“, „Minuit Machine“ und „Figure Study“ ein Plätzchen gesucht hat und mit einer Prise mehr 80er-Authentizität überzeugt. Die Ep ist jedenfalls sehr gelungen und lässt auf ein bald folgendes Album hoffen.

(vk)

Organ – Nekrofiilis

Wenn es um Synthie Pop und/oder Minimal Synth geht, hat man sicher nicht als erstes Finnland im Blick. Dabei scheint es da in den 80ern einige spannende Bands gegeben zu haben. Empfohlen sei an dieser Stelle der Sampler „satan in love“ mit entsprechender Musik von 1979-1992. Eine der spannenden Bands damals waren „Organ“. 1982 veröffentlichten sie mit „nekrofiilis“ ein einziges und heute gesuchtes Album. Selbst das Reissue ist heute gesucht.

(vk)

Dinosaur Jr. – Sweep It Into Space

Im April erscheint ein neues „Dinosaur Jr.“ Album. Die Band um J. Mascis wären in einer anderen Welt vermutlich die Superstars geworden, die „Nirvana“ 1991 wurden (oder alternativ „Mudhoney“). Melodien waren in Mascis‘ Songs immer zentral – umgeben von reichlich lärmenden Gitarren. Dass es da ab und zu auch mal ein wenig ruhigere Alben braucht, liegt auf der Hand. Das zeigt Mascis nicht nur auf seinen Solo Alben. Die erste Single „i ran away“ aus „sweep it into space“ wirkt beinahe akustisch – so verhalten geben sich die Gitarren hier. Ich persönlich ziehe aber die lärmigen „Dinosaur Jr.“ vor. Die Gesangsmelodien sind trotzdem immer super.

(vk)

Intimspray

Die österreichische Band „Intimspray“ veröffentlicht 1982 ein Album, zusätzlich noch zwei Singles. Sie waren sicher eine der prominentesten Vertreter der österreichischen Version des NDW. Leider überzeugt nur bedingt. Einzig der Song in „in leeren räumen“ ist ein wirklich richtig guter Track:

(vk)

Os Ovni – Let’s Leave Reality

Aufmerksam wurde ich auf die US-amerikanische Band „Os Ovni“ seinerzeit durch den Sampler „something cold„. Leider hat die Band nach einem Album 2014 offenbar nichts mehr veröffentlicht. Dabei ist ihre besondere Mischung von 80er Minimal mit wirren psychedelischen Arrangements äußerst spannend. Zudem ist das Album auch nicht mehr so leicht so bekommen. Wie wäre es da mit einem Reissue und gleich einem neuen Album dazu?

(vk)

Os Mutantes – Mutantes

Das brasilianische Trio „Os Mutantes“ dürfte sicher eine der berühmtesten Vertreter dessen sein, was von einige Jahren als Tropicalia gefeiert wurde: Die Verbindung von durchgedrehter, europäisch geprägter Spät-60er Psychdelic mit brasilianischer Musik. Ihr Debüt gilt als legendär. Gerade ihre frühen Alben sind entsprechend gesucht. Das Debüt wurde zuletzt 2018 wiederveröffentlicht. Das zweite Album – schlicht „mutantes“ betitelt – wurde zwar auch regelmäßig wiederveröffentlicht, jedoch waren auch diese Versionen schhnell gesucht. Nun gibt es von „Vinyl Lovers“ eine neue Version des Albums.

(vk)