Premier Mouvement – Elevage De Poussière

Neues von Boris Völt aka Boris Volant aka „Mode In GLiany„: Zusammen mit Jean Marc le Droff von dem bretonischen Projekt „Egoprisme“ bildet er „Premier Mouvement“ und hat Anfang Mai die 4-Track Debüt Ep „elevage de poussière“ veröffentlicht. Die mischt beide Projekte angenehm zu einem Postpunk-Minimal-Synth-Pop-Potpourri. Highlight und echter Hit ist „poussière d’etoiles“. Abwechslung bringt zudem die die (Gast?)Sängerin Irène de Milo.
Schönes Debüt, das es gerne auch physisch geben dürfte!

(vk)

Profit Prison – Dreams of a Dark Building

Parker Lautensleger aka „Profit Prison“ hat 2019 mit „six strange passions“ die beste Ep des Jahres veröffentlicht. Im September erscheint endlich eine neue 12″. Die bekannte sehnsüchtige Atmosphäre wird auf dem ersten zu hörenden Song noch intensiviert und verträumter. Das mag nichts für den Club sein, hört sich aber großartig an!

(vk)

Mojo Beatnik

„Mojo Beatnik“ ist ein japanisches (Ein-Mann?-)Projekt, das neben Kunst auch äußerst feinen 80er Minimal macht. Dabei schafft es „Mojo Beatnik“ eine angenehme Ballance zwischen schönen Melodien und kruden Sounds zu basteln. Bislang scheint es eine CD Ep und ein 7″ zu geben. Beides lohnt eine Anschaffung – sofern das derzeit möglich ist. Unbedingt mal reinhören!
Jedenfalls ist Name Programm: Live überzeugt „Mojo Beatnik“ durch ein ästethisches Konzept, das Beatnik und Tiki Elemente aufgreift.

(vk)

Das Klaus – Das Lp

Das Berliner Gaga-Projekt „Das Klaus“ ist schon seit 2018 aktiv und veröffentlicht regelmäßig seltsam schrille (digitale) Eps. Nun ist mit „das lp“ gerade ihre Debüt Album erschienen. Die Musik lässt sich als tanzbarer, minimaler Elektro mit durchgeknallten Texten beschreiben. Tracks wie „körper“ sind dabei äußerst clublastig. Insgesamt hat „Das Klaus“ bei allen modernen musikalischen Elementen eine Atmosphäre, die der von 80er Jahre DIY Tape Acts oder Underground NDW nahe kommt. Interessante Platte, von der man sich eine physische Variante wünscht.

(vk)

Paralelo – Iberorromance

Drei Jahre hat es gedauert, dass der irre Spanier Raúl Q. De Orte aka „Paralelo“ ein neues Album veröffentlichte. Im Mai erschien „iberorromance“ als Tape und digital. Auf dem Cover präsentiert er immernoch sein Schwert, wie man es bereits vom „Paralelo“ Debüt kennt.
Überraschend ist hier eher, dass die Musik sich hin zu einem recht glatten Cold Wave Entwurf hin entwickelt hat. Die irren Ideen sind weitgehend verschwunden. Das ist sehr schade, machten diese Besonderheiten den Sound des Projektes doch aus.

(vk)

Wiederentdeckt: The Parallax Corporation

„The Parallax Corporation“ war ein Duo aus den Niederlanden, das nur von 1999 bis 2001 Platten auf Viewlexx veröffentlichte. Ihre Musik reicht von krötigem Electro über Minimal bis hin zu Italo und ist damit aktueller denn je. Das scheinen auch andere bereits bemerkt zu haben, da das Album inzwischen auch nicht mehr unter 40 Euro zu haben ist. Die sind aber ganz sicher sinnvoll investiert…

(vk)

TWINS – Great Barrier

Matthew Weiner aka TWINS aka „That Which Is Not Said“ ist nach seinem letztjährigen Album mit neuer 4-Track Ep zurück. Bislang gibt es sie nur digital. Was sich schon auf „new cold dream“ abzeichnete, manifestiert sich auf „great barrier“: TWINS wird deutlich zugänglicher und poppiger. Man fühlt sich hier und da gar an „Depeche Mode“ erinnert. Es bleibt aber genug Eigenständigkeit, um Lust auf mehr zu machen.

(vk)

Thurston Moore – By The Fire

Neues von dem Ex-„Sonic Youth“-ler Thurston Moore. Dank seiner legendären Vorgeschichte braucht’s hier wohl keine weitere Vorstellung. Nach dem großartig innovativen letzten Album seiner ehemaligen Mitmusikerin und Ex-Frau Kim Gordon möchte Moore wohl nicht zurückstehen und legt nach. Wirkliche Innovation sucht man auf den ersten beiden zu hörenden Tracks „hashish“ und „cantaloupe“ vergebens. Allerdings liefert Moore hier „Sonic Youth“-Stücke ab, als hätte sich die Band nie aufgelöst. Von „a thousand leaves“-mäßigem Tripps bis hin an das Frühwerk erinnernden Ausbrüchen bieten die beiden Stücke alles, wofür man die Band einst liebte.

(vk)

Tim Smith von den Cardiacs

Heute ist Tim Smith von den „Cardiacs“ mit gerade 59 Jahren gestorben. Er war schon länger gesundheitlich angeschlagen. Es sah so aus, als würde es ihm wieder besser gehen. So gab es wohl schon neue musikalische Pläne. Leider wird es wohl nun nicht mehr zu deren Umsetzung kommen.
Zugegeben bin ich nie wirklich warm geworden mit der wirr-irren Band aus Großbritannien. Aber allein für ihren Überhit „is this the life?“ muss man sie einfach lieben…

(vk)