Dollkraut – Dollkraut

Noch eine große Überraschung: Hinter dem allseits beliebten Projekt „De Ambassade“, das ja bedauerlicherweise im August erst seine zweite 7″ herausbringt, steckt der Niederländer Pascal Pinkert. Sonst firmiert er unter dem Namen „Dollkraut“ und hat schon einen ganzen Haufen Releases vorzuweisen. Die meisten Tracks sind aber eher schwach und etwas banal. Anders das neue, selbstbetitelte Album: Hier mischt Pinkert das, was „De Ambassade“ so gut macht, also die Melodien und Sounds, mit den krautigen Elementen des „Portishead“-Ablegers „Beak>“. Das ergibt vollkommen eigenständige und wirklich überzeugende Stücke. Bisher eines der besten Alben des Jahres! Kein Witz!

Factice Factory – Lines & Parallels

Das Cold Wave / Minimal Projekt „Factice Factory“ erlangte ja besonders durch den Hit „lodged“ mit Kriistal Ann Bekanntheit. Dabei beinhalten ihre Alben zwar ein leicht kruder Stilmix, aber überzeugen doch, wenn man sie in Ruhe hört. Im September erscheint nun das neue Album „lines & parallels“. Die ersten vorab zu hörenden Stücke gefallen.

Staccato Du Mal – Les Amants

Das ist mir doch tatsächlich entgangen! Wegen des stets erwähnten Rereleases des „Staccato Du Mal“-Abums „Labios Trémulos“ habe ich übersehen, dass es nun aber auch ein komplett neues Album gibt! Wie immer vermischen sich Soundscapes, Minimal und spacige Synth Sounds zu etwas ganz eigenem.

Human Puppets

Und wo wir gerade bei Rereleasen sind: Die Griechen „Human Puppets“ mit ihrem spröden Minimal würden sich auch prima anbieten, wieder veröffentlicht zu werden. Sie waren so etwas wie die Vorreiter, als Mimimal wieder en vogue wurden. Leider sind ihre Platten nicht unter 50 Euro zu bekommen…Und beide Alben lohnen sich!

Forward + Rewind: The Future Echo Tapes

Dieser Minimal Sampler auf „Aufnahme + Wiedergabe“ erschien zwar bereits 2012. Hört man die großteils exklusiven Tracks heute aber wieder, fragt man sich, wieso der Tape only-Sampler nicht noch einmal als LP veröffentlicht wird. Das Gros der Stücke hat eine so hohe Qualität, dass sich eine LP bestimmt verkaufen würde. In der Zwischenzeit: Downloaden und digital hören!

Patchwork Orchestra – Reihe

Noch etwas ganz Besonderes ist die französische Sampler Reihe „patchwork orchestra“, die instrumentale spacige und hoch interessante 60er Musik vorstellt. Schon bei dem Artwork hat man sich da größte Mühe gegeben, das Spaceage der späten 60er einzufangen. Hier hört man deutlich, wo sich Bands wie „Broadcast“ oder „Air“ bedient haben. Offenbar sind zumindest die ersten zehn Ausgaben durchgängig gut, leider aber auch kaum zu bezahlen. Preislich geht es erst ab 70 Euro los… Auf youtube gibt es aber einen wunderbaren Chanel, der einzig Stücke dieser Sampler bereithält.

BBC Prom 15: The Songs of Scott Walker (1967-70)

Da ist eine ganz spannende Veranstaltung an mir vorbeigegangen: Am 3. Juli wurden in der Royal Albert Hall Stücke von Scott Walker mit Orchster dargeboten! Und zwar aus der Zeit von 1967-1970, also jener Periode, in der Scott Walker seinen legendären Ruf als existenzialistischer Crooner festigen konnte. Mit dabei sind u.a. Jarvis Cocker und Richard Hawley. Noch kann man sich das komplette Spektakel via youtube anhören. Vermutlich sollte man das bald tun, weil Walker sicher dafür sorgen wird, dass es wieder heruntergenommen wird…

Underground Lovers – Staring At You Staring At Me

Die autralische Indiepop Band „Underground Lovers“, die seit 1990 interessant unkonventionellen Pop mit besonderen Melodien veröffentlichen, bringen diese Tage ihr neues Album heraus. Einige der vorab zu hörenden Stücke sind wirklich überzeugend:

Acid Baby Jesus

Die Athener 60ties Neo-Psychband hat es bis zum Label Fuzz Club geschafft und bringt ebenda am 29. September ihr neues Album heraus. Orgelterror und Schrabbelgitarre inklusive! Überhaupt machen die Herren das alles recht authentisch. Youtube schlägt einem dazu die „Mystic Braves“ vor, die ich ja etwas langweilig finde. „Acid Baby Jesus“ treiben allerdings Langeweile gekonnt mit Finesse aus.