Jon Wayne

Und wieder Erinnerung! Diesmal an die 80er Band „Jon Wayne“ mit ihrem durchgeknallten Country-Rythm-Blues Sound. Dekonstruktion!

Beak>

Das umtriebige „Portishead“-Seitenprojekt „Beak>“ hat sich mal wieder was Besonderes einfallen lassen auf seiner neuen EP. Die ist eine Split-EP mit „<kaeB“. Bei dem Namen liegt es nahe, dass der andere Act etwas mit der Band selber zu tun hat. Tatsächlich  steht der Name für die Band in Zusammenarbeit mit anderen Künstlern. Dieses neue Projekt soll nun wohl regelmäßig Platten herausbringen. Hier ist der Rapper JonWayne beteiligt.

So bietet die erste EP-Seite typischen Krautsound. Die B Seite geistert zwischen „Beak>“, Americana, HipHop oder sowas. Sehr interessant jedenfalls!

Prolapse

Diesmal eher eine Erinnerung als eine Neuentdeckung. Gerade stieß  ich bei Facebook auf einen Auftritt von Björks „Sugarcubes“ Vorgängerband „KUKL“, die mich bei einer Performance ziemlich stark an die schottische 90er Band „Prolapse“ erinnerte. Im Zuge von Brit Pop reichte deren aggressives spinniges Girl/Boy Geshoute nicht zu einem großen Durchbruch. Das ändert nichts daran, dass ich das Album „Italian Flag“ für eines der besten der 90er Jahre überhaupt halte. Wer sie nicht kennt, sollte das schnell ändern, denn beim Videostöbern entdeckte ich, dass es „Prolapse“ offenbar wieder gibt oder zumindest Konzerte spielen. Kann die bitte wer nach Deutschland holen!?

Caprifischer

Nur ein Album brachten die „Caprifischer“ 1982 heraus. Und das ist nicht durchgängig gut. Da ist es vielleicht auch besser, wenn es bei einer Platte bleibt. Aber einige New Wave/NDW-Perlen gibt es schon. Wie dieser Ohrwurm etwa:

Hante.

„Hante.“ ist die eine Hälfte von „Minuit Machine“, der düster wavigen Minimalband aus Frankreich. Sie ist schon länger unterwegs, aber da wir sie am 19. September hier in Bremen veranstalten, erwähne ich sie nun endlich auch; denn lohnen tut es sich allemal Hélène de Thoury aka „Hante.“ ein Ohr zu schenken mit ihrer Musik zwischen der Hauptband und Marie Davidson. Freu mich auch schon aufs Konzert!

Rob Van Wijngaarden

Obskurer Minimal Synth aus den Niederlanden. Einiges Tapes, die Rob Van Wijngaarden unter verschiedenen Pseudonymen veröffentlichte gibt es nun bei „Vinyl on Demand“ zu kaufen. Den Hit „Neonlicht“ hab ich als Hörprobe leider nicht gefunden, kann aber auf der „VOD“-Seite angehört werden:

http://www.vinyl-on-demand.com/-1-432-524.htm

Stattdessen:

Tomo Akikawabaya

Japn minimal. Im September kommt die aufwendig gestaltete Compilation „Invitation of the Dead“ auf Minimal Wave heraus. Es war laut Seite des Labels wohl extrem schwierig, den verschollenen Künstler überhaupt ausfindig zu machen. Auf der Compi sind einige seiner 12″s zu finden, die inzwischen gerne auch mal 120 EUR kosten. Die Musik ist Minimal Synth mit einem besonderen Popappeal und hat dennoch einen obskuren Touch.

Altres

Im Original 1984 auf Kasette veröffentlicht, schenkte uns „Dark Entries“ bereits 2012 eine LP Veröffentlichung eines Querschnitts der drei Tapes der Band. „Altres“ schaffen einen seltsamen Sound zwischen 80er BBC-Soundtrack und Minimalsynth. Das ist instrumental und nicht unbedingt tanzbar, aber atmosphärisch prima geeignet für den nächsten „Blade Runner“-Tripp.

Gandalf

Besser spät als nie! So gehts mir mit dem selbstbetitelten Debüt der US-amerikanischen Band „Gandalf“ von 1967. Den meisten 60er Hörern dürfte es längst bekannt sein. Ich habe es nun erst für mich entdeckt. Schönen, leichten und etwas kitschigen spät 60er Psych mit wirklich tollen Melodien entwerfen „Gandalf“. Das hat nicht nur Sean Lennon zu dem tollen Cover ihres Songs „golden earrings“ bewegt, der im Original noch eindringlicher ist:

Tina and David Meltzer

Letztens stellte ich ja bereits die 60er Band „Serpent Power“ vor. Die brachte es nur auf ein Album. Danach machten aber Sänger und Sängerin „Tina and David Meltzer“ unter ihrem Namen noch eine reguläre Platte und eine, die erst vor ein paar Jahren nachträglich veröffentlicht wurde.

Die Musik ist schöne angefolkte Hippie Musik teils mit Country Einschlag. Auf den kann ich ganz gut verzichten, aber es gibt auch diese umwerfenden Stücke, die an Linda Perhacs erinnern: