Der Mußikant / Heute

Dank des Labels „Vinyl On Demand“ gibt es jetzt endlich die legendären Alben des obskuren Füh-80er Minimal Projektes, das mal unter „Der Künftige Musikant“, mal unter „Heute“, mal unter „Der Lustige Musikant“ oder auch unter „Der Ewige Musikant“ firmierte, als LP. Es gibt wahlweise die „Mußikant“ Doppel LP oder die „Heute“ „präzisionsmusik“ Doppel LP oder beide zusammen als Box „bubu musikverbreitung“. Es wurde Zeit!

Black Angels

Neues von den „Black Angels“, den „Vorreitern“ der aktuellen Neo Psych Welle! Klingt hier noch etwas zahm, was aber sicher auch an der etwas seltsamen Umgebung liegt.

Liste Noire

Da habe ich gerade noch „Liste Noires“ letzte EP als tolle Vorankündigung für das bald kommende Album gelobt, da erscheint es heute überraschend. „Brace“ heißt es und ist auf der Bandcamp-Seite bislang nur als Download erhältlich – ebenso überraschend: Zum „name ypur price“-Preis. Das Album zeigt die Band wieder von ihrer sehr poppigen Seite. Schöne Melodien treffen auf unkonventionelle Arrangements.  Hier gibt es auch zum „name your price“ die EP mit dem Hit „mother“ als Download.

 

Silent Em

Schon wieder „Silent Em“. Es gibt Neues von dem US-Künstler. Leider konnte ich noch nicht herausfinden, in welcher Form und Art  ein neuer Tonträger erscheint. Aber ein überzeugendes, sehr an alte 80er Tracks erinnerndes Minimal Synth Stück gibt schon zu hören:

King Gizzard And The Lizard Wizard – Nonagon Infinity

Bei dem Output von „King Gizzard and the Lizard Wizard“ soll man noch mitkommen: Am kommenden Freitag erscheint das dritte(!) Album in 12 Monaten!  Und was ihnen da gelingt, scheint unglaublich: Alle drei Alben sind verschieden. Wo „quarters“ mit seinen vier langen Stücken und den Anleihen an 60er Tropicalia noch schwer verstrahlt vor sich hin waberte, erschien „paper machine dream balloon“ eher etwas gewöhnlich. Kurze Popsongs mit viel Sunshine verstörten im Winter dennoch auf eine gewisse Art. Nun „nonagon infinity“. Hier finden sie ihre Weirdness wieder, allerdings nicht mehr so ausufernd, sondern auf konventioneller Songlänge. Dieses Kollektiv ist auf jeden Fall im besten Sinne wahnsinnig!

The Third Sound – Gospels of Degeneration

Auf Fuzz Club erscheint wieder ein feines Album: „The Third Sound“ mit ihrem neuen Album, das ihnen Vergleich mit „Brian Jonestown Massacre“ einbrachte. Durchaus berechtigt, aber es sind auch Elemente von „Crime and the City Solution“ oder den „Black Angels“ zu hören. In zwei Stücken singt Tess Parks mit und liefert eine weitere Referenz. Etwas rauh, hört man doch den Geist von 67. Das Album wurde ja bereits angekündigt und überzeugt weit mehr als das vorherige. Leider ist die Platte wieder sehr teuer… Aber vielleicht kommt ja auch noch eine günstige Version später nach – ähnlich wie „10000 Russos“.

Night Shadow – the root square of two

1968 erschien die im Prinzip einzige Platte von „Night Shadow“, einer Band mit bewegter Geschichte. Ende der 50er gegründet durchlief sie viele Stil- und Namenswechsel. „the root square of two“ ist daher auch eher eine Momentaufnahme, aber man möchte sagen: Eine vom genau richtigen Moment. Zwischen Garage und trippiger Psychedelic à la „Freak Scence“ inkl. Improvisationen spaced es hier wunderbar vor sich hin. Die Platte wurde in einer Miniauflage herausgebracht und selbst die 70er Jahre Nachpressung erbringt gute dreistellige Summen. Wieder ein Kandidat für ein Re-Issue!

Turtles – happy together

Die „Turtles“ als Album Band sind immer etwas an mir vorbeigegangen. Interessant aber ist, dass sie Kontakt zu Frank Zappa hatten (später spielten zwei von ihnen bei den „Mothers of Invention“ mit). Und hört man sich ein Album von den „Turtles“ ganz an, glaubt man das auch zu hören. Zwar machen sie poppige hübsche Songs, aber die Arrangements lassen die Verbindungen zu Zappa erahnen. Dennoch: Unübertoffen gut ist und bleibt ihr Überhit und der Titeltrack des Albums „happy together“:

Mittageisen

Beim diesjährigen Record Store Day ist mir tatsächlich ein Rerelease durch die Finger gegangen: Die Ep „automaten“ der Band „Mittageisen“. Der Titeltrack genießt einen legendären Ruf auf den Minimal Synth Floors und war bislang im Original unerschwinglich. Nun gibt’s die Nachpressung.

Lovataraxx

Das französische Duo spielte gestern hier in Bremen und war eher ein zufällige Entdeckung. Außer einem Tape und ein paar Downloads gibt es bislang auch noch nichts von ihnen. Dabei ist ihre Musik vor allem live hervorragend und mitreißend. Das meint man zwar alles schon einmal gehört zu haben, aber das machen „Lovataraxx“ so gut, dass es egal ist. Ihre Musik liegt irgendwo zwischen Gagamusik von alten Minimal Größen wie „Ptose“ und Tara Cross, französischem Minimal wie „Deux“ und aktuellen Künstlern wie „Nun“ oder Geneva Jacuzzi. Hoffentlich erscheint das Album bald auf Lp. Sympathisch auch: Das Tape gab es auf dem Konzert zum „name your price“.

https://lovataraxx.bandcamp.com/track/romeo