Boy Harsher – Careful

Das US-Duo „Boy Harsher“ hat sich mit seinen paar Veröffentlichtungen und den vielen Konzerten eine stetig wachsende Fan Gemeinde aufgebaut. Moderne Tanzmusik und Minimal Synths gehen selten eine so überzeugende Symbiose ein wie hier – vielleicht noch bei Releases des Aufnahme und Wiedergabe Labels oder bei dem spanischen Duo „Synths Versus Me“.
Am 01.02.2019 erscheint nun der lang erwartete Nachfolger ihres Debüt Albums von 2016.
Es geht weiter wie gewohnt. Aber wieso sollten die Zwei auch etwas an ihrem Erfolgsrezept verändern?

Flashbacks – Flashbacks

Wieder einmal so eine späte Entdeckung: „Flashbacks“ ist ein Ableger bekanntere Minimal Synths Acts wie „Silent Signals“ und „Echo West“. Das Projekt hat es bislang(?) nur auf das selbstbetitelte Debüt Album von 2014 gebracht. Die Songs hören sich nach Synths Wave aus den 80ern an. Teils wavig schön, teils sehr tanzbar. Oder beides. Und „take this rose“ ist ein echter Hit! So ist das.

The Passengers – All Through The Night + Queen Of Weird

Die belgische Post Punk/Wave Pop Band „The Names“ sind bekannt für ihren großartigen Hit „calcutta„. Ihr ganzes Schaffen findet eigentlich einen feinen Platz zwischen Bands wie „Chameleons“, „The Sound“ oder „Echo And The Bunnymen“. Das Label Les Disques du Crépuscule hat nun zwei Singles mit Stücken der Vorgänger Band „The Passengers“ veröffentlicht – allerdings enthalten die Singles nicht die alten Aufnahmen, sondern wurden von der Original Besetzung in 2018 neu aufgenommen. Bislang gibt es da nichts zu hören. Aber ob die nun nicht mehr ganz so jungen Herren die Punk Energie der späten 70er, die deutlich an „Wire“ erinnert, heute noch einfangen können? Ich wage es zu bezweifeln. Jedenfalls klang es damals so:

Convex Model – Life In A Glass Cube

Gerade hat „Doric“, die eine Hälfte des legendären, griechischen Minimal Synths Duos „Human Puppets„, ein neues Album veröffentlicht, da meldet sich die andere Hälfte in Form des Projektes „Convex Model“ zurück. Wie zu erwarten gibt es hier authentischen 80er Minimal zu hören. Dabei fällt auf, dass Nick Kapantzakis offenbar das gewisse etwas Mehr an Gefühl für gute Songs hat. Jedenfalls weiß „life in a glass cube“ gleich durch seine Melodien zu begeistern. Schöne Herbstplatte!

Edvard Grieg – Kalvierwerke

Ja, tatsächlich geht er hier nicht um eine Band, sondern um den norwegischen Komponisten aus der Romantik. Passend zum nun tatsächlich beginnenden Herbst bieten sich seine Klavierwerke zum Hören an, die teils von der düsteren Intensität einem Schubert durchaus nahe kommen.
Sollte jemand die Basler Bar „Zum Kuss“ kennen, stelle man sich diese Musik bei einem guten Kaffee bei grauer Kälte draußen in genau dieser Bar vor: Wunderbar!

Service

Die Band „Service“ findet sich mit dem Song „russians“ auf dem Sampler „voyage II – mort pour la france“. Bedauerlicherweise konnte ich sonst nichts von der Band finden, dabei ist der Song ein großartiger, rumpeliger Post Punk Song, der neugierig auf mehr macht.

Totengeläut – Aleppo

Gerade wird das süddeutsche Projekt „Totengeläut“ als Hype Sau durchs virtuelle Dorf getrieben. Dabei handelt es sich bei dem am 2. November erscheinenden Album „aleppo“ um die Debüt Veröffentlichung. Bisher gibt es zwei Stücke zu hören. Das eine („deprived„) ist monoton tanzbar. „Ashes“ hingegen klingt so, als ob die beiden zu viel „Lebanon Hanover“ gehört hätten. Sogar die verstimmte Gitarre mit einem einfachen verhallten Riff fehlt nicht. Das Alles ist nicht schlecht. Aber so richtig zu begeistern vermag das Duo (noch) nicht.

The Claypool Lennon Delirium – South of Reality

Im Februar kommt das neue Album des psychedelischen Projektes von Sean Lennon und Les Claypool („Primus“) heraus. So verschwurbelt der Namen „The Claypool Lennon Delirium“ anmutet, ist die Musik auch. Psychedelisch, leicht rockig und auf eine angenehme Art: krude. Das deutet ja auch der Name des neuen Albums an. Es gib schon einen der neun neuen Songs zu hören. Wieder verbinden sich Lennons an Vater John und die Beatles erinnernden Melodien mit dem „Primus“-typischen Bass von Claypool. Es mischt sich diesmal noch ein wenig 70er Prog dazu. Das funktioniert aber ganz wunderbar.

Alu – Die Vertreibung Der Zeit

Gerade steht unser eigener Sampler „Sowas von Egal“ in den Startlöchern und enthält mit „bitte warten sie“ auch einen „Alu“-Titel, da erscheint fast zeitgleich und auch auf Bureau B ein Zusammenstellung mit Stücken aus allen Phasen der sieben-jährigen Bandgeschichte. Interessant ist nicht nur, dass „Alu“ direkt Nachfolge Band der Kraut Legende „Sand“ sind, sondern vielmehr wie es ihnen gelungen ist, sich völlig von dem Krautsound zu emanzipieren. „Alu“s Musik kann man vielleicht als experimentelle Neue Welle beschreiben. Jedenfalls sind die Original Platten inzwischen teuer, so dass diese Zusammenstellung da eine willkommene Alternative darstellt.

Schwefelgelb – Das Ende Vom Kreis

„Das Ende vom Kreis“ ist freilich schon acht Jahre alt. Aber tatsächlich entfaltet das Album auch nach der Zeit abseits der Single „alle sterne“ eine besondere Magie. Hier ist das Duo noch weniger am Dancefloor orientiert, als auf den EPs der letzten Jahre. Man hört den kühlen Elektro Pop der Jahrtausendwende heraus, die Songs sind noch mehr Songs als Tracks. Das könnte glatt mal wieder veröffentlicht werden.