Dato Alaplaya

Wieder mal so eine feine Entdeckung von Jeff: Viel gibt es über den Künstler Dato Alaplaya aus Nürnberg nicht zu erfahren, außer dass er in einigen mir ebenfalls nicht bekannten Bands aktiv war. Im letzten Jahr begann er solo zu musizieren – zwischen Indie, Dreampop, Synthpop und 80s. Besonders sticht sein Händchen für Gesangsmelodien hervor. Und am überzeugensten kommt das alles in dem Song „festival“ zusammen. Da könnte noch Einiges kommen…

(vk)

Various – Back Up: Mexican Tecno Pop 1980-1989

Das in San Francisco beheimatete Label Dark Entries ist ebenso bekannt für überraschende wie gute Veröffetlichungen. Am 24. September erscheint mit „back up: mexican tecno pop 1980-1989“ eine überfällige Zusammenstellung mit Synthwave Tracks aus Mexico. Angeblich die erste auf Vinyl überhaupt. Die zehn Tracks überzeugen beinahe durchweg und bewegen sich zwischen Minimal, Synthpop und New Beat. Pflichtkauf!

(vk)

Frankie Rose – Seventeen Seconds

Frankie Rose war in großartigen Bands wie den „Crystal Stilts“ oder den „Dum Dum Girls“ aktiv und ist seit bald zehn Jahren solo aktiv. Ihr drittes Solo Album war 2017 das legendäre „The Cure“ Album „seventeen seconds„, das sie komplett Track für Track coverte. Das machte sie recht dicht am Original, sodass sich durchaus die Frage stellt, ob es ein Cover Album dieser Art braucht. Allerdings verleiht Roses Gesang den Songs noch einmal eine ganz andere Atmosphäre.

Die LP wurde schnell teuer. Im November veröffentlicht das Glasgower Label Night School die LP mit komplett anderem Artwork neu.

(vk)

Colleen Green – Cool

Ich hab ja echt einen Hang zu dieser Spielart abgehangenen melodiösen College Rocks à la „Weezer“, allerdings, gemacht und gesungen von Frauen. Kein Wunder also, dass ich ziemlich schnell Wachs in „Colleen Greens“ Händen bin, ist ihr viertes Album „cool“ doch genau meine Kragenweite.  Irgendwo zwischen „Juliana Hatfield“, „Garbage“ und „Sleater-Kinney“ hat die -stets sonnenbebrillte- Dame aus Los Angeles ein ziemlich feines Songwriterhändchen und schiebt eine tolle Melodie nach der anderen durch meinen Kopf.  Dabei braten die Gitarren mal mehr mal weniger, aber besonders gut gefallen mir die eher reduziert und schlicht gehaltenen Arrangements, untermalt von ihren klaren wie unaufdringlichen Vocals (die mich immer wieder auch an Miki Berenyi von „Lush“ erinnern). Tolles Album auf Hardly Art.

(mf)

Riki – Gold

Anfang letzten Jahres überraschte „Riki“ mit einem feinen 80s Pop Album. Auftritte zu Promozwecken waren naheliegenderweise wenig möglich, sodass sich die Künstlerin auf ein neues Album konzentrieren konnte. Inzwischen ist das Projekt offenbar wieder auf ein Ein-Frau-Projekt geschrumpft. Das Label kündigt „gold“ als weniger clubtauglich als das Debüt an. Es soll aber nicht weniger stilsicher sein. Die erste Single weiß jedenfalls zu überzeugen:

(vk)

Hans Uran ‎– Prinzipielle Sicherheit

Hans Uran ist „Kühle Matrosen“ und erfreute uns mit seinem Gaga-Minimal zum Jahreswechsel. Nun erscheint unter dem Alter Ego Hans Uran die erste 7″.  Die klingt eigentlich genau so wie die Matrosen und sei daher auch dringend zum Kauf empfohlen. „prinzipielle sicherheit“ ist derartig gefragt, dass das Label Kernkrach deshalb nur eine Single pro Käufer*in abgibt. Also schnell zuschlagen!

(vk)

Stereo Total – Chanson Hystérique

Das hier ist der traurige Abschluss einer Ausnahme-Karriere: Im Februar verstarb viel zu früh Françoise Cactus, Sängerin und Hälfte der großartigen Trash-Pop-Band „Stereo Total“. „chanson hystérique“ war das letzte Projekt, an dem sie arbeitete. Nun wurde es überraschend und traurigerweise der Abschluss der Band-Geschichte.

„chanson hystérique“ ist ein Überblick über die ersten zehn Jahre der Band und umfasst alle Alben der Zeit (die auf Vinyl teils schon sehr teuer sind) in originalem Artwork, eine Raritäten Platte sowie ein Buch mit Bildern der Künstlerin. So wehmütig einen das zurücklässt, so schön ist diese Box…

(vk)

THX 1971 – Tanzbar und Modern 2

Das charmante Ausgburger Ein-Mann(?)-Projekt „THX 1971“ veröffentlicht bereits seit 2016 Musik, die ganz offensichtlich dem früh-80er Tape-Minimal-Wave huldigt. Statt Gesang gibt es diverse Computerstimmen. Was am Anfang etwas seltsam anmutet, funktioniert nach mehrmaligem Hören richtig gut.

Letztes Jahr erschien mit „mensch mobil 2“ bereits eine Vinyl Compilation bisher veröffentlichter digitaler Tracks. Dem schließt sich „tanzbar und modern 2“ an. Die Auswahl erstreckt sich wieder quer durch „THX 1971″s Output. Alle Stücke wurden remastered. Hinzu kommt, dass – wie bei „mensch mobil 2“ – die Auflage sehr klein ist: Ganze 55 Exemplare soll es nur geben. Da heißt es wohl schnell zuschlagen!

(vk)

89s† & Petra Flurr – Trübe Stadt

Das Projekt „89s† & Petra Flurr“ aus Berlin ist schon seit einiger Zeit aktiv. Ebenfalls auf Oraculo haben die beiden soeben das neue Album „trübe stadt“ veröffentlicht. Die Musik knarzt mal in bester „DAF“-Manier vor sich hin oder kann auch ganz gut minimal klingen. Eigentlich machen sie das gut und richtig. Trotzdem fehlt mir etwas, sodass ich irgendwie nicht richtig überzeugt bin. Vielleicht noch einmal hören…

(vk)

Dancing Plague – Secrets & Lies

Im Juli erschien digital das neue Album „bleak moments“ von „Dancing Plague“. Gerade hat nun Oraculo vier Tracks davon und zwei Cover Songs zu dem Mini Album „secrets & lies“ zusammengefasst. Schon der Titeltrack lohnt den Kauf. Schade, dass nicht das ganze Album als Vinyl veröffentlicht wurde, aber auch dieses Mini Album kann sich hören lassen!

(vk)