Coloma – When We Were New

Was für eine Überraschung! Ein neues Album von „Coloma„. Das erste nach 17 Jahren! Die beiden leben nun nicht mehr in Köln, sondern inzwischen in Berlin. Zur Erinnerung: Um die Jahrtausendwende konnte das Duo mit seinem damals sehr modernen Synthpop Sound und dem dandyartigen Sänger Rob Taylor einen gewissen Erfolg verbuchen. Man denke nur an das wunderbare „transparent„. Und wie klingen die beiden nach einer derart langen Pause? Überraschend frisch. Die Musik ist nicht mehr komplett elektronisch. So steuert etwa ein richtiges Schlagzeug die Beats bei. Mal gibts einen E-Bass und man meint, hier und da im Hintergrund eine Gitarre zu hören. Noch immer machen sie unaufgeregten, charmanten Pop, bei dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Verträumt ist hier eigentlich alles. Ein wirklich gelungenes Comeback!

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(vk)

Mojave 3

Derzeit feiern „Slowdive“ ja live und auch mit neuen Alben Erfolge. Dabei gerät die Band zwischen „Slowdive“-Split und -Reunion etwas in Vergessenheit: „Mojave 3“ war die Beschäftigung von Rachel Goswell und Neil Halstead in den Jahren 1995 bis 2006. In der Zeit entstanden 5 Alben. Das Besondere: Der Sound hat eigentlich gar nichts mit „Slowdive“ zu tun und klingt eher wie eine Kreuzung von „Mazzy Star“ und später „Belle & Sebastien“. Einfach schöner, fragiler (Country-)Folkpop. Die Alben der Band sind auf Vinyl inzwischen gesucht. Daher erfreut es umso mehr, dass Ende des Monats alle Alben der Band neu auf Vinyl erscheinen. Es gibt sogar eine Box mit allen fünf Alben, die aber laut 4AD Seite bereits ausverkauft sein soll…? Da die allerdings bis auf einen Schuber um die Platten herum scheinbar keinen Unterschied zu den Einzelreleases aufweist, ist das aber auch nicht so dramatisch.

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(vk)

Vanishing Twin – Archives

Für September hat das Londoner 60s-Space-Avantgarde Projekt „Vanishing Twin“ sein inzwischen fünftes Album angekündigt. Das ist laut Bandcamp Seite in einem intuitiven Prozess entstanden. Ideen wurden gesammelt, zusammengestellt und komplett verworfen. Von allen Mitgliedern bearbeitet. Bisher gibt es zwei Stücke davon zu hören, die allerdings eher den Eindruck vermitteln, dass die Band sich irgendwie verzettelt und den Faden verloren hat. Collagenhafte Tracks können großartig sein – das haben „Broadcast“ eindrucksvoll bewiesen – aber hier klingt es irgendwie verloren…

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Tipsy

Kennt Ihr das Projekt „Tipsy“? Ich kannte es jedenfalls bis gestern nicht und frage mich warum… Denn was die drei Kalifornier in den 90ern geschaffen haben, ist wirklich großartig! Die zwei Alben „trip tease“ und „uh-oh“ bieten allerfeinste Exotica! Und zwar auf Sampling Basis. Und das gelingt so gekonnt, wie es manche reguläre Band nicht hinbekommt. Da wird sich durch Exotica Platten und Soundtracks gesamplet, dass es eine wahre Wonne ist. So bieten „Tipsy“ den perfekten Soundtrack für Cocktails in einer lauen Sommernacht. Hier sollte es unbedingt mal Vinyl Reissues geben!

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Plague Pits – Objects – Outtakes 2022-2026

Das Schweizer Synthwave Projekt hat soeben die digitale Zusammenstellung „objects – outtakes 2022-2026“ veröffentlicht. Die ist genau das, was der Titel verrät: Eine Compilation von alternativen Versionen und Unveröffentlichtem. Und tatsächlich können sich die Stücke hören lassen und sind mitnichten klassische Reste… Vielmehr sprühen die acht Tracks vor Ideen. Die meisten sind instrumental und minimal. Das kann es gern als reguläres Album auch physisch geben; denn bisher gibt es „objects – outtakes 2022 – 2026“ lediglich digital zum name your price. Aber Obacht: Wenn Ihr etwas zahlt, gehen die kompletten Einnahmen einem guten Zweck zu! Schöne Idee!

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Dina Summer – Children Of The Night

Im September erscheint das neue Album des Berliner Trios „Dina Summer“. Mit ihrem zeitgenössischen, clubtauglichen Synthie Sound konnten sie schon einige Ausmerksamkeit auf sich ziehen. Zu hören gibt es bislang vier Tracks aus dem „children of the night„. Wo „on the road“ mit seiner Gitarre ausgesprochen postpunkig daherkommt, sind die anderen drei Tracks deutlich am Club orientiert. Das wird dort sicher funktionieren. Aber der richtig mitreißende Track ist – anders als bei den beiden Vorgängeralben – ist bislang nicht dabei. Mal sehen, wie restlichen Stücke sind…

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Colonel Claypool’s Fearless Flying Frog Brigade – Return Of The Live Frogs – Vol. 1

Gerade hat „Primus“‚ Les Claypool noch zusammen mit Sean Lennon und ihrem „Claypool Lennon Delirium“ ein opulentes neues Album herausgebracht, da legt er mit dem Projekt „Colonel Claypool’s Fearless Flying Frog Brigade“ nach. 24 Jahre nach dem letzten Album des Projektes! Es ist ein 4-Tracks Live Album, von denen drei über zehn Minuten lang sind. Wer Claypool und seinen eigenwilligen Songwriting- wie Slapbass-Stil kennt, kann sich ausmalen, dass das hier speziell ist. Und so bewegt sich die Musik zwischen Rock, Prog und Jazz. Und das eben mit typischem Claypool Irrsinn garniert. Spannend! Und verdient in jedem Fall ein Zuhören!

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Soloist Anti-Pop Totalization – Turncoat Ep

Im letzten Jahr lieferte der Japaner Rikinari Hata auf Objet Trouvé ein starkes Album ab. Nun legt er mit der der neuen 4 Track Ep „turncoat“ nach. Wo sich der Titeltrack noch beinahe poppig, aber repetitiv gibt, besteht der zweite Track auf einmal eher aus Sound-Collagen. Track drei ist krautig und der letzte ist irrer Synthpunk. Beeindruckend, was man so alles auf einer kurzen Ep unterkriegt…

https://metamoto.bandcamp.com/album/soloist-anti-pop-totalization-turncoat-ep

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Crush Of Souls – Captive Youth

Neues von „Crush Of Souls“ aka Charles Rowell, der letztes Jahr mit dem Album „lézire“ überraschte. Der Erfolg blieb aus. Zu verwirrend waren seine Tracks, die sich so gar nicht kategorisieren ließen. Auf „captive youth“ gibt er sich ein wenig gelassener. Die Tracks sind auch clubtauglicher. Vielleicht stellt sich bei dieser speziellen 80s/Synth Melange nun der verdiente Erfolg ein!

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Pixies – Complete B-Sides 1988-1997

Die legendären „Pixies“ bedürfen keiner Vorstellung. Und schließlich sind sie ja auch seit bald 15 Jahren wieder aktiv. Aber Grundlage ihres Status‘ ist ihre erste Inkarnation in der Zeit von 1987 bis 1991. Spannend waren auch immer ihre Single-B Seiten. Daher gab es bereits 2001 eine Compilation dazu. Die ist nun erstmals auf Vinyl erhältlich und auch noch um sechs Live Tracks erweitert, die einmal mehr belegen, was für eine großartige Live Band die „Pixies“ damals waren. Und die B-Seiten stehen den Alben in Nichts nach. Indierock im allerweitesten Sinne trifft auf irre Ideen mit vielen Ecken und Kanten. Tatsächlich gibt es wohl bis heute keine Band, die so klingt. Von daher ist diese Veröffentlichung erfreulich, fügt sie den regulären Alben quasi ein weiteres hinzu.

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