Desert Souls – Back To The Coast

„Desert Souls“ kommen aus Ausgburg und sind schon seit einiger Zeit aktiv. Der älteste Post ihrer Bandcamp Seite stammt aus 2017. Musikalisch orientiert sich ihr Gitarrenpop stark an 60er Garage, Beat und Surf. Das machen sie ganz hervorragend, sodass schließlich das kleine feine Label Kleine Untergrund Schallplatten auf sie aufmerksam wurde und die Debüt Ep „back to the coast“ veröffentlichte. Schönes Debüt!

https://desertsouls.bandcamp.com/

(vk)

Sanity Commission – Healthy Music For Insane People

Viel gibt es nicht über die Band „Sanity Commission“ herauszufinden, die 1983 lediglich ein Tape herausbrachte. Scheinbar waren sie ein Quartett und stammten aus den Niederlanden. Ihre Musik ist Post Punk mit hier und da Minimal- bzw. Synthpopelementen angereichert. Das Tape gibt es in dürftiger Qualität auf einigen Blogs zum Herunterladen. Das wär doch mal was, das zu überarbeiten und auf Vinyl zu veröffentlichen. Schon allein wegen dieses Songs:

P.S.: Dank an Anna für den Tipp!

(vk)

Beautify Junkyards – Cosmorama

Bald drei Jahre ist das letzte Album „the invisible world of…“ des Hippie Psych Kollektivs aus Portugal alt. Nun melden sie sich mit dem inzwischen vierten Album zurück. Moderne Sounds rücken wieder mehr in den Hintergrund. Dafür wird es spacig, 60s-stylig. Folk Elemente treffen auf bisweilen experimentelle Einsprengsel. Bislang gibt es nur Snippets zu hören. Die machen aber neugierig auf „cosmorama“.

(vk)

Die Zwei ?? ‎– Untitled

Das Projekt „Die Zwei ??“ ist ein gutes Beispiel für ein Seitenprojekt, das besser ist, als die Hauptband – in dem Fall „File Not Found“ bzw. „We.“. Alle drei Projekte bestehen aus denselben zwei Herren. Alle drei Projekte bewegen sich zwischen Minimal und Synth Pop. Die einzige 7″ von „Die Zwei??“ klingt nach früh 80er Tape Musik und weiß wohl gerade deswegen zu begeistern. Ob es da vielleicht noch mehr Aufnahmen in dem Stile gibt?

(vk)

Schonwald – Abstraction

Das italienische Duo „Schonwald“ ist nach drei Jahren Pause mit dem inzwischen fünften Album zurück. Die verstrichene Zeit verwundert insofern, dass der Band Sound nahtlos an dem des Vorgängeralbums „night idyll“ anschließt. Immernoch treffen verhallter Gesang und flächig düstere Gitarren auf einen wavigen Synth-Hintergrund. Wenn man die Band in den letzten Jahren verfolgt hat und dann das ein oder andere Album gekauft hat, stellt sich allerdings die Frage nach dem Kaufargument bei einer schlicht unveränderten Forführung dessen, was die beiden seit vielen Jahren machen. Andererseits haben sie ihr Niveau gehalten. Das liegt dann wohl im Auge von Betrachterin bzw. Betrachter.

(vk)

My Pierrot Dolls – The Haunting

„My Pierrot Dolls“ gründeten sich 1981 und existierten bis 1985. In der Zeit brachten sie eine 7″ und einige Samplerbeiträge heraus – u.a. für die gesuchte „subtle hints“ Zusammenstellung von 1983. Das Label Dead Wax aus Barcelona, das sich in den letzten Jahren des öfteren als regelrechter Trüffelfinder entpuppte, bringt nun eine LP mit allen professionellen Aufnahmen der Band heraus. Dabei sind die 7″ „end of an rea“ sowie auch die Samplerbeiträge. Remixe und Unveröffentlichtes erweitern „the haunting“ auf 10 Tracks. Interessant, wie sich die Band zunehmend weg vom minimalen Synthie Sound hin zu einem düstereren Gitarrensound entwickelte.

(vk)

Alles – Lost

Das polnische Duo „Alles“ ist schon ein wenig seltsam. Es begann 2014 mit durchaus tanzbarem Minimal Synth, fügte bei den folgenden Alben Experiment und Pop gleichermaßen hinzu und macht eine Kategorisieren fast unmöglich – die Band damit gleichzeitig spannend. Zwei Jahre nach dem letzten Album „hope“ kündigen sie nun mit „lost“ ihr viertes Album an. Der erste Track davon machts einem mit der Beschreibung wieder nicht einfach. „kończę“ beginnt beinahe ambientartig und flächig, entwickelt sich dann aber. Nach beinahe vier Minuten kommt so etwas wie ein Beat und der Song wird konkreter. Seltsam, ja…

(vk)

Fragrance. – Crisis

„Fragrance.“ ist Matthieu Roche aus Paris. Sein Debüt Album „now that i’m real“ hat mit seinem tanzbaren Synth Wave Pop im letzten Jahr einen gewissen Hype erfahren. Auch wenn hier eigentlich alles gut gemacht war, hat mich das Album nie so richtig begeistern können. Vielleicht weil es ein wenig arg cheesy poppig geraten war. Nun gibt es den ersten neuen Track. Der ist ein echter Ohrwurm und funktioniert deutlich besser als das Album. Wieso? Ich kanns euch nicht sagen…

(vk)

Forever Amber – The Love Cycle

Manche Bands erleiden ein tragisches Schicksal. So auch die britische Band „Forever Amber“, die nur ein Album veröffentlichte. Aus Mangel an Mitteln taten sie das in Eigenregie im Jahre 1969. Laut Discogs gab es nur 99 Exemplare – um Steuern zu sparen. Kurz nach Release kam der Split. Seither entwickelte „the love cycle“ einen legendären Ruf unter Fans britischer 60er Psychedelic. Das Original wird gerne gut vierstellig gehandelt. Bei Discogs wurde ein Exemplar für über 5.000 Euro verkauft. Es gab diverse inoffizielle Wiederveröffentlichungen. Aber es sollte bis 2007 dauern, bis es zu einer ersten regulären Wiederveröffentlichung kam. Die ist aber inzwischen auch schon recht hochpreisig. Daher dürfen sich nun Fans dieser legendären Platte freuen: Soeben ist auf Guerssen eine aktuelle Version des Albums erschienen.

(vk)

Troum – Vorbei Der Tod

Die Bremer Band ist seit über 20 Jahren aktiv und hat sich sogar weltweit einen Namen mit ihrem ritual Drone gemacht. Dass sie noch aktiv sind, wusste ich nicht, hatte ich sie doch etwas aus den Augen verloren. Ein Blick auf Discogs verrät, dass die beiden Herren sogar überaus aktiv sind und insgesamt etwa 25 Alben veröffentlicht haben. Gerade erschien ihr neuestes Werk „vorbei der tod„.
Hier entwickeln sie ihren Sound weg vom ritual hin zu digitalem dark ambient. Das funktioniert besonders gut, wenn das Geräuschhafte des Drone wie in „symmetrization“ oder „ein-bewußt“ hervortritt. Dann zeigen „Troum“ ihre Stärke: Klang-Soundcollagen, die bemerkenswert emotional wirken. Keine Alltagsmusik. Aber Musik, in der man versinken kann.

(vk)