Fabienne Delsol – Indigo Red

Seit über 25 Jahren beschert uns die Wahl Britin Fabienne Delsol feine Musik mit deutlichem 60s Flair und ganz viel Pop. Zu Beginn war sie als Teil der „Bristols“ noch etwas garagiger unterwegs, um sich ab 2004 endgültig dem Pop zuzuwenden. Das gerade erschienene „indigo red“ ist ihr fünftes Solo Album und das erste seit 2019. Alles wie gewohnt im Delsol Universum. Man hat aber das Gefühl, dass die Stücke nun abwechslungsreicher und reifer sind. Das steht Delsols Musik ausgezeichnet. Garage meets Psychedelic meets Sunshine Pop. Gut, dass sie wieder da ist!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Haruomi Hosono, Shigeru Suzuki, Tatsuro Yamashita – Pacific

1978 veröffentlichten die drei Japaner Haruomi Hosono, Shigeru Suzuki und Tatsuro Yamashita zusammen die Platte „pacific“. Die ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Wie der Titel andeutet geht es hier um Exotika als zentrale Musik. Allerdings vermengt mit einerseits dem Spät 70er Yachtrock-Elementen und Porgrock-Elementen. Das Ergebnis ist zwar extrem cheesy, aber auch richtig gut! Entsprechend ist die Vinyl Version begehrt und teuer. Selbst die Reissues bringen heute Preise ab 80 Euro. Umso erfreulicher, dass das italienische Bootleg-Label Victory noch recht frisch ein liebevolles Bootleg herausgeracht hat. Klanglich gut plus solides Artwork und mit Beilage. Günstige Alternative zu den anderen gesuchten Pressungen.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Portion Control – 1983-86 – Hit The Pulse To Purge…

Die britische Band „Portion Control“ dürft den meisten für ihren Beitrag zu Minimal und beosnderscEBM bekannt sein. Spannend sind dabei die beiden Compilations von Vinyl On Demand, die das Frühwerk der Band zusammenfassen. Die sind allerdings vergriffen und gesucht. Artoffact veröffentlicht im August mit „1983-86 – hit the pulse to purge…“ eine 4 CD Box mit Tracks aus den Jahren 1983-86. Soweit so spannend. Leider ist die korrespondierende Vinyl Version eine einfache LP mit lediglich einer Auswahl der Stücke. Da hätte man sich vielleicht auch eine Box gewünscht. In jedem Fall dennoch ein spannendes Release.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Korpus Kristi – Stadt Der Blauen Eier (Selected Recordings And Rarities 1980-1981)

Die kurzlebige Band „Korpus Kristi“ ist zu unrecht etwas in Vergessenheit geraten. Dabei waren Mitglieder der Band durchaus erfolgreich aktiv bei „Schulsport“ und „Die Radierer„. Hier soll es jedoch um die von 1980-81 aktive Band „Korpus Kristi“ gehen. Die machten Untergrund Punk wie man ihn von Bands wie „S.Y.P.H.“ her kennt. Sperrig, punkig, aber voller interessanter Ideen. Das macht sie nämlich besonders: Die Stücke sind überraschend ausgefeilt. Mal gibt es ein Saxophon oder unerwartete Wendungen in den Tracks. Viel zu schade, um vergessen zu werden! Tapete veröffentlicht daher im Oktober eine Zusammenstellung von Single Tracks und einigen Album Stücken von dem großartigen, selbstbetitelten Debüt, ergänzt um einige Raritäten. Schönes Ding und unbedingte Empfehlung!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Ella Fitzgerald – Live At Falkoner Theatre Copenhagen, 6th February 1966

Die Grande Dame des Jazz Ella Fitzgerald bedarf keiner weiteren Vorstellung. Allerdings ist es bemerkenswert, dass auch noch 30 Jahre nach ihrem Tod noch „neue“ Platten erscheinen. In diesem Fall ein Radiokonzert, das Fitzgerald 1966 in Kopenhagen gegeben hat. Damit gehört die Aufnahme eher zu ihrem Spätwerk. Lange galten die Aufnahmen als verschollen, wurden aber doch wiederentdeckt und erscheinen morgen erstmals(!). Die Stücke bewegen sich zwischen klassischem Jazz, Bigband Sound und sogar Exotica. So sind die zehn Stücke recht abwechlsungsreich. Und wie gewohnt fesselt allein Fitzgeralds Stimme von Minute eins. Tolle und komplett zeitlose Musik!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Team Dresch – Furthermore

Die US Band „Team Dresch“ wurde in unseren Landen vor allem dadurch bekannt, weil „Tocotronic“ ihnen den Song „die sache mit der team dresch platte“ widmeten. Das war vor 30 Jahren. Und übrigens ebenso erschien in dem Jahr das zweite und bis dato letzte Album der Band. Im September ändert sich das. Dann erscheint nach 30 Jahren Pause mit „furthermore“ Album Nummer drei. Ihre Musik nannte sich Queercore. Damals klang das wie viele aus den Grunge Trümmern erstandene Bands: „Belly“, „Sleater Kinney“ usw. Das neue Album schließt zwar daran an, ist aber nicht nur viel besser produziert, sondern überzeugt auch mit ausgereiften Arrangements und neuen Einflüssen wie Dreampop. Das alles funktioniert besonders gut, wenn es etwas wilder zugeht wie bei „last one at the party“. Überraschendes Comeback einer Band, deren Dringlichkeit heute noch immer gebraucht wird! Bisher gibt es die Single zu hören und es bleibt zu festzustellen, dass das Album deutlich bessere Tracks im Angebot hat. Stark!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Hausverbot – Farbe Plakate

Was aus einer Schnapsidee alles werden kann… Im November erschien die „Hausverbot“ Debüt EP „befristet“ in kompletter Eigenregie. Es meldeten sich Labels mit Interesse. Auf dem diesjährigen Waveteef Festival folgte dann die „Hausverbot“ Live Premiere. Nun gibt es die neueste 7″ auf dem Nancy Label aus dem Kernkrach Kosmos. Die Vinyl Variante ist hier erhältlich. Digital bekommt ihr die beiden Songs auf der Band-eigenen Bandcamp Seite und zwar hier. Und die Musik? Die ist roh und ungeschliffen wie gewohnt. Aber etwas repetitiver. Also etwas anders als die EP. Aber hört selbst:

https://hausverbot.bandcamp.com/album/farbe-plakate

(vk)

Moß Garten – Sekvensstyrd 1981-1986

„Moß Garten“ ist eine schwedische Band, die in der 80ern aktiv war und Synthpop produzierte. Damals veröffentlichte sie nur eine 4-Track EP. Etwas mehr Aufmerksamkeit erhielten sie, als 2012 auf Domestica eine Compilation mit ganzen 12 Tracks der Band und mit ihren Tracks unter dem Namen „Vildsvanen“ erschien. Die Musik ist dabei zu sperrig für Synthpop und zu poppig für Industrial. So entwarfen sie einen ganz eigenen Stil. Das wunderbare Label Anna Logue Records hat nun eine Doppel LP veröffentlicht und die bekannte Zusammenstellung auf ganze 25 Tracks erweitert. „sekvensstyrd 1981-1986“ lohnt sich! Schönes Album, das man sich vielleicht ein wenig erarbeiten muss. Dann lassen einen „Moß Garten“ aber nicht mehr los!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Egoexpress – A Piece Of Action

Kennt noch jemand das Hamburger Duo „Egoexpress“, das vor allem um die Jahrtausendwende sehr angesagt war mit seinem schrägen Entwurf von damaligen Clubsounds? In der Zeit von 1996-2005 veröffentlichten sie drei Alben und etliche Singles. Beide sind längst in anderen Projekten aktiv. Mense Reents ist bereits seit 2006 festes Mitglied der „Goldenen Zitronen“. Zurück zu „Egoexpress“: Deren Sound klingt mit heutigen Ohren zwar sehr digital, aber fügt sich bestens in das 90s Revival ein. Passend dazu erschien bereits Ende 2025 die Zusammenstellung „a piece of action“ – ein Querschnitt durch alle Phasen ihres Schaffens. Wo mich die Musik zugegebenermaßen ein wenig genervt hat, als sie neu war, muss ich feststellen, dass die Tracks charmant gealtert sind. Man muss sich nur drauf einlassen. Denn zu entdecken gibt es viel, so vielseitig sind sie. Klar atmen sie den Zeitgeist inkl. „Daft Punk“ Anleihen. Aber wenn Euch das nicht stört, sei die Zusammenstellung unbedingt empfohlen. Mit dabei auch ihr von Dirk von Lotzow gesungener Überhit „weiter“:

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Christophe Clébard – Le Futur C’est La Drogue

Der belgische Künstler Christophe Clébard ist schon seit über zehn Jahren aktiv. Seine eigenwillige Synthie Musik voller Ecken und Kanten war bisher etwas ziellos. Mit dem neuen Werk „le futur c’est la drogue“ ändert sich das. Hier orientiert er sich musikalisch an spannenden Synths Acts kurz nach der Jahrtausendwende. Irgendwie krude ist sein Sound immer noch, aber nun meint man einen roten Faden auszumachen. Zudem fallen hier und da sogar so etwas wie hittige Tracks ab… Gelungenes Album mit sehr eigenen Ideen!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)