Buzz Kull – Deep Hate

Neues von dem Australier „Buzz Kull“ mit seinem extrem tanzbaren Dark Electro, der zusammen mit „Kontravoid“ geradezu einen Stil geprägt hat. Vier Jahre ist sein letztes Album her. Das verwundert nicht wirklich, wenn man weiß, dass Marc Dwyer aka „Buzz Kull“ in den letzten Jahren gefühlt endlos auf Tour war. Nun also eine EP mit vier neuen Tracks und vier Remixen. Auf „deep hate“ versucht Dwyer, neue Wege zu gehen: Neue Gesangseffekte, Elemente von „Depeche Mode“ und „Nine Inch Nails“. Allerdings traut er sich nicht genug, möchte man sagen; denn die Tracks heben sich am Ende doch zu wenig vom bisherigen Releases ab. Das war er kann, kann er. Aber das hat man alles zu oft so gehört… Mal sehen, wie das Album wird.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Sun Ra – Exotica

Über den unglaublichen (Jazz/Funk/Fusion/Experimental-)Musiker „Sun Ra“ mit seinem ebenso unglaublichen Output braucht man sicher nicht mehr viel Worte zu verlieren. Allein bei Discogs werden für ihn 195 Alben aufgeführt – und da sind seine etlichen Bands noch nicht mit eingezählt! Allerdings ist es auch schwierig, sich einem solch umfangreichen Werk zu nähern. Besonders wenn viele der expmerimentellen Platten schwierig zu konsumieren sind. Das führte zu Compilations wie „exotica„, die „Sun Ra“ Tracks zusammenfasst, die zu dem Überbegriff passen. Überraschend ist, dass der Meister tatsächlich auch Exotica im Stile des großen Martin Denny im Repertoire hatte. Die drei LPs bzw. zwei CDs umfassen dabei bekannte und unbekannte Tracks sowie sogar ganze sechs unveröffentlichte! Als Einstieg in das „Sun Ra“-Universum eine gute Hilfe! „exotica“ ist bereits 2017 erschienen, war schnell vergriffen und ist nun wieder erhältlich.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

ÖPNV – +4917635713990

Etwas verspätet habe ich 2024 das Debüt von „ÖPNV“ entdeckt. Im Januar ist das zweite Album des Berliner Kollektivs erschienen. Seltsamer Titel. Wem die Nummer wohl gehört? (nein, ich habe das nicht ausprobiert…). Wo das Debüt noch klassischen Früh-80er Underground geboten hat, sind auf „+4917635713990“ die 80er zwar nicht fern. Aber hier geht es modern drängend nach vorne. Der Gesang erinnert nun an Hamburg „Ernst Leben“. Sicher kein Fehler. Wie sagt man so schön: Immer auf die Glocke. Runde Sache!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Poeme Electronique – The Echoes Fade

Die britische Band „Poeme Electronique“ war zwar im wesentlichen in den 80ern aktiv, hat damals aber nur eine 7″ veröffentlicht. Eine breitere Bekanntheit erreichte sie 2009 durch die Doppel LP „the echoes fade“ auf Anna Logue. Das war eine Zusammenstellung von Tracks aus den Jahren 1981-83. Die Musik ist Minimal/Synthpop auf allerhöchstem Niveau – irgendwo zwischen „OMD“ und „Soft Cell“. Allerdings mit Frauengesang. So verwundert es nicht, dass sowohl CD als auch die Doppel LP schnell vergriffen waren. Die LP ist inzwischen gut dreistellig auf einschlägigen Plattformen. Jetzt hat Anna Logue eine limitierte Neuauflage für dieses Jahr angekündigt! Juhu!

https://youtu.be/d64yehVayHA?si=f_IabSEeEuzDq-AJ

(vk)

A.S. Fanning – Take Me Back To Nowhere

Im März erscheint mit „take me back to nowhere“ das mittlerweile vierte Alben des Wahl-Berliners A.S. Fanning. Zugegebenermaßen ist der Künstler bislang an mir vorbeigegangen. Hannovers E.T. hat mich darauf gebracht. Die Musik ist im weitesten Sinne melancholischer Pop. Ich dachte an „Jonathan Bree“ in ruhig, E.T. an „Get Well Soon“. Beides tolle Referenzen. Die Musik ist ruhig, verhalten und wird durch Fannings sonore Stimme zusammengehalten. Tatsächlich scheint er bis zu diesem Album gebraucht zu haben, um dieses Level zu erreichen. Wo die ersten beiden Alben waren noch etwas gewöhnlich. Auf dem 2023er Album „mushroom cloud“ entwickelte er zwar seinen aktuellen Stil. Aber erst auf dem neuen Album hat er ihn perfektioniert. Aber wer weiß, was da noch kommt…

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Art Programming – Art Programming

Das deutsche Duo „Art Programming“ oder auch „Art P“ veröffentlichte 1983 und 1985 jeweils ein Album. Das 85er Album ist nicht so spannend, wurde aber bereits wiederveröffentlicht. Die Frühzeit des Projektes ist sehr viel aufregender. Hier entstand das bereits 2023 erschienene „genscher pull’n’push“ – übrigens zeitgleich mit dem obskuren „der böse osten“ von „Die Synthetische Republik“, das sich auch auf unseren „sowas von egal“ Samplern findet. Warum ich das erwähne? Einfach weil die Hälfte von „Art P“ „Die Synthetische Republik“ war. Das kann man auch hören, auch wenn „Art P“ deutlich tanzbarer ist. Das selbstbetitelte Debüt erschien 1983 nur als Tape. Remastered erscheint es im März nun erstmals als LP. Feinster Tape-Synths-Sound ist das. Auf 300 Exemplare limitiert – da sollte man wohl schnell zuschlagen!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Damaged Bug – ZUZAX

„Damaged Bug“ ist das Alter Ego von „Thee Oh Sees“‚ John Dwyer. Seit 2014 hat er unter dem Namen vier Alben herausgebracht. Gerade der Erstling „hubba bubba“ war ein spaciger Sturm durch die Musikgeschichte. Auf dem Cover fanden sich Anspielungen auf Legenden wie Brian Eno und die „Silver Apples“. Seit 2020 kam nichts mehr. Für März ist das neue Album „zuzax“ angekündigt. Der erste Song daraus wartet zwar mit dem üblichen Klang auf, gibt sich aber ausgesprochen poppig. Mal sehen, was das Album so kann…

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Laibach – Musick

Ok, ein neues „Laibach“ Album ist in jedem Fall immer etwas Besonderes. Ganz gleich, was man am Ende davon hält. Allein das letztjährige Album „alamut“ ist in vielerlei Hinsicht so besonders, dass man seitenweise dazu schreiben könnte. Die Musik war spirituell – die Aussage dahinter vielschichtig. Nun haben die Slowenen den (Bubblegum)Pop für sich entdeckt und haben ein Album geschaffen, das so poppig sein soll, wie es irgendwie im „Laibach“-Kosmos möglich ist. Die Vorabsingle „allgorhythm“ belegt das eindrucksvoll: Der Track beginnt mit an „Pet Shop Boys“ „go west“ erinnernden Synthieflächen. Dann setzt der bekannte Sprechgesang ein – voller ironischer Spitzen: „there is a lot of talking when laibach drop a song…“. Es folgt purer 90s Eurodisco inkl. passender Frauenstimme. Alles immer irgendwie gebrochen. Mal mit an „opus dei“ gemahnende Percussions. Ein wilder Ritt! Und ein Orhwurm obendrein!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Martin Denny – Exotica Vol. 3

Martin Denny ist einer der ganz großen Namen, wenn es um Exotica der 50er und 60er Jahre geht. In mancherlei Hinsicht hat er das Genre sogar geprägt wie kein anderer. Damals veröffentlichte er massig Alben. Allein von 1957 bis 1966 allein 24! Die meisten wurden auch massenhaft gepresst. Daher gab es bis vor nicht allzu langer Zeit gar keine Neuauflagen der Platten. Allerdings verschwinden immer mehr der alten Platten oder sind aufgrund ihres Alters in bemitleidenswertem Zustand. Daher hat das US Label Jackpot begonnen, nach und nach die Alben wiederzuveröffentlichen. Aktuell ist „exotica vol.3“ an der Reihe – im Original aus dem Jahr 1959. Die Neuauflage wurde von den originalen Bändern erstellt. Schöne Sache, diese Musik ohne das sonst für solche Platten übliche Gerumpel und Gerausche zu haben! Musikalisch gibt es genau das, was man erwartet: Exocita mit spannenden Harmonien, Vibraphon und seltsamen Percussions. Da kann der Sommer kommen…!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Rob Zabrecky – Seance! With Zabrecky

Rob Zabrecky ist ein US-amerikanischer Songschreiber, Schauspieler und: Magier. Seine Kunst ist immer auf eine gewisse Art obskur. So verbindet er seine Magie als Mentalist mit schwarzem Humor. Bereits 2022 veröffentlichte er die Ep „seance! with zabrecky“. Zu hören gibt es bizarre Soundscapes plus Spoken Words vom Meister selber. Und tatsächlich hat das Ganze etwas. Wer offen für leicht mystische Klangsphären ist, kommt hier auf seine/ihre Kosten. Gerade wurde die EP wohl nachgepresst; denn nun ist sie wieder neu erhältlich.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)