I’m Your Stalker – Hollow EP

Spannendes Projekt! „I’m Your Stalker“ ist das Alter Ego der Dresdener Band „Dry Skin“. Die ersten Aufnahmen stammen laut Discogs gar aus dem Jahr 2007! Ihre Debüt EP „hollow“ stammt hingegen aus dem Jahr 2021. Und mit Bedauern muss man feststellen, dass es seither keine Releases mehr gab; denn die vier machen eine seltsame Art Postpunk, die an britische Musik aus der Zeit um 1980 erinnert. Die sieben Tracks sind mal gitarrig-groovig. Oder auch mal elektronischer. Ihre Cover Version von „Echo & The Bunnymen“s „killing moon“ passt da bestens ins Bild und ist richtig gut gelungen. Bis es weitere Releases gibt, könnt Ihr Euch aber auch mit der noch recht frischen „Dry Skin“ Ep „dead wood“ trösten.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Sharp Pins – Electric My Icebox

„Sharp Pins“ ist Kai Slater aus Chicago plus Backing Band. Seit 2023 ist er aktiv und hat unter dem Namen schon mehrere Alben veröffentlicht, die mich aber nicht so richtig überzeugt haben. Anders scheint es nun mit dem für Januar angekündigten Album „electric my icebox“ zu sein. Denn bei den ersten beiden zu hörenden Songs schimmert deutlich Syd Barrett durch. Ganz so wie es 2013 bei dem Niederländer Jacco Gardner war. Gutes Songwriting trifft auf psychedelische Effekte und viel Liebe fürs Detail. Hoffen wir, dass Slater das Niveau auf Albumlänge halten kann.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Uncle Acid And The Deadbeats – Nell‘ Ora Blu

Diese Platte ist schon zwei Jahre alt, aber erst jetzt bin ich erst darüber „gestolpert“. Die britische Formation „Uncle Acid And The Deadbeats“ ist eher als End-60er/Anfang 70er Psychrock Band bekannt. Hier aber haben sie versucht, einen 70er Italo Horror Soundtrack aufzunehmen. Und das ist ihnen tatsächlich richtig gut gelungen. Irgendwo zwischen Easy Listening und „Goblin“ Sountracks ist das Ergebnis zu verorten. Leider ist die Platte nur noch für irre Preise zu haben. Schade! Na vielleicht gibt es ja mal eine Neuauflage.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Rue Oberkampf – Wehmut

Gerade hat das Münchner Duo „Rue Oberkampf“ die empfehlenswerte Singles Compilation veröffentlicht, da legen sie nun mit dem ersten richtigen Album seit zwei Jahren nach. Dabei ist Name Programm: „wehmut„. Dazu gleich mehr. Tatsächlich haben sich die beiden merklich weiterentwickelt. Weg von clubbigen Beats hin zu sphärischen Sounds. So findet sich lediglich ein Track („blanc poney“), der halbwegs im Club funktionieren könnte. Beats finden wenig und wenn dann nur als Beiwerk statt. Die Stücke sind melancholisch und sehnsüchtig. „wehmut“ passt da perfekt als Klammer. Man denkt an „Dead Can Dance“ zu „wthin a realm of a dying sun“-Zeiten oder an die seit kurzem wieder aktive „Hante„. Bei „sonne“ höre ich sogar ein wenig „Pet Shop Boys“‚ „it couldn’t happen here„. Das alles sind dabei lediglich Anklänge. „Rue Oberkampf“ klingen immernoch nach „Rue Oberkampf“. Erfreulich fällt eine angenehme Vielseitigkeit in Julia de Jouys Gesang auf. Und im Abschlusstrack gibt es sogar eine Akustikgitarre zu hören. Gewagtes, aber wirklich gelungenes und schönes Album!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Alexis Jae – Freestyle Fantasy Vol. 3

Kennt ihr noch Freestyle oder auch Latin Freestyle? Das war die 80er Musik u.a. aus Florida – entstanden aus Breakdance -, die damals aktuelle Synthmusik mit diversen Elementen verband. Bekanntester Vetreter war sicher „Shannon“s „let the music play“. Nun schickt sich eine junge Generation von Musiker*innen an, Freestyle wieder aufleben zu lassen. Eine davon ist „Alexis Jae“. Die New Yorkerin verbindet geschickt zeitgenössische Musik und Produktion mit dem Vibe der 80er Tracks. Das klingt zwar etwas steril und erinnert an Releases des Labels Italians Do It Better. Trotzdem hat das irgendwie was… Gerade ist das neue Album „freestyle fantasy vol. 3″ erschienen…

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Karen Black – Dreaming Of You

Manchmal entdeckt man großartige Musik dadurch, dass andere Stories bei Instagram mit einem Artist unterlegen. So geschehen mit Karen Black, die ich dadurch entdeckte, dass „Current 93″s David Tibet eine Instagram Story mit ihrer Musik unterlegte. Tatsächlich war Black weniger Musikerin als Schauspielerin – bekannt u.a. durch Filme wie den 60er Klassiker Easy Rider. In den 70er nahm sie allerdings auch Musik auf. Die entdeckte Cass McCombs und veröffentlichte 2009 einen Song mit ihr. Das Release ihrer Musik als Album erlebte Black selber nicht mehr: Sie verstarb 2013 im Alter von 74 Jahren. 2021 erschien dann eine Zusammenstellung von Aufnahmen aus den Jahren 1971 bis 1976. Und die Musik selber: Die ist fragiler, dunkler Folk wie man ihn von Vashti Bunyan oder MArgo Guryan kennt, nur dass Karen Black eine ganz andere Stimme hat. Das Album klingt trotz der Zeitspanne, aus der die Stücke stammen, überraschend homogen. Einige Stücke sind sehr kurz und fragmentarisch. Das ändert nichts an der Intensität von „dreaming of you„. Allgemein scheint das Release wenig beachtet worden zu sein; denn man bekommt die LP plus 7“ immernoch problemlos. Hört Euch das unbedingt mal an!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Blue Subconsious – Imposter Sea

Gerade ist das kleine neue Label Poly Horror Records in Athen enstanden. Ziel ist es, Musik mit Horror-Bezug veröffentlichen. Sei es Horrorpunk oder Synthie-Musik. Alles Underground, alles – wenn überhaupt physiosch erhältlich – in kleinen Stückzahlen. Klingt spannend. Den Anfang macht das Projekt „Blue Subconsious“ (Μπλε Υποσυνείδητο) mit dem Album „imposter sea“ (Κάλπικη Θάλασσα). Es erscheint am 22. Oktober und wird als auf 20 Exemplare limitiertes Tape erscheinen. Ich vermute „Tango Mangalore“ hinter Label und erstem Release. Möge er viel Erfolg damit haben. Die ersten zwei anhörbaren Stücke von „Blue Subconsious“ sind jedenfalls schöner verträumter, instrumentaler Synths Sound.

https://polyhorrorrecords.bandcamp.com/album/imposter-sea

(vk)

Maston & Greg Foat – Moving Images

Kennt noch jemand „Maston“, der 2013 zur Hochzeit des Label Trouble In Mind ein wunderbares Neopsychalbum im Stile von Jacco Gardner veröffentlichte? In der Zwischenzeit war er nicht untätig und hat seither vier Alben veröffentlicht. In diesem Jahr erschien dann „moving images“ zusammen mit dem Analog-Spaceage Fan Greg Foat. Die 60er lassen die beiden hinter sich und sind in den 70ern gelandet. Zwischen Soundtrack und Synthsscapes jener Zeit bewegen sich die instrumentalen Tracks. Das lässt gern an „Air“ denken. „moving images“ ist ein wunderbar entspanntes Album. Perfekt für stressige Zeiten wie diese.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

The Love Variants – Life Of Riley

Mit „The Love Variants“ aus Austin, Texas hat mal wieder eine Entdeckung von Jeff den Weg in meinen kleinen Blog gefunden. Viel gibt es nicht über die Band zu erfahren. Ihre Musik soll wohl für sich stehen. Passt! Denn die vier machen eine jangly Mischung von Postpunk und Neopsych. Wie frisch aus den 80ern hergebeamt. Schönes Album! Bleibt zu hoffen, dass es auch eine Vinylversion geben wird.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Abfall – Diverses…

Der Musiker „Adam Usi“ scheint in der letzten Zeit seinen Fokus auf sein Alter Ego „Abfall“ zu legen. Seit Anfang des Jahres veröffentlicht er regelmäig unter dem Namen einzelne Songs, eine EP und ein Album, das wiederum neue und bekannte Tracks zusammenfasst. Die Musik ist angenehmer, klassischer Minimal. Der Gesang geht in Richtung Neue Neue Deutsche Welle. Alles hat was sehr Spontanes und Lebendiges. Das ist nicht immer rund, aber dennoch sind einige echt starke Tracks dabei. Checkt „Abfall“ unbedingt hier mal aus!

Charmant ist bei dem Video, dass er auch Schnipsel von der alljährlichen Synth Robots Dance Invasion in Leipzig mit eingebaut hat…

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)