Im letzten Jahr lieferte der Japaner Rikinari Hata auf Objet Trouvé ein starkes Album ab. Nun legt er mit der der neuen 4 Track Ep „turncoat“ nach. Wo sich der Titeltrack noch beinahe poppig, aber repetitiv gibt, besteht der zweite Track auf einmal eher aus Sound-Collagen. Track drei ist krautig und der letzte ist irrer Synthpunk. Beeindruckend, was man so alles auf einer kurzen Ep unterkriegt…
Neues von „Crush Of Souls“ aka Charles Rowell, der letztes Jahr mit dem Album „lézire“ überraschte. Der Erfolg blieb aus. Zu verwirrend waren seine Tracks, die sich so gar nicht kategorisieren ließen. Auf „captive youth“ gibt er sich ein wenig gelassener. Die Tracks sind auch clubtauglicher. Vielleicht stellt sich bei dieser speziellen 80s/Synth Melange nun der verdiente Erfolg ein!
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Die legendären „Pixies“ bedürfen keiner Vorstellung. Und schließlich sind sie ja auch seit bald 15 Jahren wieder aktiv. Aber Grundlage ihres Status‘ ist ihre erste Inkarnation in der Zeit von 1987 bis 1991. Spannend waren auch immer ihre Single-B Seiten. Daher gab es bereits 2001 eine Compilation dazu. Die ist nun erstmals auf Vinyl erhältlich und auch noch um sechs Live Tracks erweitert, die einmal mehr belegen, was für eine großartige Live Band die „Pixies“ damals waren. Und die B-Seiten stehen den Alben in Nichts nach. Indierock im allerweitesten Sinne trifft auf irre Ideen mit vielen Ecken und Kanten. Tatsächlich gibt es wohl bis heute keine Band, die so klingt. Von daher ist diese Veröffentlichung erfreulich, fügt sie den regulären Alben quasi ein weiteres hinzu.
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„lonely fire“ ist das erste Album des japanisch-stämmigen Nao Katafuchi seit sieben Jahren. Dabei war das Album im Prinzip schon vor drei Jahren fertig – so schreibt Katafuchi auf seinen Social Media Kanal. Es folgten Überarbeitungen. Nun liegt es endlich vor. Hier geht der Künstler neue Wege. Weniger am Club orientiert als noch „stahlgrau„, finden sich hier verspielte Melodien. Und dennoch hat man das Gefühl, dass das hier vor allen Dingen den 80ern und einer tiefen, düsteren Emotionalität folgt. Dadurch muss man sich „lonely fire“ ein wenig erarbeiten. Aber es lohnt sich. Starkes Album! Ach und als Gast ist dieses Mal „Madmoizel“ dabei, die mit ihrem unkonventionellem Gesang „love and superstitions“ noch eine weitere msysteriöse Ebene verleiht. Tolles Album! Digital bei Bandcamp erhätlich und als limitierte LP ab morgen bei Kernkrach.
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Neues von dem Australier „Spiritual Slum„. Auf dem neuen 7-Track Mini-Album „the disappointment“ gibt er sich deutlich experimenteller und kantiger als noch auf dem letzen Album, das beinahe poppig-eingängig war. Das zeichnet sich wohl die Titel gebende Enttäuschung für verantwortlich. Düstere kalte Sounds und unegwöhnliche Arrangements machen die Tracks ungewöhnlich. Bei einem Track ist auch wieder die Dungeon Synth Legende „Warlock Corpse“ dabei. Bis gibt es „the disappointment“ nur digital zum name your price.
Beinahe sechs Jahr ist es her, dass Teil eins der Sampler Reihe zu dem deutschen Techno Unterground Label Boy Records erschienen ist. Gerade ist der zweite Teil erschienen und bietet – wie der Titel vermuten lässt – einen weiteren tiefen Einblick in den Backkatalog des Labels, dessen Releases schon mit Sounds des späteren Eurodance hantieren und dennoch cluborientiert sind. Viel New Beat und Acid Vibe. Einige neuere Stücke klingen schon nach frühen „Prodigy“ oder dem bekannten Kompakt Sound. Alles dabei. „boy records – timeless technology 2 1989-1993“ erscheint wie schon Teil eins als 4-LP Box und digital. 30 Tracks, die wirklich Spass machen!
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So sehr das hier sicher Geldmacherei ist, so sehr ist es trotzdem ein spannendes Release. Am 25. September erscheint eine 14 CD plus 2 DVD Box von „Joy Division“, die alle Live Aufnahmen der legendären Band umfassen soll. 16 Konzerte auf 14 CDs. Dazu das, was es in Bild und Ton von Auftritten gibt auf DVDs. Da die Live Versionen der Stücke oft sehr anders sind als auf den Studioalben und obendrein stark von der Tagesform der Band abhingen, ist das sicher ein hochspannendes Dokument. Mit dabei auch das allerletzte Konzert der Band. Vieles soll bislang unveröffentlicht sein. Allerdings warnt das Label selber: “audio quality across these sources varies widely. Most of the audience recordings sound exactly like what they are – recorded by a fan in the crowd – and multiple concerts have been widely bootlegged”. Gut, das kennen wir ja schon von diversen Bootlegs. Aber das alles mal überarbeitet und zusammengefasst… Präsentiert werden die CDs/DVDs im 12″ Format und mit einem 16-seitigen Heft. Bisher scheint keine Vinylversion geplant zu sein.
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Das US-amerikanische Duo „Odor Eater“ ist seit 2020 aktiv und hat seither zwei Eps zwischen Minimal, Tape Sounds und Synthpop veröffentlicht. Ganz rund. Aber immer mit der gewissen Sperrigkeit, die das dann charmant gemacht hat. Die Eps gibt es als Tape oder zum name your price hier. Im Juli erscheint dann das erste Album – dann auch auf Vinyl und dann auch hier erhältlich. Davon gibt es bisher einen Song zu hören, der deutlich fetter produziert ist. Mal sehen, wie das auf Album-Länge wird. Hoffentlich geht das nicht auf Kosten ihres Chames. „nightcaller“ kann sich aber schonmal hören lassen:
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Das neue Album von „Karl Kave & Durian“ ist schon vor einigen Monaten (digital) erschienen. Das humorige Schweizer Duo tut es diesmal nicht unter dem Zauberberg! „Die Anstalt“ ist da ein guter Einstieg. Musikalisch ist das weniger 90s als noch zu „auf der suche nach der verlorenen night“. Hier treffen Minimal, Italo Sounds auf Durians Sprechgesang. Alles recht eingängig, obwohls schon schön gaga ist. Gelungen!
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Neues von der Berliner Band „Ostseetraum“ mit ihrem Hang zu früh 80er Tape Sound. „das ende“ ist zwar ein neues Release, beinhaltet aber alte wiederentdeckte und überarbeitete Stücke. Das hört sich bisweilen etwas krude an, macht aber durchweg Spass! Wie bei der Band üblich ist Mangel Label und verkauft „das ende“ als Tape und digital gar zum name your price. Tipp!
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