Kostenfalle – Das Geflecht

Ebenfalls auf dem TickTack Abend präsentierte sich das Duo „Kostenfalle“ mit ihrem Debüt Album „das geflecht“. Das war die beiden veranstalten kann sicher am besten als Synthpunk bezeichnet werden. Ergänzt mit viel 80ern und einer gehörigen Portion Dringlichkeit. Die Stücke machen ordentlich und reißen besonders live mit. Da bleibt niemand ruhig sitzen! Auch auf Lp gelungene Sache! Von „Kostenfalle“ werden wir auf jeden Fall noch einiges hören!

https://ticktackplatten.bandcamp.com/album/das-geflecht

(vk)

PAF – Hits From The Oberstübchen

Gestern war großer Release Abend des neuen Labels TickTack Platten aus Hamburg. Gleich zwei LPs und eine Single wurden released. Dass das Labellogo überdeutlich an das von ZickZack erinnert, dürfte sicher keine Zufall sein. Eine der Bands war „PAF“. Kennt noch jemand Kassettentäter und oder den früh 80er deutschen Tape Sound? Denn genau so etwas machen PAF. Bewusst roh gehalten und mit einem krassen DIY Sound geprägt, sollte man nicht unterschätzen, was da passiert. Gerade Pia A. zeigt allen mal, was man so alles mit einem Korg MS20 Synthesizer so machen kann! Wow! Folgerichtig wurde „spiel ums leben“ der „Lustigen Mutanten“ gecovert. Tolle Band, die mit einfachen Mittel ausgesprochen viel Spaß macht!

https://ticktackplatten.bandcamp.com/album/hits-from-the-oberst-bchen

(vk)

Massive Luxury Overdose (MLO)

Das Brightener Duo „Massive Luxury Overdose“ ist schon ein paar Jahre aktiv und veröffentlicht zwar wenige, aber gut digitale Tracks. Die sind cluborientierter Darksynchs-Sound. Soweit so uninteressant. Allerdings schaffen sie es durch einfallsreiche Sounds und Ideen, sich von dem bekannten Einerlei abzuheben. Bisher gibt es offenbar nur die Tracks auf Bandcamp. Kann sich da mal nicht ein Label drum kümmern…?

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(vk)

Ora Cogan – Hart Hearted Woman

Vor drei Jahren überzeugte die US-Amerikanerin Ora Cogan mit dem schönen Album „formless„: Es vermengte fragilen Folk mit Dreampop. Alles getragen von ihrer eigenen folkigen Stimme. Auf dem am 13. März erscheinenden Album „hart hearted woman“ geht sie den Weg zwar weiter, ergänzt ihn aber im mal krautige Elemente und verstärkt die dreampoppige Seite ihrer Musik. Das Ergebnis ist ein wunderschönes Album voller Sehnsucht und einem Gefühl von Verlorenheit. Beste musikalische Untermahlung für einen frühsommerlichen Abend am Lagerfeuer!

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Kobalin

„Kobalin“ ist die neueste Inkarnation der „Grundeis“ Sängerin Laura Müller. Bisher war sie solo sphärisch als „Undinyx“ unterwegs. Bei „Kobalin“ orientiert sie sich an NNDW und ist damit zwar deutlich poppiger als mit ihren anderen Projekten. Aber dennoch hört man die Künstlerin noch raus. Das Resultat funktioniert am besten bei dem neuen (und zweiten) Song „blei“. Das könnte noch spannend werden…

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Die Regierung – Immer Unbekannt

Letztes Jahr wurden die 80er Tapes von „Die Regierung“ auf Minimalkombinat wiederveröffentlicht. Nun also ein komplett neues Album. Schon krasser Kontrast zwischen den Aufnahmen der beiden Alben, zwischen denen gut 40 Jahre liegen. Und doch klingt „Die Regierung“ auch heute noch herrlich roh und undergroundig. Aber deutlich zugänglicher und poppiger als damals. Unaufgeregt, Texte über Alltägliches – über Liebe. Hier braucht es keine große Geste. Es fühlt sich immer ein bisschen wie zu Hause an, wenn man „Die Regierung“ hört. Und genau das ist einerseits ihre Stärke, hat aber vermutlich auch dazu beigetragen, dass sie nie ganz groß raus kamen und auch in der „Hamburger Schule“ eher Hinterbänkler waren. „immer unbekannt“ scheint da eine ironische Selnbstbeschreibung. Aber zu unrecht! Gebt dem Album eine Chance!

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Xiu Xiu – Xiu Mutha Fuckin‘ Xiu: Vol. 1

„Xiu Xiu“ haben ein neus Album veröffentlicht. Das ist bei Jamie Stewarts Artpop Projekt immer ein Grund zur Freude. Und stets weiß man nicht, was einen erwartet. Dieses Mal ist es ein Cover Album. Dass „Xiu Xiu“ Cover liegen, hat nicht nur ihre Neuinterpretation des Twin Peaks Soundtracks bewiesen. Auch als sie mit „Deerhoof“ „Joy Division“ Alben performten, war das magisch (und leider noch nicht veröffentlicht). Nun also ein Cover Album mit Tracks verschiedenster Artists: „Talking Heads“, „The Normal“ (ja, „warm leatherette“…), Screaming Jay Hawkins, „Soft Cell“ und sogar „Throbbing Gristle“ sind dabei. Allen Songs fügen sie die ganze eigene „Xiu Xiu“ Note hinzu, sodass man es gefühlt mehr mit einem eigenen Band Album zu tun hat als mit einem Cover Album. Natürlich geht es gerne auch sperrig zur Sache. Wilder Ritt, auf dem es viel zu entdecken gibt!

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Svaj. – Patterns

Neues von dem schwedischen Duo „Svaj.„. Letztes Jahr veröffentlichten sie noch das Mini Album „maggots„. Das war zwar immernoch eine postpunkige Variante von „Absolute Body Control“. Nur leider ohne deren Magie. Das machte „maggots“ etwas gewöhnlich. Nun aber gibt es die digitale Zwei-Track-Single „patterns„. Hier klingen sie nun vollends nach den Vorbildern von „ABC“. Hier gelingt das aber überzeugend gut. So bitte auf Albumlänge weitermachen!

https://svaj.bandcamp.com/album/patterns

(vk)

Twilight Sad – It’s The Long Goodbye

„Twilight Sad“ sind schon eine bemerkenswerte Band. Begonnen 2006, haben sie schnell einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Spätestens 2009 mit dem Album „forget the night ahead“. In der Zwischenzeit hat sie „The Cure“’s Robert Smith entdeckt und unter seine Fittiche genommen: Support Shows für „Cure“ und auch musikalische Unterstützung folgten. Das war zwar gut für eine zunehmende Bekanntheit, aber so standen sie eine wenig im Schatten der übergroßen „Cure“, obwohl sie längst ihren eigenen Weg gefunden hatten. Inzwischen auf ein Duo geschrumpft, hat das neue Album ganze sieben Jahre auf sich warten lassen. Und das letzte war überdies ein wenig beliebig. Die erste Single aus „it’s the long goodbye“ hieß „waiting for the phone call“ und war eine erfrischende Mischung aus dancy Beats, Melancholie und breiten Gitarrenwänden. Wow! Auf dem Album wird gern mit überraschenden Synthsoudns gespielt („attemt a crash landing – theme“). Natürlich sind „Twilight Sad“ immernoch „Twilight Sad“: James Alexander Grahams markanter hmynischer Gesang und die Gitarrenausbrüche sind geblieben. Lange hat sich das aber nicht mehr so frisch angehört! So hat das was von einem gelungenen Comeback.

P.S.: Und Robert Smith hat auch hier wieder mitgespielt.

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Buzz Kull – Deep Hate

Neues von dem Australier „Buzz Kull“ mit seinem extrem tanzbaren Dark Electro, der zusammen mit „Kontravoid“ geradezu einen Stil geprägt hat. Vier Jahre ist sein letztes Album her. Das verwundert nicht wirklich, wenn man weiß, dass Marc Dwyer aka „Buzz Kull“ in den letzten Jahren gefühlt endlos auf Tour war. Nun also eine EP mit vier neuen Tracks und vier Remixen. Auf „deep hate“ versucht Dwyer, neue Wege zu gehen: Neue Gesangseffekte, Elemente von „Depeche Mode“ und „Nine Inch Nails“. Allerdings traut er sich nicht genug, möchte man sagen; denn die Tracks heben sich am Ende doch zu wenig vom bisherigen Releases ab. Das war er kann, kann er. Aber das hat man alles zu oft so gehört… Mal sehen, wie das Album wird.

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(vk)