Odor Eater – But For Who?

Das US-amerikanische Duo „Odor Eater“ ist seit 2020 aktiv und hat seither zwei Eps zwischen Minimal, Tape Sounds und Synthpop veröffentlicht. Ganz rund. Aber immer mit der gewissen Sperrigkeit, die das dann charmant gemacht hat. Die Eps gibt es als Tape oder zum name your price hier. Im Juli erscheint dann das erste Album – dann auch auf Vinyl und dann auch hier erhältlich. Davon gibt es bisher einen Song zu hören, der deutlich fetter produziert ist. Mal sehen, wie das auf Album-Länge wird. Hoffentlich geht das nicht auf Kosten ihres Chames. „nightcaller“ kann sich aber schonmal hören lassen:

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Karl Kave & Durian – Zauberberg

Das neue Album von „Karl Kave & Durian“ ist schon vor einigen Monaten (digital) erschienen. Das humorige Schweizer Duo tut es diesmal nicht unter dem Zauberberg! „Die Anstalt“ ist da ein guter Einstieg. Musikalisch ist das weniger 90s als noch zu „auf der suche nach der verlorenen night“. Hier treffen Minimal, Italo Sounds auf Durians Sprechgesang. Alles recht eingängig, obwohls schon schön gaga ist. Gelungen!

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Ostseetraum – Das Ende

Neues von der Berliner Band „Ostseetraum“ mit ihrem Hang zu früh 80er Tape Sound. „das ende“ ist zwar ein neues Release, beinhaltet aber alte wiederentdeckte und überarbeitete Stücke. Das hört sich bisweilen etwas krude an, macht aber durchweg Spass! Wie bei der Band üblich ist Mangel Label und verkauft „das ende“ als Tape und digital gar zum name your price. Tipp!

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Ballboy – Club Anthems 2001

Kennt noch jemand die schottische Band „Ballboy“? Ihre Anfänge gehen bis zur Jahrtausendwende zurück. Richtig aktiv waren sie bis 2008. Danach gab es nur sporadisch Releases. Ihre Musik ist leicht sprödischer Indiepop mit vielen Ecken und Kanten. So wie man es von „Arab Strap“ etwa kennt. Dafür sind sie aber wiederum zu poppig. In jedem Fall sind sie eigen. Ihre Stücke über das Leben und schön! 2001 erschien eine Zusammenstellung ihrer frühen Eps mit dem Titel „club anthems 2001„. Was an mir vorbeigegangen ist: 2022 erschien die als Doppel LP – und damit die enthaltenen Tracks erstmals auf Vinyl. Zudem sind die 13 Stücke um 3 erweitert. Leider ist das Ganze nur von dem kleinen britischen Label Lost Map direkt zu bekommen. Und leider recht hochpreisig. Aber das ist es schon allein für den Bandhit „i hate scotland“ wert…

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Arab Strap – Philophobia Undressed

Auf dieses selbstveröffentlichte „Arab Strap“ Album bin ich erst gestolpert, als die beiden Schotten ihr neues Album für September angekündigt haben. Dazu muss man wissen, dass sie mit dem letzten regulären Album begonnen haben, exklusiv auf ihrere Bandcamp Seite Alben mit alternativen oder akustischen Versionen sowie Live Aufnahmen zu releasen. Den Anfang machte Mai 2025 „encrypted valentines„. Nun also „philophobia undressed„, das genau das ist, was der Titel sagt: Eine reduzierte/akustische Version ihres zweiten Albums „philophobia“. Das funktioniert tatsächlich so charmant und gut, dass ich „philophobia undressed“ unbedingt empfehle. Leider ist der Versand aus Schottland etwas teurer. Aber he! Was tut man nicht alles für gute Musik? Und sonst kauft es halt digital und unterstützt die Schotten, damit sie uns noch ganz viel von ihrem depressiv-kruden Pop schenken mögen!

https://arabstrap.bandcamp.com/album/philophobia-undressed

(vk)

Hayter – Second Set Of Ears

„Hayter“ ist ein Producer und DJ aus Leipzig und Teil der Crew um das Label Clear Memory. Da tauchte er auch schon auf Samplern auf. Ende 2025 hat er nun sein Debüt Album „second set of ears“ eben auf besagtem Label veröffentlicht. Darauf gestoßen bin ich erst jetzt, als ich mir den neuen (hörenswerten) Labelsampler bestellt hab. Die überwiegend instumentalen Tracks erinnern an elektronische Musik von Anfang der 2000er. Steril bis kalt – immer mit guten Melodien und Sounds. Ein durchweg gelungenes Album nicht nur für Freund*innen des Clubs. Dafür ist es zu abwechslungsreich, kantig und spannend.

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Boytronic – This Ain’t Hifi – Demos And Rarities

Bei manchen Bands fragt man sich nach Sinn und Unsinn ihrer Veröffentlichungspolitik. Bei „Boytronic“ etwa. Deren großartiges Debüt wurde Anfang letzten Jahres erweitert wiederveröffentlicht. Gleichzeitig erschien eine Lp mit pre-Debüt Demos. Dann gab es aber noch eine limitierte Box mit einem zusätzlichen Tape, das wiederum ganze 13 sonst nicht erhältliche Demos beinhaltete. Um die verfügbar zu machen, hat die Band nun die Doppel CD „this ain’t no hifi – demos and rarities“ rausgebracht, die die Tracks der Demos LP und des Tapes umfasst und dazu noch mehr. Allerdings fehlen hier noch immer zwei Tracks des besagten Tapes, weswegen sie das dann auch noch digital hier verfügbar gemacht haben. Verstanden? Wer bis hier hin gelesen hat, was eigentlich nur Komplettisten interessiert, dem seien die Demos von „Boytronic“ wärmstens ans Herz gelegt. Denn hier finden sich einige wirklich tolle Minimal Perlen – in weiten Teilen gar auf Deutsch. Klar lässt die Qualität hier und da zu wünschen übrig. Aber das ist bei den ebenso großartigen „Alphaville“ Demos ja auch so und es macht die Stücke vielleicht noch charmanter… Trotz der Verwirrung: Tipp!

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Das Ding – Practical Limits Of Nihilism

„Das Ding“ ist Danny Bosten. Unter dem Namen veröffentlichte er in den 80er Jahren Musik, die dank einer großartigen Zusammenstellung auf Minimal Wave einige Bekanntheit erlangen konnte. Seit gut zehn Jahren ist Bosten wieder mit seinem Projekt aktiv, veröffentlicht wieder regelmäßig Musik und spielt auch wieder live. Nach einigen Jahren Pause erscheint Montag mit „practical limits of nihilism“ nun gleich eine Doppel LP mit neuen Tracks. Die sind noch immer von 80ern beeinflusst, haben aber einen überraschend aktuellen Charakter: Irgendwas zwischen Minimal, Synthpop und Electro. Die zu hörenden Snippets lassen jedenfalls aufhorchen:

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Future Islands – From A Hole In The Floor To The Fountain Of Youth

20 Jahre gibts es die US-amerikanische Band „Future Isalnds“ inwischen! Sieben Alben gab es in der Zeit. Grund zurückzublicken und zu feiern. Aber anders viele andere tun die vier das nicht mit einer üblichen best of Zusammenstellung, sondern mit einer Compilation von Raritäten, B-Seiten… Also irgendwie schon eine best of, aber eine abseits von Single Hits. Das passt zu der Band, die immer irgendwie anders war. Zwar machen sie Indiepop, aber trotz aller Poppigkeit finden sich immer Ecken und Kanten sowie etliche überraschende Einflüsse. Dazu trägt besonders die in jeder Hinsicht exentrische Performance von Sänger Samuel T. Herring bei. Eine außergewöhnliche Band mit einer außergewöhnlichen Werkschau!

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Doublespeack – Doublespeack

Alte Hasen mit einem neuen Projekt! Hinter „Doublespeak“ verbergen sich Vince Clarke („Depeche Mode“, „Yazoo“, „Erasure“), Neil Arthur („Blancmange“) und Prducer Ben Edwards. Auf ihrem selbstbetitelten Debüt covern sie ausschließlich. Und zwar illustre Artists wie „Fad Gadget“, „Magnetic Fields“, „Carpenters“ und „Abba“. Und das kann sich hören lassen. Natürlich klingt das alles sehr nach 80er. Clark und Arthur hört man in jedem Fall heraus. Dennoch klingt das alles ziemlich frisch, die Sounds sind ausgezeichent – so wie man es von Clarke kennt – und einige der Cover sind wirklich bemerkenswert.

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