Nao Katafuchi – Lonely Fire

lonely fire“ ist das erste Album des japanisch-stämmigen Nao Katafuchi seit sieben Jahren. Dabei war das Album im Prinzip schon vor drei Jahren fertig – so schreibt Katafuchi auf seinen Social Media Kanal. Es folgten Überarbeitungen. Nun liegt es endlich vor. Hier geht der Künstler neue Wege. Weniger am Club orientiert als noch „stahlgrau„, finden sich hier verspielte Melodien. Und dennoch hat man das Gefühl, dass das hier vor allen Dingen den 80ern und einer tiefen, düsteren Emotionalität folgt. Dadurch muss man sich „lonely fire“ ein wenig erarbeiten. Aber es lohnt sich. Starkes Album! Ach und als Gast ist dieses Mal „Madmoizel“ dabei, die mit ihrem unkonventionellem Gesang „love and superstitions“ noch eine weitere msysteriöse Ebene verleiht. Tolles Album! Digital bei Bandcamp erhätlich und als limitierte LP ab morgen bei Kernkrach.

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(vk)

Spiritual Slum – The Disappointment

Neues von dem Australier „Spiritual Slum„. Auf dem neuen 7-Track Mini-Album „the disappointment“ gibt er sich deutlich experimenteller und kantiger als noch auf dem letzen Album, das beinahe poppig-eingängig war. Das zeichnet sich wohl die Titel gebende Enttäuschung für verantwortlich. Düstere kalte Sounds und unegwöhnliche Arrangements machen die Tracks ungewöhnlich. Bei einem Track ist auch wieder die Dungeon Synth Legende „Warlock Corpse“ dabei. Bis gibt es „the disappointment“ nur digital zum name your price.

https://spiritualslum.bandcamp.com/album/the-disappointment

(vk)

Various – Boy Records – Timeless Technology 2 1989-1993

Beinahe sechs Jahr ist es her, dass Teil eins der Sampler Reihe zu dem deutschen Techno Unterground Label Boy Records erschienen ist. Gerade ist der zweite Teil erschienen und bietet – wie der Titel vermuten lässt – einen weiteren tiefen Einblick in den Backkatalog des Labels, dessen Releases schon mit Sounds des späteren Eurodance hantieren und dennoch cluborientiert sind. Viel New Beat und Acid Vibe. Einige neuere Stücke klingen schon nach frühen „Prodigy“ oder dem bekannten Kompakt Sound. Alles dabei. „boy records – timeless technology 2 1989-1993“ erscheint wie schon Teil eins als 4-LP Box und digital. 30 Tracks, die wirklich Spass machen!

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Joy Division – Eternal (Live)

So sehr das hier sicher Geldmacherei ist, so sehr ist es trotzdem ein spannendes Release. Am 25. September erscheint eine 14 CD plus 2 DVD Box von „Joy Division“, die alle Live Aufnahmen der legendären Band umfassen soll. 16 Konzerte auf 14 CDs. Dazu das, was es in Bild und Ton von Auftritten gibt auf DVDs. Da die Live Versionen der Stücke oft sehr anders sind als auf den Studioalben und obendrein stark von der Tagesform der Band abhingen, ist das sicher ein hochspannendes Dokument. Mit dabei auch das allerletzte Konzert der Band. Vieles soll bislang unveröffentlicht sein. Allerdings warnt das Label selber: “audio quality across these sources varies widely. Most of the audience recordings sound exactly like what they are – recorded by a fan in the crowd – and multiple concerts have been widely bootlegged”. Gut, das kennen wir ja schon von diversen Bootlegs. Aber das alles mal überarbeitet und zusammengefasst… Präsentiert werden die CDs/DVDs im 12″ Format und mit einem 16-seitigen Heft. Bisher scheint keine Vinylversion geplant zu sein.

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Odor Eater – But For Who?

Das US-amerikanische Duo „Odor Eater“ ist seit 2020 aktiv und hat seither zwei Eps zwischen Minimal, Tape Sounds und Synthpop veröffentlicht. Ganz rund. Aber immer mit der gewissen Sperrigkeit, die das dann charmant gemacht hat. Die Eps gibt es als Tape oder zum name your price hier. Im Juli erscheint dann das erste Album – dann auch auf Vinyl und dann auch hier erhältlich. Davon gibt es bisher einen Song zu hören, der deutlich fetter produziert ist. Mal sehen, wie das auf Album-Länge wird. Hoffentlich geht das nicht auf Kosten ihres Chames. „nightcaller“ kann sich aber schonmal hören lassen:

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Karl Kave & Durian – Zauberberg

Das neue Album von „Karl Kave & Durian“ ist schon vor einigen Monaten (digital) erschienen. Das humorige Schweizer Duo tut es diesmal nicht unter dem Zauberberg! „Die Anstalt“ ist da ein guter Einstieg. Musikalisch ist das weniger 90s als noch zu „auf der suche nach der verlorenen night“. Hier treffen Minimal, Italo Sounds auf Durians Sprechgesang. Alles recht eingängig, obwohls schon schön gaga ist. Gelungen!

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Ostseetraum – Das Ende

Neues von der Berliner Band „Ostseetraum“ mit ihrem Hang zu früh 80er Tape Sound. „das ende“ ist zwar ein neues Release, beinhaltet aber alte wiederentdeckte und überarbeitete Stücke. Das hört sich bisweilen etwas krude an, macht aber durchweg Spass! Wie bei der Band üblich ist Mangel Label und verkauft „das ende“ als Tape und digital gar zum name your price. Tipp!

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Ballboy – Club Anthems 2001

Kennt noch jemand die schottische Band „Ballboy“? Ihre Anfänge gehen bis zur Jahrtausendwende zurück. Richtig aktiv waren sie bis 2008. Danach gab es nur sporadisch Releases. Ihre Musik ist leicht sprödischer Indiepop mit vielen Ecken und Kanten. So wie man es von „Arab Strap“ etwa kennt. Dafür sind sie aber wiederum zu poppig. In jedem Fall sind sie eigen. Ihre Stücke über das Leben und schön! 2001 erschien eine Zusammenstellung ihrer frühen Eps mit dem Titel „club anthems 2001„. Was an mir vorbeigegangen ist: 2022 erschien die als Doppel LP – und damit die enthaltenen Tracks erstmals auf Vinyl. Zudem sind die 13 Stücke um 3 erweitert. Leider ist das Ganze nur von dem kleinen britischen Label Lost Map direkt zu bekommen. Und leider recht hochpreisig. Aber das ist es schon allein für den Bandhit „i hate scotland“ wert…

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Arab Strap – Philophobia Undressed

Auf dieses selbstveröffentlichte „Arab Strap“ Album bin ich erst gestolpert, als die beiden Schotten ihr neues Album für September angekündigt haben. Dazu muss man wissen, dass sie mit dem letzten regulären Album begonnen haben, exklusiv auf ihrere Bandcamp Seite Alben mit alternativen oder akustischen Versionen sowie Live Aufnahmen zu releasen. Den Anfang machte Mai 2025 „encrypted valentines„. Nun also „philophobia undressed„, das genau das ist, was der Titel sagt: Eine reduzierte/akustische Version ihres zweiten Albums „philophobia“. Das funktioniert tatsächlich so charmant und gut, dass ich „philophobia undressed“ unbedingt empfehle. Leider ist der Versand aus Schottland etwas teurer. Aber he! Was tut man nicht alles für gute Musik? Und sonst kauft es halt digital und unterstützt die Schotten, damit sie uns noch ganz viel von ihrem depressiv-kruden Pop schenken mögen!

https://arabstrap.bandcamp.com/album/philophobia-undressed

(vk)

Hayter – Second Set Of Ears

„Hayter“ ist ein Producer und DJ aus Leipzig und Teil der Crew um das Label Clear Memory. Da tauchte er auch schon auf Samplern auf. Ende 2025 hat er nun sein Debüt Album „second set of ears“ eben auf besagtem Label veröffentlicht. Darauf gestoßen bin ich erst jetzt, als ich mir den neuen (hörenswerten) Labelsampler bestellt hab. Die überwiegend instumentalen Tracks erinnern an elektronische Musik von Anfang der 2000er. Steril bis kalt – immer mit guten Melodien und Sounds. Ein durchweg gelungenes Album nicht nur für Freund*innen des Clubs. Dafür ist es zu abwechslungsreich, kantig und spannend.

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