Caleb Landry Jones – Gadzooks Vol 1.

Etwa ein Jahr nach seinem Debüt Album veröffentlicht Caleb Landry Jones den Nachfolger „gadzooks vol 1“ am 24. September. Die gerade erschienene Single „bogie“ verspricht Einiges: Wirre Psychedelic, seltsame Strukturen und Sounds, poppigen Gesang, „White Stripes“ Passagen, die aber gleich wieder gebrochen werden. Puh! Das kammt was Spannendes auf uns zu! „bogie“ ist jedenfalls großartig:

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Fraktion Schwarz-Weiss – Einfach Nichts

„Fraktion Schwarz-Weiss“ hatte ich zwar schon vorgestellt. Aber zum Album nun noch einmal: Sie kommen aus Berlin und machen richtig schönen, rumpeligen 80er Minimal – nur mit neuen Mitteln. Der Gesang hört sich nach versoffener Punkband an. Da passt auch mal der ein oder andere Ton nicht ganz. Die Texte sind nicht unbedingt die anspruchvollsten, aber he: Man kann mitgröhlen! Digital gibt es das Debüt „einfach nichts“ für lau. Die LP ist ganz frisch auf Kernkrach erschienen und entsprechend hier erhältlich. Pflichtkauf!

(vk)

Wild Billy Childish & CTMF – Where The Wild Purple Iris Grows

Was für’n Typ dieser Billy Childish! Allein unter seinem Namen hat er seit 1987 gut 30 Platten veröffentlicht. Von seinen etlichen Bands wie „Thee Headcoats“ und „Thee Milkshakes“ fang ich gar nicht erst an. Zudem ist er seit einigen Jahren lieber als Künstler aktiv und spielt nur noch selten Konzerte. Im August erscheint das neue Album – auch wenn gefühlt gerade erst fünf Alben erschienen sind…

Sicher kann man Childish bei dem Output eine gewisse Redundanz vorwerfen. Aber er blieb sich stets treu und macht bis heute 60s Garagenpunkrock. Alles schön schmuddelig und authentisch. Das macht riesig Spass und geht auch noch auf der 50. oder auch 60. Platte klar. Und garantiert wird es auch auf dem neuen Album wieder super lärmig zugehen. Zu hören gibts noch nichts, aber wir wissen ja, was kommt… Daher hier ein Live Video von 2019:

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Leathers – Reckless

„Leathers“ ist ein Duo aus Vancouver, das zur Hälfte aus der Künstlerin Shannon Hemmett und zur Hälfte aus Jason Corbett („Actors“) besteht. Seit 2016 veröffentlichten die zwei einzelne Tracks. Nun erschien ihre digitale Debüt EP „reckless„. Zu hören gibt es angenehmen Synth Pop, der hier und da an die „Chromatics“ erinnert. Nicht spektakulär, aber charmant. Mal sehen, was da noch kommt.

(vk)

José González – Local Valley

In der „Quiet is the new Loud“-Ära Anfang der 2000er liegt der Beginn der Karriere des Wahl-Schweden José González. Wenig verwunderlich, kreist seine Musik doch um das filigrane Gitarrenspiel und seinen Gesang. Restliche Instrumentierung findet da nur sporadisch statt und wenn: sehr reduziert.

Sieben Jahre liegt González‘ letztes Studio Album zurück. Im September kehrt er mit „local valley“ zurück und dürfte damit perfekt in den Spätsommer passen. Die Musik ist so, wie man sie von ihm erwartet: Eine Mischung von Folk à la Nick Drake und Tropicalia der späten 60er Jahre.  Die Stücke wirken melancholisch, zerbrechlich und vor allen Dingen: Berührend schön.

(vk)

Whipping Boy – Heartworm

Kennt eigentlich noch jemand „Whipping Boy“? Die irische Band scheint vom Pech verfolgt. Ende der 80er als lärmige Shoegaze Band gegründet, veröffentlichten sie 1995 auf einem Major Label mit „heartworm“ ein wirklich gutes, melancholisches Popalbum. Ob das Label kein Interesse mehr an der Band hatte oder woran auch immer es gelegen haben mag: Das Album floppte und wurde verramscht. 2000 ein Comebackversuch: Wieder ein Flopp. Danach folgten einzelne Singles, aber kein Album mehr.

Gut 25 Jahre nach Erscheinen wird „heartworm“ wohl langsam wieder entdeckt; denn auf Discogs wird es ab 100 Euro aufwärts angeboten. Grund genug für das Liebhaber Label Needle Mythology, das Album im September als Doppel LP und Doppel CD wiederzuveröffentlichen. Das Reissue umfasst das Album, B-Seiten der zugehörigen Singles, unveröffentlichte Demos aus der Zeit und Live Aufnahmen. Tipp!

(vk)

Laura Krieg – Vie magique

Laura Krieg aus Montreal ist seit 2018 aktiv. In der Zeit hat sie ein Album, eine Split und nun ein neues Mini Album veröffentlicht. Bislang leider nur digital und als Tape. Musikalisch geht bei ihr Einiges: Post Punk, Minimal, 80s Pop – je nachdem, auf welchem der Releases man sich befindet. Bei alledem wohnen ihren Tracks immer eine angenehme Sperrigkeit inne.

„via magique“ hat Xavier Paradis aka Arnaud Lazlaud aka „Automelodi“ gemischt. Das hört man den Tracks nur bedingt an, könnte der Künstlerin aber vielleicht den verdienten Schub an Publicity liefern.

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Pink Turns Blue – Tainted

„Pink Turns Blue“ hatten ja Anfang des Jahres – fünf Jahre nach ihrem letzten Album – neue Tracks veröffentlicht. Nun haben sie mit „tainted“ für September/Oktober den Nachfolger von „the aerdt – untold stories“ angekündigt. Und: Es wird seit 1992(!) ihr erstes Album sein, das es auch als Vinyl geben wird! Schöne Sache! Zumal die beiden ersten Tracks beide überzeugen konnten.

(vk)

Lola Kumtus – Pharmakos

Das Duo „Lola Kumtus“ kommt aus Helsinki und ist seit 2013 aktiv. Digital ist ihr neues Album „phamrmakos“ bereits im April erschienen. Die LP erscheint im Laufe des Augusts (wer weiß das schon bei den derzeitigen Verzögerungen in den Presswerken der Welt) auf Young and Cold.

Die Musik ist nicht so einfach zu beschreiben. Teilweise sind es düstere Soundscapes, dann mal EBM Stomper oder düster kalte Stücke, die ebenso auf Galakthorroe erscheinen könnten. Jedenfalls hebt sich ihre Musik angenehm von vielen anderen Acts des Genres ab.

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Undinyx

Die Hamburger Band „Grundeis“ steht noch in den Startlöchern, da startet die Sängerin bereits ihr neues Projekt „Undinyx„. Hier geht es dark-dream-poppig zu. Das lässt zumindest der erste und gleichzeitig gelungene Track „seas of the forlorn“ vermuten.

Für alle Hamburger*innen sei hier das „Lebanon Hanover“ Konzert am kommenden Freitag empfohlen. Hier hat „Undinyx“ im Vorprogramm ihren ersten Solo-Auftritt.

https://undinyx.bandcamp.com/releases

(vk)