Circus 2000 – Circus 2000

Die itlienische Psych/Prog Band „Circus 2000“ veröffentlichte 1970 und 1972 je ein Album. Das Debüt brachte ihnen mit ihrer am US-Westcoastsound orientierten Musik und dem Gesang von Silvana Aliotta schnell den Ruf ein, die italienischen „Jefferson Airplane“ zu sein. Daher ist dieses Album bei Psych Fans sehr begehrt und bringt als Original gerne dreistellige Preise bei Discogs. Zum Glück gibt es mehrere (bezhalbare) Reissues.

(vk)

Aurat – Zeher

Vor zwei Jahren erschien das Debüt „sirens“ des Duos „Aurat“. Das Besondere damals: Sie machten coldwavigen Minimal mit Gesang auf Urdu. Nun gibt es die neue Ep „zeher„. Gewohnt kühle Klänge auf der einen Seite. Aber: Ab der Hälfte der Ep versuchen sie sich an Post Punk. Das liegt vermutlich an dem gerade zum Projekt gestoßenen dritten Mitglied, Nathalie Martin, an der Gitarre. Live sieht das dann so aus:

(vk)

Legowelt – Pimpshifter

Der Niederländer Danny Wolfers aka Legowelt veröffentlicht bereits seit 1996 regelmäßig Alben und Eps. Gerade erschien noch sein Album „tips for life“. Darum soll es hier aber nicht gehen. Vielmehr um die Ep „pimpshifter“ von 1999(!).
In den 90ern hatte Legowelt mit Clubmusic seine Karriere begonnen, war Bestandteil dessen, was um die Jahrtausendwende Electroclash genannt wurde, machte Ausflüge in Richtung House und landet mit seinem Album in seltsam zerfaserten Soundgefilden. Unschwer herauszulesen, dass ich bislang nicht allzu großer Fan seines Werkes war, bis ich auf Legowelts frühe Eps gestoßen wurde.
„pimpshifter“ dürfte dabei die beste Ep sein und kommt überraschend frisch daher. Man möchte gar nicht glauben, dass dieser Musikentwurf zwischen Minimal und EBM schon über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Auf der Bandcamp Seite des Bunker Labels gibt es die Tracks digital. Selbst die Vinyl Version ist noch problemlos zu beschaffen. Tipp!

(vk)

Kindest Cuts

Schöne Entdeckung der lieben DJ Kollegen von Lost Places: Das kanadische Projekt „Kindest Cuts“. Leider scheint es nicht mehr aktiv zu sein. Jedenfalls stammen die wenigen digital oder als Tape veröffentlichten Releases aus den Jahren 2013-2016.
„Kindest Cuts“ Musik ist sympathischer Synth Pop mit viel Wave und vor allem Italo Elementen. Wieso sie es damit nicht zu viel größerem Ruhm geschafft haben, wird wohl ein Rätsel bleiben. Auf der Bandcamp Seite könnte ihr die Band jedenfalls auch heute noch supporten.

(vk)

Dark Mountain Echo feat. Johnson McCloud – Last Goodbye

Das Hamburger Ein-Mann-Projekt „Dark Mountain Echo“ ist zurück mit dem neuen Song „last goodbye“. Und was für ein Song! Als Gastsänger ist Johnson McCloud dabei. Der war Sänger der wunderbaren „Blue Angel Lounge“, die jüngst mit dem überraschend veröffentlichten neuen Song „wounds“ eher solide ablieferten als überzeugten.
Zwischen Akustiktrack, Shoegaze und Pathos schaffen es die beiden Herren hier ein wunderschönes Stück Musik zu schaffen, das den Wunsch weckt, dass da noch ganz viel mehr kommen möge.

(vk)

Roger O’Donnell – 2 Ravens

Roger O’Donnell veröffentlicht seit den 90ern weitgehend unbemerkt Solo Platten. Die letzte 2015. Ungleich bekannter wurde O’Donnell als Keyboarder von „The Cure“. So spielte er beispielsweise auf dem legendären Überalbum „Disintigration“ mit und ist auch Teil der aktuellen Besetzung.
Im Juli erscheint „2 ravens“ – das neue Solo Album. Wieder stehen Klavierkompositionen im Mittelpunkt. Unterstützt werden seine kammermusikalischen Stücke von der Sängerin Jen Pague. Schöne ruhige Platte, die von der Atmosphäre vielmehr in den Herbst als in den Hochsommer gepasst hätte.

(vk)

Pari Pari – Les Amis

Unser aller Lieblings-60s-Französisch-Punk Band „Pari Pari“ hat ein sympathisches und unbedingt unterstützenswertes Projekt gestartet: Soeben haben die drei einen digitalen Sampler mit diversen Bands und Acts aus ihrem Umfeld veröffentlicht. „les amis“ kostet bescheidene 5 Euro. Erlöse gehen zu hundert Prozent als Unterstützung an die Clubs Schokoladen (Berlin) und Goldgrube (Kassel). Da ist die Musik beinahe schon egal, aber auch die weiß zu überzeugen. Tanzt die Quarantäne!

(vk)

Jonathan Bree

Wie bereits angekündigt erscheint im Juli das neue Album „after the curtains close“ des hippen Neuseeländers Jonathan Bree. Seine seltsam verschrobene opulenter Pop war bei der letzten Single etwas enttäuschend. Nun gibt es mit „in the sunshine“ eine neue Single, die mit einer Mischung aus Melancholie und morbider Tiefe wieder vollkommen zu überzeugen weiß.

(vk)

Ceramic Hello ‎– Climatic Nouveaux

Gerade wurde das einzige Album des Projektes „Cermic Hello“ auf Ice Machine Records wiederveröffentlicht, da kündigt dasselbe Label ein Reissue der einzigen 7″ des Duos an. Der ohne Zweifel großartige Titeltrack „climatic nouveaux“ ist allerdings bereits auf dem Album enthalten, sodass lediglich die instrumentale B-Seite interessant sein dürfte. Daher würde ich diese Wiederveröffentlichung eher als netten Gimmick einordnen.

(vk)