Tango Mangalore – Dear Shore

Heute ist das erste richtige Album des Griechen „Tango Mangalore“ endlich erschienen. Gut, ich habe es bereits zweimal angekündigt, aber es ist so gut geworden, dass man das nun, nachdem ich es ganz hören konnte, noch einmal hervorheben muss. Weniger Horror, immernoch Verschrobenheit, aber viel mehr Pop und Minimal.

Maurice Duruflé

Mal etwas Anderes. Der Franzose Maurice Duruflé (1902-1986) war Organist und Komponist. Mir persönlich bislang nicht bekannt, entdeckte ich ihn gerade. Sein Werk umfasst überwiegend Orgel- und Vokalmusik, die zwar der Zeitperiode zuordnenbar ist, aber einen ganz eigenständigen Charakter hat.
Gerade die Orgelwerke liegen zwischen Avantgarde, Romantik, Drone(!), Filmmusik und neuerer Klassik eines Arvo Pärt. Die perfekte Musik zum Beginn der „kalten Jahreszeit“.

Ståltråd

Letztes Jahr brachte „Ståltråd“ noch das arg unterschätzte grandiose selbstbetitelte Album heraus, das mir den Sommer so versüßt hat. Nun bastelt der Schwede an neuen Stücken. Die Demos hören sich jedenfalls prima an. Poppiger Minimal, allerdings noch etwas eingängiger.

Martial Canterel – Sister Age / Drilling Backwards

Der kanadische Minimal Held „Martial Canterel“ hat nicht nur innerhalb der letzten gut 12 Monate drei LPs mit unveröffentlichtem Material und eben noch ein ganz neues Album herausgebracht, nein, er scheint in einem Veröffentlichungstaumel zu sein und schiebt nun Reissues seines ersten Albums „sister age“ und seines dritten „drilling backwards“ nach. (Album Nummer zwei wurde schon vor ein paar Jahren neu aufgelegt) Beide Reissues waren ursprünglich nur als Tape erhältlich und erscheinen erstmals als LP.
Die Anschaffung lohnt schon allein wegen dieser beiden Tracks:

Dave Clarke – The Desecration Of Desire

Dave Clarke wurde in den 90ern als Techno DJ bekannt. Nun hat er eine neue Platte mit interessanten Gästen wie Mark Lanegan und Anika aufgenommen. Noch gibt es nicht viel zu hören, aber der Anika Track ist jedenfalls unbedingt hörenswert – eher Minimal als Techno:

Telescopes – Stone Tape

Dieses Jahr hat Stephen Lawrie aka „Telescopes“ bereits ein Album herausgebracht. Nun erscheint ein Solowerk, das sich auf Theorien Thomas Charles Lethbridge bezieht und ein Konzeptalbum geworden ist. Mehr dazu auf der bandcamp Seite. Ruhig und spacig hört sich der erste freigegebene Track an.

Burning Palms – False Prophet

Die Us Band hat gerade (neben einem Tape) ihr Debüt veröffentlicht. „false prophet“ mischt intelligent Westcoast-Psychedelic mit dem Wüstensound der „Black Angels“ und Postpunk. Das klingt dann wie 60er Siouxsie oder so. Das Ergebnis ist jedenfalls eigenständig und vor allem wegen des besonderen Frauengesangs faszinierend.

Comateens

Manchmal kann man im Plattenladen ja noch interessante Entdeckungen machen. So fiel mir günstig das selbstbetitelte Debüt der New Yorker „Comateens“ in die Hände. Die Band kannt ich nicht, aber das Cover hat mich irgendwie angesprochen. Dass sie nie wirklich bekannt wurden, liegt sicher an der seltsamen musikalischen Mischung zwischen Punk, Glam, Post Punk und Minimal. Sie sitzen zwischen allen Stühlen, sind aber dennoch oder gerade deswegen recht interessant.

Dhani Harrison – In Parallel

Offenbar scheint Dhani Harrison ein ähnliches Schicksal zu erfahren wie sein Vater: George Harrison. Auch der war ja selbst bei den „Beatles“ immer ein wenig in der zweiten Reihe. Das erste Solo Album, das Dhani Harrison mit ganzen 39 Jahren herausbringt, scheint auch eher etwas in der zweiten Reihe zu bleiben, so wenig liest man darüber. Schade eigentlich, denn die Songs sind spannend. Irgendwo zwischen dem Pop seines Vaters, der Filmmusik, die Dhani Harrison selber macht, und modernem Pop schwingt der Musikentwurf.

Rue Oberkampf

Passau hat sich sicher noch nicht als der Szeneort für Minimal etabliert. Nun gibt es ein neues Projekt, von dem es bislang erst drei Songs online gibt: „Rue Oberkampf“. Das „Absolute Body Control“-Cover „le train“ und er erste eigene Song „congélation“ sind noch eher mittel. Aber das noch relativ neue „caméra“ ist ein richtiger Hit! 80er Minimal, druckvoll und tanzbar. Wenn das auf dem Niveau weiter geht, kommt da eine ganz große Band!