Various – Sowas Von Egal. 3 – German Synth Wave Underground 1981-86

Das hat gedauert! Aus verschiedensten Gründen haben wir uns sechs Jahre Zeit gelassen/lassen müssen, um nun endlich den dritten Teil unserer Reihe Sowas Von Egal vorzulegen. Wieder entstand er in Zusammenarbeit mit dem Label Bureau B. Wieder hatten wir von Damaged Goods Hamburg komplett freie Hand beim Kuratieren. Und zuletzt zeichnet sich wieder Biljana Tomic verantwortlich für das Artwork. Dieses Mal hat es ein altes Horten Kaufhaus auf das Cover geschafft – sinnbildich für den Niedergang seit den 80er Jahren. Doch gibt es auch Neues: So ist mit „Starter“s „night by night“ erstmals ein komplett auf Englisch gesungenes Stück dabei – auch wenn die Band aus der Schweiz stammt. Aber gerade dieser Song war mir persönlich besonders wichtig, gibt es die kürzere Single Version doch nicht einmal bei Youtube. Mit dabei sind – wie gewohnt – von unseren Damaged Goods Party Nächten bekannte Tracks. Allesamt aber eint, dass sie nicht mehr so leicht (auf Vinyl) zu haben sind. „Vorgruppe“s „mensch im eis“ ist zwar auch schon auf einigen Samplern enthalten, nicht aber in der hier vorliegenden postpunkigen Gitarrenversion. Von punkig bis synthpoppig ist Einiges dabei – überwiegend tanzbar. Wir sind jedenfalls sehr zufrieden mit Sowas Von Egal. 3! Und wir hoffen, dass Ihr ebenso viel Spaß damit haben werdet wie wir! Release ist am 02.07. – vorzubestellen als LP, CD und limiterte lilane LP hier.

Die Trackliste:

Guyer’s Connection – He Sabine

Starter – Night By Night (7″ Version)

Bergtraum – Almenrausch

Die Shadocks – Disco-Liebe

Isolierband – Kontrolle

Bizarre Leidenschaft – Geheimnis

Ziggy & Eno – Geduld

André Szigethy – Liebe Banal

Zero Zero – Irrenanstalt

JaJaJa – Habt nicht mehr Angst

Ti-Tho – Traumtänzer

Vorgruppe – Mensch im Eis

X-Beliebig – Morgen

Trick 17 – City Nacht

Die Egozentrischen 2 – Kunststoff

Tommi Stumpff – Contergan Punk

(vk)

Jarboe – Sightings

Die Küsnterlin Jarboe La Salle Devereaux aka Jarboe als vor allem bekannt für ihre Zusammenarbeit mit den „Swans“ in den 80ern und 90ern sowie für das Projekt „Skin“ mit deren Sänger und Kopf Michael Gira, mit dem sie gar verheiratet war. Sie darauf zu reduzieren, würde ihr allerdings arg unrecht tun; denn seit jeher hat sie einen immensen Output an Musik. Experimeteller Musik – getragen durch ihre bisweilen gewöhnungsbedürftige Stimme. Im April ist ihr neues Album „sightings“ erschienen, auf dem Jarboe u.a. mit dem ehemaligen „Swans“ Mitglied Thor Harris zusammenarbeitet. „sightings“ gibt sich deutlich weniger sperrig als viele andere Releases der Künstlerin. Eher rituell-sphärisch. Das funktioniert nicht zuletzt dank Jarboes fragil-brüchiger Stimme ausgesprochen gut. So entwickelt „sightings“ eine dunkle, fast bedrohliche Atmosphäre. Gleichzeitig hört man ihm eine naturnahe Sehnsucht an. Das Ganze ist schwer in Worte zu fassen. Hört es Euch einfach an! Es lohnt sich!

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(vk)

Bound By Endogamy X Felix Kubin

Die gerade erschienene 7″ „stück 1 / stück 2“ dokumentiert eine spannende Zusammenarbeit: Einmal das Schweizer Duo „Bound By Endogamy“, das im November eines der sicher besten Alben der letzten Monate veröffentlicht hat, und Felix Kubin, der auf gut 40 Jahre spannend-experimentell-innovative Jahre im Musikbusiness zurückblicken kann. Von Sound und Produktion her klingt das zwar nach „Bound By Endogamy“ – schon allein, weil deren Sänergin Kleio Thomaïdes singt bzw. spricht. Aber Kubin hat offenbar dafür gesorgt, dass die Tracks nicht allzu viel mit dem cluborientierten Songstrukturen der Band zu tun haben. Diese Mischung macht die Single ziemlich aufregend. Davon kann es gern ein Album geben!

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Panda Bear & Sonic Boom – A ? Of When

Vier Jahre ist die letzte Zusammenarbeit der beiden Ausnahmekünstler „Panda Bear“ und „Sonic Boom“ her. „reset“ war da eine echte Überraschung mit seiner Verbindung von „Beach Boys“-Vibes und moderner Musik. Auf „a ? of when“ verlieren sie ein wenig die Leichtigkeit, auch wenn sie auf Tracks wie „revive him“ weiterhin durchscheint. Das macht aber gar nichts, weil die beiden stattdessen mehr experimentieren. Die seltsame Mischung von sommerlichen (Gesangs-)Melodien und spacigen Sounds garantiert Vielseitigkeit. Wieder hört man die 60er Vorbilder deutlich heraus, ohne dass die Musik antiquiert wirkt. Tolles Album!

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(vk)

Klez.e – Einmal Mehr Mit Dir Gegen Die Furcht

Zwei Jahre nach dem wunderbaren Album „erregung“ gibt es nun ein neues Album der Berliner Band „Klez.e„. Wieder werden „The Cure“ in ihren besten Zeiten beschworen. Wieder ist es vor allem die Melancholie, mit der die Band überzeugt. Selbst erkannt mit dem Song „melancholia“, der gleichzeitig einer der eher eigenen Stücke ist. Gern kratzen „Klez.e“ hart an der Grenze des ertragbaren Kitsches, kriegen aber immer die Kurve. Damit ist „einmal mehr mit dir gegen die furcht“ kein Album für jeden Tag. Aber ein wunderschönes im richtigen Moment.

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(vk)