Anika – Eat Liquid

Zwei Jahre nach dem letzten regulären Album meldet sich die Wahlberlinerin „Anika“ mit einem besonderen Projekt zurück: „eat liquid“ ist eine Live Aufnahme einer Performance im Zeiss Planetarium in Berlin vom Februar 2023. Die Musik wurde extra dafür konzipiert und hat improvisierten Charakter. Die elf Tracks gehen entsprechend alle ohne erkennbaren Cut in einander über. Nicht nur wegen „Anika“s an „Nico“ erinnernden Gesanges drängen sich beim Hören gleich Assoziation zu „Velvet Underground“s Debüt auf. Der Gitarrensound und die Spielart sind offensichtlich an Lou Reed angelehnt. Dazu gibt es Synthie Flächen und Sounds – und: Kein Schlagzeug. Das Konzept eines schwebenden Zustands in Raum und Zeit scheint perfekt umgesetzt. Dieses Album ist besonders und will durchgehört werden! Zu hören ist „eat liquid“ auf „Anika“s Bandcamp Seite. Die auf 500 Exemplare limitierte Vinyl Version gibt es exkusiv(!) beim Kulturhaus Dussmann in Berlin.

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Grado 33 – Ya Se Oculta El Sol

Das ist ja eine feine Endteckung dank Torsten von der Lost Places Party: Die spanische Band „Grado 33“ hat 2002 eine einzige CD veröffentlicht. Viel Infos gibt es leider nicht. Das Album selber hat es aber in sich und es verwundert: Es ist zu einer Zeit erschienen, als alle Welt mit Electro Clash beschäftigt war. Gleichzeitig liefert das Duo(?) „Grado 33“ hier ein authentisches Neo Minimal Album ab, wie man es eigentlich erst einige Jahre später erwartet hätte. Liebevoll gestaltete Sounds legen sich über schöne Minimaltracks, die teils an schrottige 80er Tapes erinnern. Tipp!

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Madeline Goldstein – Other World

Madeline Goldstein geistert ja schon seit einiger Zeit in diversen Playlists herum. Nun hat sie mit „other world“ ihre erste EP herausgebracht. Mit dabei ist auch der Hit „seed of doubt“. Alle vier EP-Tracks sind feinster 80s Synth Pop. Da darf es dann gerne auch ein Album geben. Allerdings bleibt erst einmal zu wünschen, dass es die EP in Europa zu kaufen gibt. Denn: Auf der Bandcamp Seite würde sie fast 50 Euro inkl. Versand kosten – und dann wird vermutlich noch Zoll fällig. Das ist dann doch etwasa arg viel…

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Jay-Jay Johanson – Fetish

Zwei Jahre nach dem letzten Release hat der Schwede Jay-Jay Johanson mit „fetish“ ein neues Album veröffentlicht. Auch wenn die Grundzutaten – Downtempo Trip Hop – eigentlich auf allen seinen Alben dieselben sind, ist es wirklich beeindruckend, wie er sich selbst 27 Jahre nach seinem Debüt immer wieder neu erfindet. Auf „fetish“ verbindet er offenbar mit Band eingespielte Trip Hop Beats mit tief-trauriger Melancholie. Songs wie „i did my best“ klingen sehr nach 90er. Dann aber kommen stets jazzige Harmonien hinzu und verleihen dem Ganzen eine ungewöhnliche Wendung. In „puppet on a string“ wartet Johanson gar mit Breakbeats auf. Jedenfalls gelingt es ihm selbst auf einem Album, mit Vielfalt zu glänzen. Wirklich schöne, traurige Platte!

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De Kraters

Eher zufällig bin ich über ein Live Video von dem niederländischen Ein-Mann-Projekt „De Kraters“ gestolpert. Das war mitreißender Gaga Minimal Synthwave. Leider gibt es bisher nur zwei Tracks digital. Die sind etwas verträumter als das Live Video (das ich leider nicht mehr finden konnte), aber nicht minder gut. „De Kraters“ sollte man wohl im Auge behalten. Doc Kernkrach, bitte übernehmen sie!

https://dekraters.bandcamp.com/

(vk)

Raderkraft – Politiestaat?!

Der Niederländer „Raderkraft“, der bekannt ist für seine ausgesprochen energiegeladenen und tanzbaren Minimal Live Auftritten, meldet sich mit einer neuen EP zurück. Auf „mirador“ präsentiert er sich mehr denn je mitreißend, wie man es von seinen Live Auftritten kennt. Die sieben Tracks umfassen neben eigenen, niederländischen Stücken ein ausgesprochen gelungenes Cover des „Violence Conjugale“ Songs „mirador„. Bisher gibt es die EP (leider) nur auf Spotify. Montag soll Bandcamp folgen und Ende des Jahres wird es ein physisches Release geben.

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Cranes – John Peel Sessions 1989-1990

Das sind ja Neuigkeiten! Zunächst gab es 15 Jahre nach dem letzten Release wie aus dem Nichts ein Lebenszeichen von den „Cranes“, als sie Konzerte für Ende des Jahres in der Urbesetzung(!) ankündigten. Jene Besetzung, in der sie sich als Vorband von „The Cure“ auf der 1992er Tour einen legendären Ruf erspielen konnten. Ihr Sound zwischen Pop und sperrig-lärmigem Postpunk plus Feen Gesang der Sängerin Alison Shaw war und ist wohl bis heute einzigartig. Und nun hat das Quartett um das Geschiwsterpaar Alison und Jim Shaw begleitend zu den Konzerten ein Mini Album mit Peel Sessions veröffentlicht. Sieben Tracks, die zwar alle bereits veröffentlicht sind, aber Dank der Session-Atmosphäre noch intensiver rüberkommen. Schön, dass es die Sessions nun gibt. Jetzt bitte neue Musik!

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Projekt Ortsschild – Schwarzmalerei

Das Album „schwarzmalerei“ von „Projekt Ortsschild“ erschien bereits im Dezember 2021. Allerdings nur digital. Eine physische Veröffentlichung des Album steht leider noch aus. Aber zumindest ist soeben eine auf 100 limitierte 7″ erschienen. Darauf finden sich die Stücke „schwarzmalerei“ und „jung„. Auch wenn ein Release des gesamten Albums auf Vinyl noch schöner wäre, ist das schonmal ein Anfang.

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Ubre Blanca – Rhizome

Gerade frisch erschienen ist das Album „Rhizome“ des Glasgower Duos „Ubre Blanca“. Die instrumentalen Tracks vermischen Vapor Wave, Italo und Clubsounds. Das hört sich bisweilen wegen der ambitionierten Mischung ein wenig albern an, überzeugt dann aber auf Albumlänge doch. Bei einem Track hat „Soft Riot“ Unterstützung beigesteuert. Sicher top zum Autofahren!

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Grey Factor – 1979-1980 A.D. (Complete Studio Recordings)

„Gray Factor“ waren eine der legendären Früh-80er Underground Postpunk/Minimal Bands aus Los Angeles. Sie nahmen zwei EPs auf, die aber nie physisch veröffentlicht wurden. Im Juli erscheint nun eine Zusammenstellung beider EPs digital und als LP. Dabei ist bemerkenswert, dass die beiden EPs mit leicht verschiedenen Besetzungen aufgenommen wurden, was sich tatsächlich auch musikalisch niederschlägt. So sind die ersten sechs Tracks der ersten EP typischer Früh-80er Minimal mit Postpunk Einschlag wie man es von Bands wie „Last Man In Europe“ kennt. Die restlichen Tracks sind vielseitiger, poppiger und teils mit mehrstimmigem Gesang. Schöne Compilation, die ganz ohne Füllmaterial auskommt!

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