The Murder Capital – When I Have Fears

Die irische Band „The Murder Capital“ genoß schon vor jeder Veröffentlichung in ihrer Heimat den Ruf, eine großartige Live-Band zu sein. Nun erscheint ihr Debüt – aufgenommen und produziert von niemand geringerem als Flood, der schon mit unzähligen Größen wie Cure, Depeche Mode, Erasure, U2, Gary Numan, Soft Cell, Nitzer Ebb, PJ Harvey und Nick Cave zusammenarbeitete (sein Discogs Eintrag umfast 49(!) Seiten).
Dass „The Murder Capital“ eine wahnsinnig gute Live Band sind, glaubt man schon nach den ersten Takten von „when i have fears“. Die Band macht eine extrem druckvolle Mischung von Post Punk und Noise Rock der frühen 90er. Nicht zuletzt wegen des Gesanges fühlt man sich schnell an Nick Cave und somit seine „Birthday Party“ erinnert. Gerade der sehr ruhige und extrem düstere Titeltrack unterstützt den Eindruck. Sagte da jemand „Crime And The City Solution“? Ja genau sowas. Am besten funktionieren sie laut, wild und morbide. Ein etwas unbedeutender Song findet sich mit „on twisted ground“ auf dem Album. Der läßt einen etwas ratlos dastehen, zumal das andere ruhige Stück „how the streets adore me now“ wegen seiner Düsternis ganz hervorragend funktioniert. Aber das ist ja auch nur ein Song…
Tolles Debüt!

(vk)