Gerade hat das allseits bekannte Duo „Lebanon Hanover“ sein siebentes Album in die Welt gelassen – also digital. Physische Tonträger werden folgen. Ganze fünf Jahre haben die beiden sich für „asylum lullabies“ Zeit gelassen. So lange, wie für noch kein Alben zuvor. Die guten Nachrichten vorab: Nach über zehn Jahren Bandgeschichte bemühen sich „Lebanon Hanover“ noch immer, neue Wege zu gehen und gleichzeitig tappen sie nicht in die Falle, sich irgendwelchen Trends anzudienen. Aber das haben sie ja tatsächlich nie getan. Das muss man den beiden zugute halten. „asylum lullabies“ ist dabei noch ein wenig sperriger geraten als sein Vorgänger „sci-fy sky“. Es fällt auch auf, dass William Maybelline weniger gekünstelt bzw. anders singt, als man es von ihm kennt. In Tracks wie „my love“ glaubt man gar einen neuen Sänger zu hören. Das sind alles ohne Zweifel alles Pluspunkte. Jetzt kommt das Aber: Leider will keines der Stücke so recht hängen bleiben. Wer gar auf Hits wartet, wird hier enttäuscht. Das Album wabert seltsam düster und ziellos vor sich hin. Man könnte auch sagen: Uninspiriert. Man wartet auf den zündenden Moment. Leider vergebens.
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(vk)