Medio Mutante – Thrill Factor Overload

Das Projekt „Medio Mutante“ startete als Band und ist nun nur noch ein Ein-Mann-Projekt. 2008 hatte die damalige Band mit ihrer „inestbale“ Ep einen veritablen Erfolg. Alben folgten erst ab 2016. Gerade ist „thrill factor overload“ erschienen. Digital und als Lp. Leicht sperrig wie schon beim Frühwerk, werden hier minimale Sounds und Modularsounds miteinander verbunden. Seth Nemec aka „Medio Mutante“ bedient sich etlicher Sprachsamples. Insgesamt macht das alles das Album etwas schwierig zugänglich. Wenn man sich aber drauf einlässt, ist das hier eine interessante Platte.

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EchoDroides

Das Chicagoer Duo „EchoDroides“ ist so eine späte Neuentdeckung. Bereits 2013 veröffentlichten sie ihr Debüt „orbita“ und präsentierten eine Mischung von Electroclash, „Erasure“ und Italo. Alles ist cheesy und poppig, aber nicht belanglos. Alles wird von dem Oberbegriff 80er zusammengehalten. Dem Sound sind sie bis heute treu geblieben, haben ihn lediglich ein wenig modernisiert. Ihr bisher letztes Release ist die 3-Track EP „duality“ aus dem Juli des vergangenen Jahres. Interessanter Act, von dem ich mir mehr physische Releases wümschen würde.

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Kula Shaker – Wormslayer

Die britische Formation „Kula Shaker“ schwammen in den 90ern mit ihrem inidisch angehauchten Psychrock erfolgreich auf der Britpop Welle mit, ohne eigentlich Britpop zu spielen. 1999 kam der Split, 2007 das völlig ungerechtfertig wenig beachtete Comeback. Die anschließende Ratlosgikeit mündete 2010 in dem folkigen „pilgrim’s progress“. Danach orientierte sich die Band wieder an ihren Anfangstagen. Das war solide, aber überwiegend etwas langweilig. Nun also „wormslayer“. Hier orientieren sie sich weiterhin an ihren Anfangstagen. Allerdings haut das endlich wieder hin. Man hat das Gefühl, die Begeisterung sei zurück. Mal bauen sie spielerisch Remineszenzen an ihren frühen Hit „tattva“ („good money“) oder an die übergroßen „Pink Floyd“ („broke as folk“) ein, dann haben die Stücke eine mitreßende Energie. Folk gibts auch. Sicher ist das nichts wirklich Neues. Aber „Kula Shaker“ machen Anno 2026 das, was sie schon am besten konnten und das voller Spielfreude.

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At-Risk – Homebody

„At-Risk“ ist ein neues Projekt aus Warschau, das sich dem Synthwave der ganz frühen 80er Jahre verschrieben hat. Jene Zeit, als dieser Musik noch ein 70er-Jahre-Flair inne wohnte. John Foxx und ähnliche Artists lassen grüßen. Die Debüt Ep ist gerade erschienen. 5 Tracks – elf Minuten. Alles rund! Bisher digital, als Tape und CD erhältlich. Ganz tolles Projekt! Hoffentlich kommt da noch einiges! Gerne auch auf Vinyl…

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Këkht Aräkh – Morning Star

Letztes Jahr sorgte „Draugveil“ als eine Art Posterboy der Blackmetal Szene für einige Furore. Dabei hatte er das Konzept bis hin zur Musik recht deutlich dem Ukrainer „Këkht Aräkh“ „entliehen“. Das wollte der wohl nicht auf sich sitzen lassen, und so erscheint im März dessen drittes Album. Zu hören gibt es bisher einen Track. Der schließt an das Vorgänger Album an, ist aber deutlich vielschichtiger und „besser“ produziert. Wie gewohnt wird dem klassisches Black Metal gehuldigt. Das ändert auch nicht ein gewisser Popappeal. Vermutlich wird es aber wieder ein spannendes Album!

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Beach Boys – Adult/Child

Um die US-Band „Beach Boys“ um den im letzten Jahr verstorbenen, genialen Songschreiber Brian Wislson ranken sich etliche Legenden. Neben dem Album „smile“, das in Wilsons Drogenrausch versandete, gehört auch das nie offiziell erschienen Album „adult/child“ von 1977 dazu. Das war eher ein Wilson Solo Album. Reduziert und ergänzt um Streichersätze. Von einer Veröffentlichung wurde damals abgesehen, weil das Vorgängerwerk zu erfolglos war. Zu riskant erschien ein ungewöhnliches Werk wie „adult/child“. Es gab über die Jahrezente bereits einige Bootlegs mit den Songs. Im Februar erscheint es nun erstmals offiziell. Leider allerdings nur als Bestandteil der Box „we gotta groove: the brother studio years„. Die Box umfasst das Album „love you“, diverse Sessions und eben „adult/child“. Die Musik fährt einen ziemlich deutlichen 70s Vibe auf. Wer damit kein Problem hat, wird hier einen Schatz finden!

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Spencer Cullum’s Coin Collection – 3

Spencer Cullum schickte sich 2020 an, unter dem Namen „Spencer Cullum’s Coin Collection“ ein Trilogie von Alben zu veröffentlichen. Teil eins war eine Mischung von Sunshinepop, Folk und Krautrock. 2023 erschien Teil 2 und war deutlich reduzierter und klang nach 70er Folkpop. Immer März schließt Cullum mit Teil drei. Davon gibt es bislang einen Song zu hören. Der aber ist so gut, dass der allein besser ist, als die beiden vorherigen Alben: Unaufgeregten Hippiefolk mit „Donovan“ Anleihen muss man erst einmal so gut hingbekommen…:

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Combustible Edison – Forbidden Isle Of Demos

Die Band „Combustible Edison“ war in den 90ern eine der Speerspitzen der damaligen Easy Listening Bewegung. Ihr Exotica Sound mit Surf und Pop Einwürfen weiß auch heute noch zu begeistern. Leider war Ende der 90er Schluss. Bereits 2023 erschien diese Zusammenstellung von Demos, die Aufnahmen aus der Zeit vor dem Band Debüt 1994 zusammenfasst. Dadurch haben die Stücke einen charmant-rohen Charakter. Der Titel „forbidden isle of demos“ ist eine offensichtliche Hommage an das legendäre Album „forbidden island“ des Genre-Meisters Martin Denny. Ein Muss für Freund*innen des Genres!

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Adam Tristar – VHS Horror Tape

Vier Jahre hat sich das Projekt Adam Tristar aus Amsterdam für das neue Album Zeit gelassen. Das hat sich gelohnt. Adam Tristar aka Daniel Spiekerman hat bei bisher allen Releases das gewisse Etwas an Gespür, wenn es um analoge Synthie Sounds ging. Dennoch wusste das Ganze auf Album-Länge nicht zu überzeugen. Auf „vhs horror tape“ hat er das nun geschafft. Die düsteren Soundscape erinnern bisweilen an „November Növelet“ („the creeps come out“). Andere Stücke sind tanzbarer. Alles wird aber von einer bedrohlichen Atmosphäre zusammengehalten, was sicher auch auf den abwesend wirkenden Sprechgesang zurückzuführen ist. Tolle Platte!

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Monotonik – Monotonik 1982-1985

Das Projekt „Monotonik“ kommt angeblich aus dem Zagreb der frühen 80er Jahre. Die Sounds lassen aber eher ein späteres Aufnahmedatum vermuten. Jedenfalls ist soeben eine Zusammenstellung der Aufnahmen erschienen. Digital und als LP. Die Musik ist ungewöhnlich. Elektronisch, mal dunkel, mal soundtrack-artig und selten konventionell. Interessante Musik, die erarbeitet werden will. Leider kostet die LP ganze 30 Euro ohne Versand. Schon etwas happig. Das könnten kleine Labels schon etwas günstiger gestalten…

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