Violet Tremors – Time Is the Traitor

Kollege Marco hat mit den „Violet Tremors“ eine schöne Entdeckung gemacht. Die beiden US-Amerikanerinnen haben es unter diesem Namen leider nur auf ein Album gebracht, und das hat nun auch inzwischen schon 8 Jahre auf dem Buckel.
Die Musik kreist um das zentrale Thema 80s Minimal, wenn man so will. Und doch ist es nur das Thema. „time is the traitor“ überzeugt dank viel Abwechslung: Verträumtheit, kalten Dance-Electro und vieles Mehr gibt es da zu hören. Schöne Platte, die eigentlich viel mehr Beachtung verdient hätte.

(vk)

Anna Dobiey – Anna Dobiey

Anna Dobiey hat 1981 lediglich ein Album und zwei Singles herausgebracht, wobei sich beide Singles auch komplett auf dem Album wiederfinden. Absurder Fakt dazu: Die Single „ich häng rum“ wird bei Discogs für 48 € angeboten, wobei das Album gerne auch noch für 20-25 € zu haben ist.
Jedenfalls verdankt Anna Dobiey ihren bescheidenen Ruhm vor allem dem Coverartwork des Albums und ihrer schrägen Cover Version von David Bowies „ashes to ashes„.
Dabei hat ihre New Wave Glitzer Pop Welt durchaus noch Einiges mehr zu bieten wie etwa die Stücke „liebe“, „resümme“ und „ich häng rum“, die erstens durchaus tanzbar sind und es zweitens locker mit den Stücken der ungleich bekannteren Bremer Kolleginnen von „Saad Bonaire“ aufnehmen können.

(vk)

Cosima Opârtan – Ploaia

Was für eine Entdeckung! Die Debüt 7″ der Bukarester Designerin und Sängerin Cosima Opârtan lässt sich wahrlich kaum kategorisieren. Verweigerung findet hier mal ganz anders statt. Ein Bekannter nannte das Ganze Widow Pop mit Balkanmusikanklängen, ohne in eine etwaige Worldmusic-Falle zu tappen.
Die Dame sollt man jedenfalls im Auge behalten!

(vk)

Wladyslaw

Der Spanier Sergio Trejo aka Wladyslaw begann 2015 digital zu veröffentlichen. Leider ist es seit 2016 still um ihn geworden. Sehr bedauerlich, überzeugt seine Musik doch mit einer gewissen Eigenständigkeit. Hier werden 80er Minimal, düstere Soundcollagen und traumhafte Sequenzen zusammengefügt.
Seinen Output gibt es übrigens komplett kostenfrei auf seiner bandcamp Seite zum Download.

(vk)

Oberst Panizza – Enough

Oberst Panizza – sonst wichtiger Musiker hinter den beiden Berliner Projekten „Liste Noire“ und „Velvet Condom“ – hat gerade die neue (digital) ep „enough“ veröffentlicht. Musikalisch ist Oberst Panizza weniger synthiepoppig unterwegs als die beiden Hauptprojekte und orientiert sich mehr am 80er Jahre Minimal und an Clubsounds. Dass er seine Stimme unnötigerweise durch einen Vocoder jagt, belegt der großartige Song „im kalten see„. Mehr davon!

(vk)