Die Arbeit – Material

„Die Arbeit“ kommen aus Dresden und veröffentlichen mit „Material“ ihr Debüt. Sowohl Produktion als auch Info sehen das Quartett wohl in der Tradition von aktuellen Bands wie „Die Nerven“ oder „Isolation Berlin“. Das tut den jungen Herren aber Unrecht. Denn „Die Arbeit“ fängt eine Dringlichkeit ein, die den genannten so fehlt.
Sie verbinden klassischen, leicht rödeligen Indie-Gitarren-Sound mit einem nöhligem Gesang, der dem frühen Peter Hein von den „Fehlfarben“ zur Ehre gereicht. Sympathisch dabei auch: „Die Arbeit“ schreiben nicht nur die Songs selber, sondern haben das Album auch selber produziert. So viel wie möglich in den eigenen Händen behalten. Gut so.
Es gibt hier und da ein paar schwächere Stücke wie „leichen“, bei dem ihnen wohl ein wenig die Ideen ausgegangen sind. „keine zeit für ironie“ hat eine düstere 80er Atmosphäre, erinnert gleichzeitig an frühe „Blumfeld“ und reißt es leicht wieder raus. Der Überfliegersong ist und bleibt aber die Single „haut, knochen und gesichter“, das so druckvoll ist, kombiniert mit einem simplen wie mitreißenden Riff. Dem kann man sich schwerlich entziehen und ist sicher spätestens beim ausbrechenden Refrain dabei.

(vk)