Këkht Aräkh – Morning Star

Letztes Jahr sorgte „Draugveil“ als eine Art Posterboy der Blackmetal Szene für einige Furore. Dabei hatte er das Konzept bis hin zur Musik recht deutlich dem Ukrainer „Këkht Aräkh“ „entliehen“. Das wollte der wohl nicht auf sich sitzen lassen, und so erscheint im März dessen drittes Album. Zu hören gibt es bisher einen Track. Der schließt an das Vorgänger Album an, ist aber deutlich vielschichtiger und „besser“ produziert. Wie gewohnt wird dem klassisches Black Metal gehuldigt. Das ändert auch nicht ein gewisser Popappeal. Vermutlich wird es aber wieder ein spannendes Album!

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Beach Boys – Adult/Child

Um die US-Band „Beach Boys“ um den im letzten Jahr verstorbenen, genialen Songschreiber Brian Wislson ranken sich etliche Legenden. Neben dem Album „smile“, das in Wilsons Drogenrausch versandete, gehört auch das nie offiziell erschienen Album „adult/child“ von 1977 dazu. Das war eher ein Wilson Solo Album. Reduziert und ergänzt um Streichersätze. Von einer Veröffentlichung wurde damals abgesehen, weil das Vorgängerwerk zu erfolglos war. Zu riskant erschien ein ungewöhnliches Werk wie „adult/child“. Es gab über die Jahrezente bereits einige Bootlegs mit den Songs. Im Februar erscheint es nun erstmals offiziell. Leider allerdings nur als Bestandteil der Box „we gotta groove: the brother studio years„. Die Box umfasst das Album „love you“, diverse Sessions und eben „adult/child“. Die Musik fährt einen ziemlich deutlichen 70s Vibe auf. Wer damit kein Problem hat, wird hier einen Schatz finden!

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Spencer Cullum’s Coin Collection – 3

Spencer Cullum schickte sich 2020 an, unter dem Namen „Spencer Cullum’s Coin Collection“ ein Trilogie von Alben zu veröffentlichen. Teil eins war eine Mischung von Sunshinepop, Folk und Krautrock. 2023 erschien Teil 2 und war deutlich reduzierter und klang nach 70er Folkpop. Immer März schließt Cullum mit Teil drei. Davon gibt es bislang einen Song zu hören. Der aber ist so gut, dass der allein besser ist, als die beiden vorherigen Alben: Unaufgeregten Hippiefolk mit „Donovan“ Anleihen muss man erst einmal so gut hingbekommen…:

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Combustible Edison – Forbidden Isle Of Demos

Die Band „Combustible Edison“ war in den 90ern eine der Speerspitzen der damaligen Easy Listening Bewegung. Ihr Exotica Sound mit Surf und Pop Einwürfen weiß auch heute noch zu begeistern. Leider war Ende der 90er Schluss. Bereits 2023 erschien diese Zusammenstellung von Demos, die Aufnahmen aus der Zeit vor dem Band Debüt 1994 zusammenfasst. Dadurch haben die Stücke einen charmant-rohen Charakter. Der Titel „forbidden isle of demos“ ist eine offensichtliche Hommage an das legendäre Album „forbidden island“ des Genre-Meisters Martin Denny. Ein Muss für Freund*innen des Genres!

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Adam Tristar – VHS Horror Tape

Vier Jahre hat sich das Projekt Adam Tristar aus Amsterdam für das neue Album Zeit gelassen. Das hat sich gelohnt. Adam Tristar aka Daniel Spiekerman hat bei bisher allen Releases das gewisse Etwas an Gespür, wenn es um analoge Synthie Sounds ging. Dennoch wusste das Ganze auf Album-Länge nicht zu überzeugen. Auf „vhs horror tape“ hat er das nun geschafft. Die düsteren Soundscape erinnern bisweilen an „November Növelet“ („the creeps come out“). Andere Stücke sind tanzbarer. Alles wird aber von einer bedrohlichen Atmosphäre zusammengehalten, was sicher auch auf den abwesend wirkenden Sprechgesang zurückzuführen ist. Tolle Platte!

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Monotonik – Monotonik 1982-1985

Das Projekt „Monotonik“ kommt angeblich aus dem Zagreb der frühen 80er Jahre. Die Sounds lassen aber eher ein späteres Aufnahmedatum vermuten. Jedenfalls ist soeben eine Zusammenstellung der Aufnahmen erschienen. Digital und als LP. Die Musik ist ungewöhnlich. Elektronisch, mal dunkel, mal soundtrack-artig und selten konventionell. Interessante Musik, die erarbeitet werden will. Leider kostet die LP ganze 30 Euro ohne Versand. Schon etwas happig. Das könnten kleine Labels schon etwas günstiger gestalten…

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Phantoms Of Future – Forever Dark

Die Dortmunder Band „Phantoms Of Future“ begann Anfang der 90er eine seltsame Varieté-Variante von Postpunk und Gothrock zu spielen. Abseits bekannter Wege entwickelten sie tatsächlich einen eigenen Stil. Spannend vor allem, wenn poppige Noten Einzug hielten. Zwei Alben lang konnte das tragen. Um die Jahrtausendwende wurds ruhig um die Band. Und auf einmal gibt es ein neues Album: „forever dark„. Das erscheint auf Massacre Records – einem Metal Label – und deutet damit das „Leider“ der neuen Platte schon an: Wieder sind es die poppigen Sprengsel, die die Stücke gut machen. Aber in beinahe allen Stücke schleicht sich ein Alt-Herren-Peino-Metal-Touch ein. Inklusive böser „Neue deutsche Härte“-Stimme. Wenn das nicht wär, könnte das vielleicht was werden… Aber so bleibt Enttäuschung. Schade!

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And Also The Trees – The Devil’s Door

In den letzten Jahren releasen die Briten von „And Also The Trees“ wieder erfreulich regelmäßig neue Alben. Im März ist es wieder so weit und „the devil’s door“ erscheint. Nach über vierzig Jahren Bandgeschichte ist es bemerkenswert, dass die Band auch heute noch hochwertige Musik released, ohne sich einfach nur zu wiederholen. Vom kommenden Werk gibt es bislang einen Song zu hören, der beinahe etwas poppig daherkommt und weniger dem Postpunk huldigt. Die Melancholie bleibt. Jedenfalls klingt „the silver key“ vielversprechend.

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Nouvelle Phénomène

Wer hätte das gedacht, dass über 12 Jahre nach Erscheinen des bislang einzigen Albums „glory of romance“ des Projektes „Nouvelle Phénomène“ tatsächlich noch neue Musik veröffentlichen wird. In diesem Jahr erscheint sogar ein neues Album. Vorab gibt es den Song „white shadow“. Der ist zwar schön, enttäuscht aber ein wenig. Man vermisst die schwelgerischen Melodien, die man von der Band so liebt. Aber warten wir ab, wie es weiter geht!

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CVSY – The Lost Bedroom Tapes Vol. 2

Das Hamburger Projekt „CVSY“ ist niemand geringeres als das Alter Ego von „Glaring„. Grund für den anderen Namen ist die etwas andersartige Musik: Die Tracks sind instrumental, roh und haben Sessioncharakter. Das bestätigt die Bandcamp Seite: „no edits“. Was es zu hören gibt, ist sicher nicht neu, aber interessanter Analogsynthie Sound. Bisher digital only erhältlich.

https://cvsy.bandcamp.com/album/the-lost-bedroom-tapes-vol-2

(vk)