Touch By Touch – Power Dynamics

Just heute ist das Debüt Album „power dynamics“ des Wiener Duos „Touch By Touch“ erschienen. Bisher konnten sie einige Aufmerksamkeit mit ihrem „Max & Intro“-Cover „ostavi sve“ auf sich ziehen. Nun also eigene Musik und das auf Kernkrach. Hier geben sie sich bisweilen auch etwas düsterer. Am besten funktionieren aber die poppigen Tracks, die wegen des Gesangs Erinnerungen an „Boytronic“ wecken. „body language“ und „talk talk talk“ sind da gute Beispiele. Wenn mehr Gitarre zu Einsatz kommt und ein dunkler Gesang wie in „aldozat karhozat“ hat man das Gefühl, sie wollten den ersten Preis im „She Past Away“-Soundalike-Contest gewinnen. Das sollten sie lieber sein lassen. Der Pop Appeal von „Boytronic“ steht ihnen deutlich besser zu Gesicht. Zum Glück überwiegen die poppigen Tracks!

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(vk)

Kühle Matrosen – Randalé À Paris

Es hat sich ja schon eingebürgert, dass uns „Kühle Matrosen“ die Wartezeit auf das neue Album mit digitalen Releases von Seiten-Projekten und mit Live Aufnahmen versüßt. Anfang des Jahres spielten die „Matrosen“ in Paris auf dem Synth Frequency Festival. Nun gibt es eine ziemlich rohe Aufnahme davon, die aber gerade deshalb den Vibe der Veranstaltung prima einfängt. Abriss!

https://kuehlematrosen.bandcamp.com/album/randal-paris-km-live-at-synth-frequency-2

(vk)

Klez.e – Einmal Mehr Mit Dir Gegen Die Furcht

Zwei Jahre ist das gelungene und zurecht gefeierte letzte Album „erregung“ der Band „Klez.e“ her. Im Juni folgt „einmal mehr mit dir gegen die furcht“. Davon gibt es bislang der Song „hymnus“ zu hören. Ein Song voller schwerer Melancholie – wieder angefüllt mit den typischen „Cure“-Vibes. Sehnsucht in Musikform. Wenn das Album hält, was der Song verspricht, wird das toll!

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Kostenfalle – Das Geflecht

Ebenfalls auf dem TickTack Abend präsentierte sich das Duo „Kostenfalle“ mit ihrem Debüt Album „das geflecht“. Das war die beiden veranstalten kann sicher am besten als Synthpunk bezeichnet werden. Ergänzt mit viel 80ern und einer gehörigen Portion Dringlichkeit. Die Stücke machen ordentlich und reißen besonders live mit. Da bleibt niemand ruhig sitzen! Auch auf Lp gelungene Sache! Von „Kostenfalle“ werden wir auf jeden Fall noch einiges hören!

https://ticktackplatten.bandcamp.com/album/das-geflecht

(vk)

PAF – Hits From The Oberstübchen

Gestern war großer Release Abend des neuen Labels TickTack Platten aus Hamburg. Gleich zwei LPs und eine Single wurden released. Dass das Labellogo überdeutlich an das von ZickZack erinnert, dürfte sicher keine Zufall sein. Eine der Bands war „PAF“. Kennt noch jemand Kassettentäter und oder den früh 80er deutschen Tape Sound? Denn genau so etwas machen PAF. Bewusst roh gehalten und mit einem krassen DIY Sound geprägt, sollte man nicht unterschätzen, was da passiert. Gerade Pia A. zeigt allen mal, was man so alles mit einem Korg MS20 Synthesizer so machen kann! Wow! Folgerichtig wurde „spiel ums leben“ der „Lustigen Mutanten“ gecovert. Tolle Band, die mit einfachen Mittel ausgesprochen viel Spaß macht!

https://ticktackplatten.bandcamp.com/album/hits-from-the-oberst-bchen

(vk)

Massive Luxury Overdose (MLO)

Das Brightener Duo „Massive Luxury Overdose“ ist schon ein paar Jahre aktiv und veröffentlicht zwar wenige, aber gut digitale Tracks. Die sind cluborientierter Darksynchs-Sound. Soweit so uninteressant. Allerdings schaffen sie es durch einfallsreiche Sounds und Ideen, sich von dem bekannten Einerlei abzuheben. Bisher gibt es offenbar nur die Tracks auf Bandcamp. Kann sich da mal nicht ein Label drum kümmern…?

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Ora Cogan – Hart Hearted Woman

Vor drei Jahren überzeugte die US-Amerikanerin Ora Cogan mit dem schönen Album „formless„: Es vermengte fragilen Folk mit Dreampop. Alles getragen von ihrer eigenen folkigen Stimme. Auf dem am 13. März erscheinenden Album „hart hearted woman“ geht sie den Weg zwar weiter, ergänzt ihn aber im mal krautige Elemente und verstärkt die dreampoppige Seite ihrer Musik. Das Ergebnis ist ein wunderschönes Album voller Sehnsucht und einem Gefühl von Verlorenheit. Beste musikalische Untermahlung für einen frühsommerlichen Abend am Lagerfeuer!

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Kobalin

„Kobalin“ ist die neueste Inkarnation der „Grundeis“ Sängerin Laura Müller. Bisher war sie solo sphärisch als „Undinyx“ unterwegs. Bei „Kobalin“ orientiert sie sich an NNDW und ist damit zwar deutlich poppiger als mit ihren anderen Projekten. Aber dennoch hört man die Künstlerin noch raus. Das Resultat funktioniert am besten bei dem neuen (und zweiten) Song „blei“. Das könnte noch spannend werden…

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Die Regierung – Immer Unbekannt

Letztes Jahr wurden die 80er Tapes von „Die Regierung“ auf Minimalkombinat wiederveröffentlicht. Nun also ein komplett neues Album. Schon krasser Kontrast zwischen den Aufnahmen der beiden Alben, zwischen denen gut 40 Jahre liegen. Und doch klingt „Die Regierung“ auch heute noch herrlich roh und undergroundig. Aber deutlich zugänglicher und poppiger als damals. Unaufgeregt, Texte über Alltägliches – über Liebe. Hier braucht es keine große Geste. Es fühlt sich immer ein bisschen wie zu Hause an, wenn man „Die Regierung“ hört. Und genau das ist einerseits ihre Stärke, hat aber vermutlich auch dazu beigetragen, dass sie nie ganz groß raus kamen und auch in der „Hamburger Schule“ eher Hinterbänkler waren. „immer unbekannt“ scheint da eine ironische Selnbstbeschreibung. Aber zu unrecht! Gebt dem Album eine Chance!

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Xiu Xiu – Xiu Mutha Fuckin‘ Xiu: Vol. 1

„Xiu Xiu“ haben ein neus Album veröffentlicht. Das ist bei Jamie Stewarts Artpop Projekt immer ein Grund zur Freude. Und stets weiß man nicht, was einen erwartet. Dieses Mal ist es ein Cover Album. Dass „Xiu Xiu“ Cover liegen, hat nicht nur ihre Neuinterpretation des Twin Peaks Soundtracks bewiesen. Auch als sie mit „Deerhoof“ „Joy Division“ Alben performten, war das magisch (und leider noch nicht veröffentlicht). Nun also ein Cover Album mit Tracks verschiedenster Artists: „Talking Heads“, „The Normal“ (ja, „warm leatherette“…), Screaming Jay Hawkins, „Soft Cell“ und sogar „Throbbing Gristle“ sind dabei. Allen Songs fügen sie die ganze eigene „Xiu Xiu“ Note hinzu, sodass man es gefühlt mehr mit einem eigenen Band Album zu tun hat als mit einem Cover Album. Natürlich geht es gerne auch sperrig zur Sache. Wilder Ritt, auf dem es viel zu entdecken gibt!

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