„Verve“s Richard Ashcroft bedarf keiner großen Vorstellung. Selbst solo hat er einige wirklich großartigen Pophymnen geschrieben. In den letzten bald 20 Jahren gelang es ihm leider nicht mehr, an seine früheren Glanzleistungen anzuschließen. Die Alben wirkten lieb- und leblos. Im Vorprogramm der großen Reunion Tour der Britpopper „Oasis“ konnte er jüngst noch einmal aufzeigen, wieso er einst so gefeiert war. Das nahm er dann wohl auch zum Anlass, das Ganze live mitzuschneiden. So ist nun (bislang nur digital) das Live Album „live vol. 1“ erschienen. Tatsächlich glänzt Ashcroft hier. Außer dass vielleicht das ein oder andere Stück ein wenig zu lang geraten ist im „das stück ist so toll“-Live-Rausch. Die langsam etwas brüchig werdende Stimme verleiht der Musik zusätzlich Melancholie. Es bleibt aber festzuhalten, dass die stärksten Stücke die seiner Band „Verve“ sind. Und gleichzeitig lässt es einen sehnsuchtsvoll an eine Zeit zurückdenken, als schwelgerischer Pop noch wirklich berühren konnte.
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(vk)