Beck – Ride Lonesome

Anfang des Jahres beglückte uns „Beck“ noch mit der schönen Compilation „everybody’s gotte learn sometimes„. Nun ist soeben mit „ride lonesome“ ein komplett neues Album erschienen. Der Legende nach ist es der Abschluss einer Trilogie bestehend aus „sea change“ (2002), „morning phase“ (2014) und eben „ride lonesome“. Dass hier eine geplante Trilogie über Schmerz und Sehnsucht vorliegt, halte ich zwar für Marketing Unsinn. Aber alle drei Alben eint sehnsüchtig schwelgerische Musik auf überwiegend akustischer Grundlage. Akustikgitarre, Klavier und Streicher bilden das Fundament. Dazu eine von den 70ern beeinflusste Produktion. Das alles bringt bei „Beck“ gekonnt Sehnsucht und Melancholie zum Ausdruck. Was bei „sea change“ mit den Anleihen an Gainsbourgs „histoire de melody nelson“ genial funktionerte und ein Meisterwerk schaffte, gelang bei „morning phase“ nur bedingt. Auf „ride lonesome“ gelingen die Harmonien wieder deutlich besser. So liefert „Beck“ hier sicher eines der besten Herbst Alben des Jahres ab. Zwar wird er die Genialität eines „lonesome tears“ wohl nicht mehr erreichen… Vielleicht ist das auch etwas zu viel verlangt; denn „ride lonesome“ ist und bleibt ein starkes Album!

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(vk)