Das schwedische Projekt „Ståltråd“, das nicht zuletzt mit seinem Minimal Hit „eremit“ die Tanzflächen füllt und mit dem selbstbetitelten Album letztes Jahr nicht weniger als eines der besten Alben des Jahres ablieferte, hat zwei neue Tracks veröffentlicht. Etwas weniger tanzbar, etwas melancholischer, aber überzeugend!
Marcello Giombini
Letztens stellte ich die Platte „computer disco“ von Marcello Giombini vor, einem italienischen Soundtracktüfftler, der mit besagtem Album einen Ausflug in die Italo-Disko-Welt machte. Tatsächlich sind aber Giombini Soundtracks nicht minder interessant. Wo gerade Bands wie „SURVIVE“ dank der Serie „stranger things“ bekannt werden und 80er-artige Soundtracks wieder im Kommen sind, lohnt es sich, Giombinis anderen Platten mal ein Ohr zu leihen. Etwa das gerade wiederveröffentlichte „astromusic synthesizer“ oder der Soundtrack „overground“, der für sein Erscheinungsjahr 1973 erstaunlich modern ist.
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Luminance – Sans Visage
„Luminance“ aus Belgien sind eine noch recht neue Band, die zwischen Minimal und Wave zuverorten ist. Bislang bin ich schon öfter auf sie gestoßen, schenkte ihnen aber wenig Beachtung. Gibt man ihnen aber eine Chance und lässt sich auf ihre vielseitigen Alben ein, merkt man schnell, dass ihre Sound keineswegs so gewöhnlich ist, wie es zunächst den Anschein hat. Bemerkenswert auch, dass „Luminance“ musikalisch irgendwie typisch belgisch sind.
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Werner Karloff / Tata Technikk
Eine feine neue Split EP mit dem inzwischen auch nicht mehr ganz so neuen Star am Minimal Himmel Werner Karloff aus Mexiko. Der leifert wie gewohnt druckvoll tanzbare Minimal Stücke ab. Prima, dass es endlich mal etwas auf Vinyl von ihm gibt! Auf der anderen Seite findet sich „Tata Technikk“, im Prinzip ein Projekt des Mailorders/Labels Kernkrach.
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(leider war kein Track der EP zu finden:)
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British Sea Power – Let The Dancers Inherit The Party
Etwas verspätet ist nun die neue „British Sea Power“ LP erschienen. Was „bad bohemian“ andeutete, setzt sich auf dem kompletten Album fort: Beinahe unscheinbar kommt der Indiepop daher, wächst aber mit jedem Hören in hymnische Höhen. Klingt nun sicher übertrieben, aber wer die Band etwas kennt, weiß, dass genau das ihre Stärke ist. Man muss sich die Alben etwas erarbeiten, aber dann entpuppen sie sich schnell als neue Lieblingsalben!
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Vred
Der Spanier „Vred“ war dieses Jahr die große Überraschung auf dem Minimal Synths Festival „Waveteef“ bei Antwerpen. Das mag auch daran liegen, dass seine Stücke aus der Konserve nicht so sehr überzeugen, wie sie das live tun. Im Studio stutzt er die Stücke auf kurze Songs zurecht, wo er live dann in längere Tracks ausufert. Der Gesang ist live mehr im Hintergrund, was die Impro-Atmosphäre noch weiter unterstreicht. Gerade der DIY Charme fesselt auf der Bühne.
Den Mann sollte man aber in jedem Fall im Auge behalten.
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Digital Leather…
…bringen bald ein neues Album heraus. Wie das vorletzte Album erscheint es auf FDH Records. Allerdings waren die letzten Platten nicht mehr ganz so ungestüm und energiegeladen. Zu zahm war der postpunkig Synthterror geworden. Zu hören gibts vom neuen Werk noch nichts. Es bleibt also spannend… 😉
Mortal Boy – Sound Ventures Of A Dark Romantic
Hach, ist das alles fürchterlich kitschig! „Mortal Boy“ kommt aus LA und will so überhaupt nicht in das gängige Klischee der Stadt passen. Dunklen, melancholischen Synthpop mit Waveeinschlag musiziert er offenbar alleine vor sich hin. Eine gewisse Ähnlichkeit zu „Frozen Autumn“ lässt sich da ausmachen.
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Permanent Wave – Last Wave
Ein neues Dark Electro/Techno/Cold Wave Projekt aus Berlin. Die Bezeichnung an sich lädt ja zur Langeweile ein. Aber tatsächlich heben sich „Permanent Wave“ wohltuend von dem derzeit im Überfluß veröffentlichten Einerlei ab.
Am Freitag erschien ihre Debüt Ep. Seltsam nur, dass die Band offenbar nichts verkaufen will: Bislang konnte ich die EP leider nicht zum Kauf finden!
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Kikagaku Moyo – Stone Garden
Die japanischen Spacehippies „Kikagaku Moyo“ haben jüngst mit ihrem etwas belanglosen letzten Album enttäuscht. Das haben sie offenbar selber gemerkt; denn nun schieben sie mit „stone garden“ eine beinahe 40-minütige EP hinterher, die wieder etwas weniger poppig und mehr Freeform geworden ist. Das tut der Musik gut. Zwischen Kraut und Hippie schafft es das Kollektiv, nicht mit Klischees zu langweilen, sondern seinen eigenen Weg zu finden.
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