Crime & The City Solution – Shine/The Bride Ship/Paradise Discotheque

Auch wenn es 2013 ein Reunion Album gab, handelt es sich hier um Reissues und nicht um neue Platten. „Crime & The City Solution“ wurden ursprünglich in Australien gegründet und stammen aus dem Nick Cave Dunstkreis. So spielte der „Birthday Party“-Gitarrist Rowland S. Howard auf den frühen Platten. Das Ergebnis wurde ein verzweifelter Rausch an Musik für durchzechte Nächte. Mitte der 80er zog es Sänger und Kopf der Band Simon Bonney nach Berlin, wo er die Band u.a. mit Mick Harvey neu aufstellte. Die folgenden zwei Mini Alben „shine“ und „the bride ship“ schlossen zwar an den frühen Bandsound an, waren aber nicht ganz so trostlos. Eindringlich blieben sie und waren für mich immer die bessere Alternative zu Nick Cave. Ihr einzigartiger Sound verhalf Bonney und den seinen zu einem Auftritt in Wim Wenders legendärem Film „himmel über berlin“. Ende der 80er kam Alex Hacke zu der Band – besser bekannt von den „Einstürzenden Neubauten“. Hiermit wurden „Crime..“ überraschend poppig. Das Ergebnis von dieser Zusammenarbeit war „paradise discotheque“. Diese drei Alben erscheinen am 24. Februar neu. Ein Pflichtkauf für alle, die sie noch nicht haben…

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(vk)

Legendary Pink Dots – Only Dreaming

Die Band „Legendary Pink Dots“ um Sänger und Kopf Edward Ka-Spel mit ihrer im Wortsinne nicht fassbaren Menge an Releases (man schaue sich allein die Bandcamp Seite an…) bedürfen sicherlich keiner Vorstellung mehr. Jedes Release ist eine Überraschung, haben die „LPD“ doch von Drones über Avantgarde, Hippie Sound, Dark Wave und Minimal bis hin zu Pop so ziemlich alles ausprobiert. Das Ergebnis vermag nicht immer zu begeistern – jedenfalls langweilig sind die „Pink Dots“ nie. Das Jahr startet ausnahmweise nicht mit einem ganz neuen Album, sondern mit der erneuten Veröffentlichung von 42(!) Jahre alten und älteren Aufnahmen aus der Gründungszeit des Projektes. „ony dreaming“ umfasst spacig-experimentelle, aber auch durchaus poppige Stücke. Das wirkt alles mitreißend frisch und sei unbedingt empfohlen. Digital only, aber dafür zum name your price!

https://youtu.be/sBktFsJrRUw

(vk)

Karma Voyage – Lights In Forgotten Places

Die italienische Band „Karma Voyage“ sind seit 2019 aktiv. Ganz offensichtlich haben die Herren ausgiebig „Blue Angel Lounge“ gehört. Jedenfalls fällt es schwer zu glauben, dass das hier eine andere Band sein soll – so krass ähneln sich beide. Sogar der Gesang ist nahezu gleich. Auf dem Debüt Album von „Karma Voyage“ sind folgerichtig auch „Blue Angel Lounge“ zu Gast. Dass hier zwei verschiedene Sänger singen, bemerkt niemand. Und wie sagt man so schön: Gut geklaut ist besser, als schlecht selber gemacht. Und da es „Blue Angel Lounge“ ja nicht mehr gibt, freut es um so mehr, dass es eine Band gibt, die ihren düsteren Psychsound weitertragen!

https://youtu.be/2CtoEPwcE-w

(vk)

Local Suicide & Curses – Magia EP

Berlin derzeit wohl hipsten Club Acts dürften u.a. „Local Suicide“ und „Curses“ sein. Da liegt es nahe, dass sie sich für eine EP zusammentun. Das Ergebnis hört sich in etwa genau so an, wie man es bei der Mischung erwarten würde: Trackartige, clubbige und düstere Musik mit deutlichen EBM Elementen und Italo Sprenkeln. Laut im Club wird das vermutlich ganz wunderbar funktionieren!

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(vk)

Knarf Rellöm – Bitte Vor R.E.M. Einordnen

Nachtrag 2-2022… erfreulich! Ich mein, das es das tolle 97er Album von Ex-„Huah!“ Frontmann „Knarf Rellöm“ aka „Frank Möller“ zum 25. Jahrestag -neu aufgelegt- wieder auf Vinyl gibt. Immer noch ganz große spleenige Hamburger Singer-Songwriter Schule und gehört daher bei jedem gewogenen Indiefan in den Plattenschrank… sag ich mal so :0))

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(mf)

The Sea Urchins – Stardust

Über das weithin verehrte -genrebildende- Indie Pop Label „Sarah Records“ ist sicher so ziemlich alles wichtige gesagt und geschrieben worden. Aber wenn aktuell, quasi etwas verzögert zum 35-jährigen Jubiläum der ersten Sarah Single -ta-ta-ta-ta- „pristine christine“ der „Sea Urchins“ und 30 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer gesuchten Compilation „stardust“, letztere nun für Anfang Februar als Wiederveröffentlichung angekündigt wird, so ist das allemal große Vorfreude, einen Blogeintrag sowie das zeitnahe Rauswühlen und Auflegen von ein paar Sarah Scheiben wert.

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(mf)

Cat’s Miaow – Songs ’94-’98

Nachtrag 1-2022… die australischen „Cat’s Miaow“ sind seit Ihrer Gründung in den frühen 1990ern Teil des internationalen Twee und Indie Pop Undergrounds und werden -obwohl sie seit über 20 Jahren nichts mehr veröffentlicht haben- als Geheimtipp bis heute verehrt. Dabei haben sie es Musiksammler- und hörer:innen nicht unbedingt leicht gemacht, ihrer Musik habhaft zu werden, gab es doch die meisten Alben nur als -limitierte, entsprechend schnell vergriffene- Kassetten oder aber auf diversen Singles und EPs, die hier und da veröffentlicht wurden.
Daher ist es für alle Fans von skizzenhaft-verhallten wie melancholisch-verhuschten DIY Indiepops sicher ein interessanter Umstand, dass es nun nach 25 Jahren mit „songs ’94-’98“ erstmalig eine Vinyl Compilation gibt, welche die wichtigsten Songs zusammenfasst.

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(mf)

Karies – Tagträume An Der Schaummaschine I

Im Jahre neun nach dem herausragenden Debüt „seid umschlungen, millionen“ sind „Karies“ mit ihrem vierten Album zurück. Wo zu Beginn ihrer Karriere der kompromisslose Gitarrensound im Zentrum des Bandgefüges stand, kamen mit der Zeit immer mehr elektronische und poppige Elemente hinzu. Man könnte meinen, dass „Karies“ nach ihrer ungestümen Anfangszeit versöhnlichere Töne anschlagen wollen. Aber mit Friede, Freude, Eierkuchen hat das hier noch längst nicht zu tun. Es wird vielmehr ein neuer Klangksomos ausgelotet. Gut so! Kein Stillstand.

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(vk)

Dog Balls – Tell It To My Dogs

Im Februar erscheint auf dem Leipziger Label Clear Memory eine spannende EP, nämlich „Dog Balls“‚ „tell it to my dogs„. Musikalisch klingt das sehr nach „Le Syndicate Electronic“ – inklusive der düsteren Gesangseffekte. Das mag nicht unbedingt für den Dancefloor geeignet sein, hat aber eine wirklich spannende, dunkle Atmosphäre. Und obendrein kann man „Dog Balls“ ohne die politisch fragwürdige Ausrichtung von „LSE“ genießen. Tipp!

(vk)

The Dancing Cigarettes

Die us-amerikanische Band „The Dancing Cigarettes“ existierte offenbar nur kurz. Jedenfalls veröffentlichte sie 1981 und 1982 jeweils eine EP. Dabei machten sie einen ganzen spannenden eigenen Sound zwischen No Wave, New Wave und dem typischen neuseeländischen Flying Nun Bands. Aber so ganz will auch das nicht passen. Hier und da spielen auch 60s Elemente oder Twee Pop mit rein. Es gab ein paar Compilation. Die letzte kam 2016 auf Magnetic South und ist inzwischen auch schon recht hochpreisig. Ein Neuauflage der Zusammenstellung würde man sich da doch wünschen. Jedenfalls ist diese Band ein unebdingter Tipp für alle Menschen, die mal etwas Neues entdecken möchten. Ach und live war das wohl auch ein echtes Spektakel:

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(vk)