Fr. Dionysios Tabakis – Paradise Metal

Vorab: Das hier ist KEIN Metal. Aber es ist ein Release, das es in sich hat. Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte „paradise metal“ ist einzigartig. Das soeben auf dem griechischen Label Heat Crimes erschienene Album ist das Debüt des 53-jährigen orthodoxen Priesters. Das hat er allein zu Hause aufgenommen. Und die Musik? Ihr ahnt es, das wird wild! Tabakis spielt tatsächlich eine Metal Gitarre. Allerdings verzichtet er bis auf Hall weitgehend auf Effekte. Bemerkenswert ist auch die Art, wie er spielt: Eine Liedmelodie führt, dazu werden Akkorde eingeworfen und ein Tremolohebel setzt zusätzlich Akzente. Die Tonalität ist bewusst byzantinisch. So hört sich das für westeuropäische Ohren bisweilen recht orientalisch an. Noch wilder wird es, wenn er die Drummachine und den Synthie auspackt und obendrein liturgisch-sakralen Gesang hinzufügt. Einer dieser Songs heißt „techno ἐν Μοναστηρίῳ“ – Techno im Kloster. Es gibt auch Techno Christmas und einen Rap Track! Da spricht Tabakis zu sakralem Gesang und Glocken. Man muss sich hierauf einlassen. So irre das Alles ist, so großartig und wie gesagt: einzigartig ist „paradise metal“. Ach so: Erhältlich als Tape und digital hier.

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(vk)