Das Das – Leben In Bildschirmen

„Das Das“ aus Berlin waren 2020 mit ihrem selbstbetitelten Debüt wohl der Überraschungs- Erfolg des Labels Detriti. Der Synth Punk mit dem deutlichen Früh-80er Flair wusste offensichtlich zu überzeugen. 2021 erschien als Tape und digital der Nachfolger „leben in bildschirmen„. Seit kurzem ist das Zweitwerk nun auch als Vinyl erhältlich. Musikalisch verlässt sich das Duo aus seine Erfolgsformel. Allerdings erscheint „leben in bildschirmen“ etwas runder. Von daher sei diese Platte nicht nur Freund*innen des Debüts empfohlen, sondern auch jenen, bei denen der Funke bislang nicht überspringen wollte.

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I Start Counting – Re-Fused & Rejected

Das Label Mute und etliche der dort erschienenen Bands („Depeche Mode“, „Fad Gadget“ etc.) sind weit bekannt. Es gibt allerdings auch Acts, die schon seit den frühen 80ern ebenfalls dabei sind, und dennoch recht unbekannt blieben. „I Start Counting“ ist eine solche Band. 1984 veröffentlichte das britische Duo seine ersten Singles. Es folgten 1986 und 1988 zwei Alben. Tatsächlich hört man den Releases durchaus an, mit welchen Artists sich „I Start Counting“ das Label teilten. Leider blieben die Tracks aber hinter denen der bekannten Acts zurück.

Allerdings gibt es Sessions und unreleastes Material zu beiden Alben. Und die werden am Freitag auf gleich zwei Alben veröffentlicht. Die Stücke sind etwas spröder und minimaler als die bisher erschienenen Aufnahmen. Dabei entsteht eine Atmosphäre zwischen Post Punk und DIY Tape Acts. Ich persönlich halte diese beiden Alben für deutlich besser als alles, was die Band sonst in den 80ern veröffentlichte. Leider werden „re-fused“ und „rejected“ erst einmal nur digital und als CD erscheinen. Hoffentlich folgen da noch Vinyl Versionen.

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Equinoxious – El Desafío

Neues von dem mexikanischen Minimal Synth Helden „Equinoxious“. Gestern erschien die 8-Track EP „el desafío„. Es zeichnet sich ja schon seit einiger Zeit ab, dass sich Rogelio Serrano aka „Equinoxious“ sehr von den Modular Synth Eskapaden seines Helden „Martial Canterel“ beeinflussen lässt. Das zeigt sich auch auf dem neuen Werk. Allerdings hat er dabei den Pop nicht aus den Augen verloren und liefert 7 überwiegende instrumentale Pop-Minimal-Songs ab. Der achte Track wird als Bonus bezeichnet und hört sich wie eine düstere Improvisation an. Insgesamt eine runde Sache, die es gerne auch auf physischem Tonträger geben dürfte.

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Kellarissa – Voice Leading

„Kellarissa“ ist Larissa Loyva aus Kanada. Die Künstlerin hat einen höchste spannenden musikalischen Weg hinter sich. 2005 begann sie mit geradezu folkloristischer Musik. Bei Album Nummer 2 fügte sie eine gehörige Portion Indie dazu. Auf Album Nummer drei kamen Vapor Wave Sounds hinzu und verliehen ihrer Musik etwas cineastisches. 2018 – auf ihrem bis gestern letzten Album – entwickelte sie einen Italo-Synthie-Pop und klang plötzlich ganz anders. Lediglich der mehrstimmige Gesang erinnerte an bisherige Veröffentlichungen. 2019 besann sie sich mit einem Harmonium wieder auf ihre Wurzeln. Was all diese Veröffentlichungen eint, ist das Unkonventionelle. Gestern nun erschien „voice leading„. Wieder ein Synth Album. Aber trotz aller Vapor Wave und Pop Elemente sind die Tracks getragen. Schwer zu beschreiben. In jedem Fall sei „Kellarissa“ unbedingt emphohlen!

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Nasal

Menschen, die es gerne etwas obskurer mögen, sei die neueste Veröffentlichung des feinen Labels Minimalkombinat ans Herz gelegt: „Nasal“ aka Daniel Westin war 1983-89 in Schweden aktiv und bastelte skuril-chamante Minimaltracks abseits von Synthiepop Klischees. Die Tracks klingen alle sehr nach DIY und stecken voller humoriger Ideen. Enthalten sind bis auf 5 Tracks beide Tape-Alben des Künstlers. Tipp!

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SDH – Maybe A Body

Also mangelnde Entwicklungsfreude kann man dem spanischen Duo „SDH“ nicht vorwerfen. Nach einem coldwavigen Debüt folgte mit „against strong thinking“ eine Neuausrichtung gen Dancefloor. Der erste Song der am 29. April erscheinenden neuen EP „maybe a body“ bedient sich nun bei Sounds und Beats aus der Zeit des Wechsels von den 80ern in die 90er. Der Ergebnis ist unbedingt hörenswert.

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Ibibio Sound Machine – Electricity

„Ibibio Sound Machine“ kommen aus London und sind seit 2014 aktiv. Das Kollektiv um die nigerianisch-stämmige Sängerin Eno Williams hat sich einer schrillen Mischung von afrikanischem Funk und Disco mit diversen Club und Elektro-Elementen verschrieben. Die ersten Alben konnten mich nicht so recht überzeugen. Auf dem soeben erschienenen „electricity“ aber arbeiten sie mit sägenden Synthie Sounds und Kraut Versatzstücken. Dabei kreieren sie etwas ganz undefinierbar-faszinierendes an Musik. Der Oberknaller, der sicher auch in jedem „düsteren“ Club funktionieren wird, ist der Opener „protection from evil“. Tanzbar und dazu Sprechgesang mit 80er Flatterhall. Großartig! Hört euch das mal an!

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R. Missing – Placelessness and Saturnining

„R. Missing“ kommt aus New York und ist solo seit 2017 aktiv. Bisher veröffentlichte sie eher gewöhnlichen Synth/Cold Wave Pop. Im Januar erschien jedoch ihre neue Ep „placelessness and saturnining„, auf der sie sich offenbar erstmals etwas mehr traut. Zwar stehen hier immernoch Synthies und Pop im Vordergrund. Aber dieses Mal benutzt sie skurrile Sounds und Ideen, sodass sie sich nun ein Plätzchen zwischen den „Chromatics“ und dem „Twin Peaks“ Sounddtrack gesucht hat. Leider umfasst die Ep nur zwei Stücke und je einen Remix. Da möchte man doch bitte bald mehr hören!

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Large Plants – The Carriers

Letztes Jahr als Gag mit der Coverversion von Madonnas „la isla bonita“ entstanden, hat sich aus dem Gag offenbar eine richtige Band entwickelt. „Large Plants“ bringen nun das erste Album heraus. „the carriers“ erscheint Ende April wie schon die 7″ auf Ghost Box. Klar sind die musikalischen Parallelen zu dem rockigen „la isla bonita“ da. Ansonsten nimmt sich „the carriers“ aber etwas mehr Psych Pop raus. Das jedoch funktioniert ganz hervorragend!

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Convex Model – Live In Session

Vor fast genau zwei Jahren erschien das zweite, sehr überzeugende Album „quantity of motion“ der griechischen „Convex Model“. Wave plus Postpunk plus verträumte Melodien hatte man so gut kombiniert lange nicht gehört. Um die Wartezeit auf das nächste Album zu verkürzen, haben sie nun eine Live Session zum name your price auf ihrer Bandcamp Seite veröffentlicht. Dabei sind alternative Versionen bekannter Stücke sowie Demos neuer Stücke. So wartet man doch gerne auf ein neues Album!

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