Das Debüt des Australiers erscheint im August. Schon die ersten zwei Videos/Songs lassen aufhorchen. Minimal und 80 Sounds, ja, aber modern eingesetzt – und auf eine Art verstörend. Das lässt an Camerons Landsmann John Maus denken. Und eigentlich klingt Alex Cameron genauso spleenig. Und da Maus seit 2011 kein neues Album mehr veröffentlicht hat, kann es ja nur Recht sein, wenn da einer kommt und die Lücke schließt!
Xander Harris
Fast hätten wir ihn zusammen mit „Umberto“ auf einer unserer coinciDANSES Partys gehabt. Dann hatte er aber seine Tour abgesagt oder verlegt. Seine Musik zwischen Soundtrack, Italo und Dance ähnelt durchaus dem Soundentwurf von „Umberto“. Allerdings sind seine instrumentalen Soundscapes weniger bedrohlich, was sie gerade tanzflächentauglicher macht. Lang hat er auch nichts mehr gemacht. Bedauerlich!
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Human Abfall – Über Katze
„Human Abfall“ sind eine der aktuellen deutschen Bands, die wieder eine gewisse Dringlichkeit spürbar machen. Druckvoll und auch etwas unkontrolliert rumpelt es vor sich hin. Darüber spricht der Sänger teils wikrlich überzeugende Texte. Auf Dauer ist das Konzept zu redundant und kann nicht über ein ganzes Album tragen, aber einzelnen Songs wissen wirklich zu überzeugen:
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Född Död – Studie I Närhet, Längtan Och Besvikelse
Die schwedische Band „Född Död“ entwirft eine recht eigenständige und sehr düstere Art von Minimal Synth. Dark Ambient ist das noch nicht. Zu poppig schweben die Stücke vor sich hin. Ganz schwer einzuordnen, aber gerade deswegen spannend. Die teils unsauber gestimmten Synthies unterstreichen die morbide Stimmung. Sommermusik geht anders.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Nullzeit – Dein ganzes Leben
Der obskure Minimalklassiker mit der wunderbaren Melodie sollte überhaupt mal wieder erhältlich sein. Tatsächlich hatte die Band die Single fast ausschließlich bei ihren Konzerten verkauft. Danach gab es keine Veröffentlichung mehr.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Of Montreal – Innocence Reaches
Der Output dieser Band ist und bleibt atemberaubend. Schon wieder ein neues Album! Was den Umstand noch unfassbarer macht, ist die hohe und hervorragende Ideendichte, die vielleicht nur noch von „Animal Collective“ erreicht werden kann. Die bringen allerdings nicht so viele Platten heraus. Der einzige bis anhörbare Song ist überraschend elektronisch: Anleihen von Minimal Synths und Prog kann man erahnen. Aber nur erahnen. „Of Montreal“ bleiben „Of Montreal“.
Electri_City 2
Das muss man ihm lassen, dem Herbert Grönemeyer: Ohne sein Label Grönland wären einige großartige Platten wie etwa die der Krautrocklegende „Neu!“ kaum noch erhältlich. Da fällt es trotz seines eigenen Oeuvres immer schwerer, schlecht über den Mann zu denken. Im August erscheint ein spannender Sampler: „elctri_city 2“. Teil eins gehörte noch zur gleichnamigen Buchveröffentlichung von Rudi Esch („Die Krupps“). Teil zwei erscheint nun zur englischen Übersetzung des Buches. Wie Buch und Name erahnen lassen, geht es hier um elektronische Musik-Pioniere aus Deutschland. Das Schöne: Neben bekannten Meilensteinen wie „DAFs“ „kebabträume“, „Liaisons Dangereuses'“ „être assis on danser“ und „La Düsseldorfs“ „la düsseldorf“ finden sich auch weniger bekannte Stücke auf „elctri_city 2“: „Rheingold“ „fluss“ oder „Der Plans“ „gummitwist“. Läuft durch wie ein Mixtape.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Simple Minds
Dass ich – nachdem ich mit ihnen nach „don’t you“ abgeschlossen hatte – mich jemals noch einmal der Band „Simple Minds“ annähern würde, hätte ich vermutlich selber am wenigstens erwartet. Aber tatsächlich ist das Frühwerk der ersten zwei bis drei Alben überzeugender Pop zwischen Wave, Postpunk und Synth.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Genotypes
Der Sampler „Genotypes“ hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, aber noch immer gibt es ihn nur als CD. Das Label Genetic hat mehrere solcher Perlen im Programm, die es gerne mal auf Vinyl geben könnte. Der Sampler fasst einige inzwischen unbezahlbaren Minimal 7″s zusammen. U.a. den Clubhit „grey over life“ von „Hysterica Passio“.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.
Boy Harsher
Das US-Duo „Boy Harsher“ gibt es schon einige Jahre. Releases waren selten. Nun kündigt sich ein Album an. Die letztjährige EP „pain“ auf dem spanischen Label Oraculo überzeugt in jedem Fall mit extrem kühlen und tanzbaren Minimal Synth.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.