Swans – Newly Sentient Being

Es ist erstaunlich, auf welchem Niveau und in welchen dafür doch geringen Abständen Michael Gira mit seinen „Swans“ Platten veröffentlicht. Das letzte „birthing“ erschien 2025. Mit „newly sentient being“ will Gira es nun noch einmal richtig wissen: Es ist ein Live Album, das letzten November in Berlin aufgenommen wurde. Das 5 Stücke umfassende Werk enthält dabei drei neue Tracks und zwei abgewandelte von den letzten beiden Alben. Soweit so gewöhnlich. Aber Michael Gira wär nicht Michael Gira, wenn er auch hier nicht in Superlativen denken und arbeiten würde. So wird die Platte als Abschied vom epischen Soundlandschaften der letzten 15 Jahre (seit der Reunion) bzw. vom „Big Sound“-Ära – wie es überall zu lesen ist – angekündigt. Und so wundert es nicht, dass die 5 Tracks ganz 160 Minuten einnehmen. Der Titeltrack allein ist gute 53 Minuten lang! Entsprechend epochal ist die Gestaltung des Releases geraten: Vier Lps plus Poster plus DVD des Konzertes. Ja und die Musik? Die ist genau, wie man es in den letzten Jahren bei den „Swans“ kennt. Es wechseln improvisierte laute mit cineastisch-ruhigen Parts ab. Einige Parts sind geradezu poppig. Kurz: Hier passiert so viel, dass es schwierig wird, das einzufangen. In jedem Fall nichts für alle Tage, aber gerade deswegen großartig!

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(vk)