Millimetric – Expériences Modernes

„Millimetric“ ist François-Xavier Michel aus Frankreich. Seit 20 Jahren veröffetlicht der Producer Musik minimalistischen Electro mit aggressiven Beats. Besonders gelungen ist ihm das auf dem 2009er Album „expériences modernes“. Da hat er auch entsprechende Gäste dabei: „Beta Evers“, „The Horrorist“, „The Hacker“ und sogar Martin Dupont. Leider gab es dieses Meisterwerk der Clubmusik nur als Files und CD. Da würde man sich eine Vinylversion wünschen!

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Super Furry Animals – (Brawd Bach) Rings Around the World

Die walisische Band „Super Furry Animals“ um Sänger und Kopf Gruff Rhys war wegen ihr psychedelisch-irren Ideen immer eine angenehme Ausnahme im Brit Pop Zirkus der 90er Jahre. Eines ihr bedeutendsten Alben war 2001 „rings around the world„. Das sprühte vor Ideen und erstreckte sich bereits über zwei LPs. Zum Record Store Day in diesem Jahr erschien eine LP mit sieben weiteren Tracks, die es damals nicht auf das Album schafften, aber eigentlich mit erscheinen sollten. Teils waren sie dann B-Seiten von Singles, aber so wie auf der Zusatz LP „(brawd bach) rings around the world“ war es wohl ursprünglich geplant. So beschreibt es jedenfalls Gruff Rhys. Im Juni erscheint sie nun noch einmal regulär.

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Eyedress – House Of Cards

Ein dreiviertel Jahr nach dem letzten Album gibts ein neues Lebenszeichen von „Eyedress„. Diesmal ist es „nur“ ein Song: Bei „house of cards“ bleibt sich der Kalifornier zwar treu. Das Stück ist aber langsam und wirkt unwirklich. Dadurch hat etwas von einem düsteren Traum. Das Video – in alter Computerspiel Ästethik gehalten – unterstreicht das zusätzlich. Spannende Entwicklung!

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Schmaalhans Weltraum – Schmaalhans Weltraum

Gerade hat das feine Label Minimalkombinat wieder einmal einen wahren Schatz an Minimal Musik (wieder)veröffentlicht. Das schwedische Duo „Schmaalhans Weltraum“ veröffentlichte in den frühen 90ern nur eine 7″ und ein paar Sampler Beiträge. Dennoch waren die so gut, dass alle Releases inzwischen sehr teuer sind – wenn überhaupt erhältlich. Das hängt sich nicht unwesentlich mit ihrem Clubhit „montagne du boef“ zusammen. Nun hat Minimalkombinat eine Zusammenstellung alle dieser Tracks plus unveröffentlichtem Material herausgebracht. Wieder streng limitiert als LP plus CD. Ein Traum!

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Mode In Gliany – Nigelle De Damas

Puh! „Mode In Gliany“ aka Boris Völt hat einen Output, dass einem schwindelig wird. Mal als Single, mal als EP, mal als Album. Dann wieder Kooperationen oder unter dem Namen Boris Völt. Da gibt es auf der Bandcamp Seite Einiges für Freund*innen des etwas düsteren Sounds à la „November Növelet“ – teils zum name your price – zu entdecken. „nigelle de damas“ ist ein Album zwischen Synthwave, Postpunk und düsteren Soundscapes geworden. Und das auf hohem Niveau. Leider gibt es bislang nur eine digitale Version.

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Plague Pits – Transnecropolitan

Hörer*innen der Bêtes Sauvages Mixe kennen die Schweizer Band „Plague Pits“ bereits. Die vier Berner basteln einen spröden Electro mit diversen Elementen zusammen. Einige Tracks sind dabei sehr tanzbar. Bisherige Releases gibts übrigens zum name your price bei bandcamp. Anfang Juni erscheint mit „transnecropolitan“ ihr neues Minialbum. Die bisher zu hörenden Tracks hören sich nach frühen 80ern und ein bisschen nach „Kraftwerk“ an. Das ist sicher nicht neu, macht aber so, wie es „Plague Pits“ machen, viel Spaß.

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Infant Finches – Sci-Fi Immune

Das deutsch/dänische Duo ist seit 2019 aktiv und hat seither digital zwei EPs und einige Tracks veröffentlicht. Im Juni erscheint nun das Debüt Album. Die beiden machen Pop. Aber sehr unkonventionellen. Abläufe, Arrangements…alles erfüllt keine gängigen Klischess. Hier wird einfach einiges ausprobiert. Dazu kommen feine Melodien. Kommt euch bekannt vor? Ja, das kennt man von dem „Animal Collective„, an das ich mich hier stark erinnert fühle. Und doch ist alles anders. „sci-fi immune“ will erarbeitet werden und ist vermutlich genau deswegen so stark.

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Prolapse – John Peel Sessions 1994/1997

„Prolapse“ waren eine der wirklich großartigen 90er Bands, die es schafften, Indie Pop, Shoegaze und Postpunk zusammenzufügen wie keine andere. Die schottische Band lebte dabei vor allem vom (Sprech?)Gesang von Linda Steelyard und Michael Derrick, die sich gerne auch mal in Stücken regelrecht anschrien. Schwer zu beschreiben. Jedenfalls brachten „Prolpase“ es auf drei Alben, ehe sie sich 1999 auflösten. 1994 und 1997 nahmen sie Peel Sessions mit jeweils 4 Stücken auf, die teils sonst noch unveröffentlichtes Material enthalten. Diese Sessions sind nun beide als Doppel 7″ erschienen. Schöne Sache – vor allem, weil hier die Energie der Band viel besser rüberkommt, als auf den regulären Releases. Wenn da nur nicht der Preis wäre: Beide zusammen sollen über 30 Euro plus 15 Euro versand kosten! Wenn dann noch Zoll dazu kommt, ist das wirklich happig…

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Land Of Yrx – Forget The Lessons Of The Past

Wie der Name andeutet, handelt es sich hier um eine Zusammenstellung. Genauer gesagt um Aufnahmen aus den Jahren 1982-1984, die das britische Duo seinerzeit als Tapes veröffentlichte. Damit passen sie zwar in die damalige DIY Tape Szene. Ihre Musik ist aber kein gängiger Minimal, vielmehr würfeln sie eigenwillig Kraut, Prog und Minimal zusammen. Gerade ist „forget the lessons of the past“ auf Polytechnic Youth erschienen.

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