Janet Beat – Pioneering Knob Twiddler

Das hier ist in gleich vielerlei Hinsicht ein besonderes Album: Die Künstlerin Janet Beat experimentiert mit elektronischer Musik seit den frühen 60ern. Dennoch handelt es sich hier um das Debüt(!) Album der mittlerweile 80-jährigen! Als sie mit ihrer experimentellen, elektronischen Musik begann, stieß Beat auf starke Widerstände: In der Zeit hatten Frauen nicht mit Musik zu experimentieren. Dass die Musik zudem noch unkonventionell war, machte es ihr noch schwieriger. So benutzte ihr Vater etwa die Bänder der Aufnahmen der frühen 60er zum Aufhängen seiner Tomaten… Erhalten blieben lediglich Aufnahmen aus den 70er und 80er Jahren, die sich nun auf „pioneering knob twiddler“ finden.

Beats musikalischer Ansatz setzt auf Soundcollagen ohne Beats. Bisweilen mutet das cineastisch an. Spannend sind die Tracks immer. Hier lohnt es sich unbedingt, einmal ein Ohr zu riskieren.

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Summer And The GIANTESS – Summer And The GIANTESS

Das Trio „Summer And The GIANTESS“ aus Hamburg veröffentlicht im September sein selbstbetiteltes Debüt Album. Als erstes fällt angenehm auf, dass die Band ihre Musik zwar sehr ausfeilt, aber nicht in die Falle tappt, deswegen eine der derzeit üblichen glatten Produktionen abzuliefern. Alles hat hier Ecken und Kanten. An erster Stelle gilt das für den Gesang der Sängerin, der gerne mal ausbricht und dabei kippt. Die Musik gibt sich spacig, pychedelisch und spielt mit Shoegaze. Die Arrangements sind unkonventionell. Alles wirkt sehr durchdacht. Bisweilen geht es auch mal wild zu („goddess dead“). „rubicon“ ist ein treibender Hittrack. Vielseitigkeit galore. Ein Song heißt „wutburger“. Hier zeichnet sich ab, worum es der Band geht: Politische Statements. Die finden sich auch auf ihrer Facebook Seite.

Genau zu erklären, wieso es so ist, vermag ich nicht, aber vom Feeling her muss ich sehr an PJ Harvey denken. Prima Platte, für die man sich die verdiente Aufmerksamkeit wünscht!

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Mona Mur – Mona Mur

Etwas an mir vorbeigegangen ist auch das Reissue des selbstbetitelten „Mona Mur“ Debüt Albums von 1988. „Mona Mur“ aka Sabine Bredy erlangte vor allem wegen ihrer 12″ „jeszcze polska“ Bekanntheit. Die entstand in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der legendären „Einstürzenden Neubauten“. Einige Jahre später erschien das durchaus überzeugende erste eigene Album, das es nun wieder remastered zu kaufen gibt. Hier ist die Musik deutlich poppiger als noch zu ihren Anfangstagen, aber dennoch seltsam düster:

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FRTG13 – Supersymmetrie

Das Projekt „FRTG13„, das sich selber als „bunch of freaks playing music“ bezeichnet, ist zurück mit einer neuen digitalen EP. Wo die letzte EP geredazu krautrockig war, stehen auf „supersymmetrie“ Synthies und die 80er im Mittelpunkt. Das gestaltet sich mal soundtrackartig, mal minimal. Wieder die letzte ist auch diese EP zum name your price hier erhältlich. Dank an E.T. für’s Entdecken!

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Ty Roxy – True Colours

Ein weiteres feines Debüt ist der Song „true colours“ von Ty Roxy, einer finnischen Musikerin, die bereits – so die Info auf der Bandcamp Seite – bei Bands wie Kissa, Tamara Luonto, Plastic Tones und Ghost World aktiv war. Elektronischer Indie Pop mit 80er Einflüssen plus einem besonderen Extra an Schrulligkeit macht den Song interessant.

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Wiener Planquadrat – Stillstand

Das östereichische Projekt „Wiener Planquadrat“ veröffentlicht am 3. September seine Debüt Ep „stillstand„. Sie umfast vier Versionen bzw. Edits des Titeltracks. Der Song bewegt sich zwischen schrägen Synthie Pop eines Karl Kave und Italo vielleicht. Jedenfalls funktioniert der Song richtig gut und macht Spaß. Da die Auflage sehr klein ausfallen wird, kostet die Vinyl Variante 25 Euro. Ansonsten macht „stillstand“ neugierig auf mehr.

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Gris Futuro – Paukščių pienas

Neues von „Equinoxious“ aka Rogelio Serrano aus Mexiko. Zusammen mit Egle Naujokaityte von der mir bisher nicht bekannten Band „Verslo Rizikos Rezervas“ bildet er das Projekt „Gris Futuro„, das soeben seinen ersten Track veröffentlicht hat. Das hört sich – nicht zuletzt wegen Serranos derzeitiger Vorliebe für Modular Synthies – ein wenig wie „Xeno And Oaklander“ an: Minimal mit viel 80er und das in die Jetztzeit geholt.

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De Press – Product

Die Band „De Press“ aus Norwegen ist bis heute und schon seit 1981(!) aktiv. Ihr zweites Album „product“ von 1982 hatte ich bereits vorgestellt, weil es sich wie ein verschollenes „Joy Division“-Album ausnimmt. Es war inzwischen auf einschlägigen Plattformen sehr teuer geworden. Nun aber hat die Band ihre ersten beiden Alben wiederveröffentlicht! In Deutschland sind sie ab September erhältlich. Wer sich gar nicht gedulden kann, kann beide Platten auch auf der Bandcamp Seite der Band erwerben.

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April Magazine – If The Ceiling Were A Kite: Vol. 1

„April Magazine“ sind ein Projekt aus San Francisco. In ihrer Heimat konnten sie schon einige Erfolge mit ihren ersten Demos verbuchen, die sie seit 2018 veröffentlichen. „if the ceiling were a kite: vol. 1“ ist zwar ihr Debüt Album, setzt sich aber aus Tracks ihrer diversen bisherigen Releases zusammen. Einem echten DIY Gedanken folgend haben sie einfach mit Instrumenten rumprobiert und das aufgenommen. Der doch sehr schrottige Sound lässt den wirklich schön verträumten Dream-Pop-Songs genug Raum, um sich zu entfalten und verleiht ihnen sogar eine besondere Tiefe.

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Cheval Sombre – Time Waits For No One / Days Go By

Cheval Sombre ist Christopher Porpora und veröffentlicht seit 2009 Musik. In diesem Jahr war er besonders eifrig: Innerhalb von vier Monaten veröffentlichte er gleich zwei Alben!

Zentral ist beiden Alben Porporas Gesang und eine Akustik bzw. E-Gitarre. Beats gibt es nicht, lediglich bisweilen spacige Sounds. Oder auch ein paar Streicher hier und da. Von der Produktion her erinnert Vieles davon an die eine Hälfte der großen „Spaceman3“: Pete Kember aka Sonic Boom aka „Spectrum“. Da verwundert es nicht, dass Kember auf einen beiden Alben für die Sounds verantwortlich war. Unspektakulär kommen die Stücke daher, aber berühren gerade durch die spacige Atmosphäre. Am besten gleich beide Platten kaufen!

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