Various – Interstellar Funk Presents: Artificial Dancers – Waves of Synth

Im Mai erschien auf den niederländischen Label Artificial Dance eine etwas seltsame Zusammenstellung rarer 80er Perlen zwischen Minimal Synths und Experiment. Zwar sind bekannte Namen wie „Clan Of Xymox“ oder gar „Humane League“ dabei, allerdings mit Demos und krudem Frühwerk. „Chris And Cosey“ zeigen sich cineastisch, und von Richard Bone gibt es eine wahrlich irre, 12-minütige Klang/Songcollage. Richtig schön, dass der Minimal Klassiker „maskindans“ der Norweger „Det Gylne Triangel“ auf der Compilation enthalten ist: Das Stück gibt es bislang nur als völlig überteuerte Original-7″ auf Vinyl. Allein dafür lohnt dieser Sampler. Und auch sonst ist er zumindest interessant.

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S. Product – Suicide Beat

Im Mai erschien der Debüt Song „waste your time“ von dem neuen „Sextile“-Ableger „S.Product“. Freitag erscheint die Debüt Ep des Duos „suicide beat“ zunächst nur digital auf bandcamp. Die umfasst neben „waste your time“ noch vier weitere Tracks, von denen es bisher nur den Titeltrack zu hören gibt. Wo „waste your time“ ein druckvoller, mitreißender Song ist, bleibt „suicide beat“ überraschend beliebig.

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Werner Karloff – TV News

Neues von dem Mexikaner Werner Karloff, der bisher für seinen 80er Minimalsound bekannt war. Es handelt sich bei dem Song „tv news“ zwar nur um einen einzelnen Track, den es auf seiner Bandcamp Seite zum Download gibt, aber bemerkenswert ist Karloffs musikalische Neuausrichtung. Er selbst beschreibt den Song als eine Mischung von EBM und New Beat. Mal sehen, was da noch so kommt. Aber hört selbst:

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Absolute Body Control ‎– Tapes 81-89

Angekündigt hatte ich diese Box bereits schon. Um sie noch einmal allen schmackhaft zu machen: Sie enthält alles, was die legendäre Minimal Band „Absolute Body Control“ in den 80ern veröffentlicht hat. Damit haben die Belgier nicht nur Musikgeschichte geschrieben, indem sie selber einen Stil mit entwickelt und geprägt haben, nein, Mitglied Eric Van Wonterghem ist bis heute gefragt als Mischer und Produzent. Allein sein Discogs Eintrag umfasst 17(!) Seiten. Und es finden sich unzählige, namhafte aktuelle Acts wie „Synths Versus Me“, „Rue Oberkampf“, „Galatée“, „Kontravoid“, Sydney Valette, „Factice Factory“, „NNHMN“, „Blind Delon“, „Beta Evers“, „Equinoxious“, The Hacker, „GroupA“, „Whispering Sons“, Martial Canterel usw. usf. sowie unzählige alte bekannte Acts wie „Front 242“, „Dive“, „Neon Judgement“, „Force Dimension“ usw. usf., die sich alle von Van Wonterghem den letzten Schliff im Sound geben lassen wollten und wollen.
Nun ist diese geschichtsträchtige Box seit dieser Woche genau hier vorbestellbar! Da sollte man vermutlich nicht zu lange mit der Bestellung zögern…

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Pyrrhic – Present Tense

„Pyrrhic“ aus Australien ist Steven Harris und gleichzeitig Mitglied der ungleich bekannteren „NUN„, die mit ihren beiden bislang erschienenen Alben durchaus einige Beachtung erlangen konnten. Wo sich die Band zwischen Cold Wave, Minimal und Synth Pop bewegt, ist das Projekt deutlich düsterer und mehr am Dancefloor orientiert. Die Stücke sind überwiegend instrumental oder enthalten hier und da ein paar Sprachsamples. Mit „liberal prism“ enthält „present tree“ durchaus einen echten Hit. Schöner „Lückenfüller“ bis zum nächsten „NUN“-Album….

https://pyrrhic1.bandcamp.com/

(vk)

NNHMN – Deception Island 1

Im Dezember veröffentlichten „NNHMN“ mit „shadow in the dark“ eine ausgesprochen viel versprechende Ep, die sogar einen kleinen Hype umd das Duo aus Berlin auslöste. Offenbar dadurch angespornt legen sie nun mit der neuen Ep „deception island 1“ nach. Leider hat sich der Bandsound ein wenig hin zum Ambient entwickelt und damit leider auch hin zur Beliebigkeit. Die Tracks lassen den druckvollen Band-Sound zwar noch erahnen, plätschern dann aber doch mehr vor sich hin. Wirklich schade!

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Various – Another Cold World 3

Das spanische Label Cold Beats Records, das vor allem für seine Releases der Cold Wave Band „L’Avenir“ bekannt geworden ist, hat gerade die neue Zusammenstellung „another cold world 3“ veröffentlicht. Sie umfasst ganze 27 Tracks zwischen Cold Wave, Synth Pop, Post Punk, Synth Wave und aktuellem Minimal. Mit dabei sind wunderbare Acts wie Karl Kave, die leider inzwischen aufgelösten „Peine Perdue“, „Contre Soirée“, „Factice Factory“, „WLDV“ und natürlich „L’Avenir“. Die Songs sind zur Hälfte gelungen, sodass man die 9 EUR für den Download oder die 12 EUR für die Doppel CD gut und gerne berappen kann. Vorsicht ist bei der Vinyl Version geboten: Die enthält nur vier Stücke – und dann leider nicht die besten der Compilation.

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Neuer Linea Aspera Song

Weiter geht es mit der Salami-Veröffentlichungs-Taktik des Snyth Wave Duos „Linea Aspera“. Nach Ankündigung des zweiten Albums seit 2012 und der Veröffentlichung des ersten Songs daraus, gibt’s nun den zweiten Song zu hören. Interessant ist das deshalb, weil sich die Band hier ein wenig mehr in Richtung Minimal bewegt. Es bleibt spannend.

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Couteau Latex – Décadanse Ep

„Couteau Latex“ sind ein US-Schweizer Duo. Bislang haben sie eine 7″, eine Split 7″ und eine 12″ veröffentlicht. „décadanse“ ist die letzte Veröffentlichung bislang, jedoch auch bereits zwei Jahre alt. Die Bandcamp Seite beschreibt die Musik des Projektes als eine Mischung von europäischem Minimal und US (Post)Punk – mit viel DIY Tape Charme würde ich noch hinzufügen. Jedenfalls funktioniert das Ganze so gut, dass man sich wünscht, es möge bald weitere Releases geben.

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Various – Tchic Tchic – French Bossa Nova – 1963/1974

Das französische Label Born Bad Records ist ja vor allem bekannt für seine Releases der Post Punk Helden „Frustration“ und der nicht minder großartigen Sunshine-Synth-Popper „La Femme„. Abseits davon veröffentlichen sie aber auch interessante Neo Psych Alben oder interessante 60er Platten. Da verwundert es nicht, dass eben auf diesem Label eine Zusammenstellung mit teilweise recht obskuren durchweg französischen Bossa Nova Stücken aus der Zeit von 1963-1974 erscheint. „tchic tchic“ umfasst ganze 22 Stücke und wird als Doppel LP erscheinen.
Die Musik ist durchweg spannend und überzeugend – sofern man sich für Bossa Nova begeistern kann. Aber in jedem Fall empfehle ich, hier einmal reinzuhören. Denn so entspannt, wie diese Musik ist Musik wahrlich selten. Übrigens kann die komplette Compilation bereits vorab auf Spotify angehört werden.

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