Die Band „Fanny Kaplan“ ist kaum auf Tronträger erhältlich. Allerdings erscheint in den nächsten zwei Monaten ein neues Album! Da heißt es schön die Augen offen halten…
Fanny Kaplan
Seltsamer Name für eine Band sowieso, für eine russische im besonderen. „Fanny Kaplan“ aus Moskau sind sowieso seltsam. Ihre Musik ist Postpunk, Noise Rock, Batcave oder so etwas – und zwar in einer recht wilden, ungestümen und immer dezent irren Art. Alben werden da auch folgerichtig live auf ein altes Tapesdeck eingespielt. Interessante Band in jedem Fall. Bedauerlich, dass es offenbar nicht (mehr?) möglich ist, an die einzige LP der Band heran zu kommen.
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Auch live offenbar ganz großartig:
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Camera – Phantom of Liberty
Die Berliner Neo Kraut Band „Camera“ haben gerade ihr neues Album „phantom of liberty“ veröffentlicht. Immernoch machen sie Krautrock wie eh und je. Allerdings ist das neue Werk etwas abwechslungsreicher, reifer und interessanter – kurz: besser – geworden als seine beiden Vorgänger. Das ist noch immer nicht neu, aber live sicher ganz großartig. Wenn man die Originalbands leider nicht mehr sehen kann…
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Arvid Tuba
Wieder so ein Act, der völlig an mir vorbeigegangen ist. Markus Arvidson – so der richtige Name – war in den 80ern und 90ern als DIY Tapeskünstler aktiv. Eiskalter Minimal mit leicht gelangweiltem Gesang treffen auf eine hohe Tanzbarkeit. An die Originaltonträger ist freilich kein rankommen mehr. Daher wäre das doch mal eine Wiederveröffentlichung wert!
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Sam Coomes
Sam Coomes legt hier zwar sein Solo Debüt vor, ist aber als die Hälfte der Band „Quasi“ kein Unbekannter. Der Band konnte ich nicht viel abgewinnen. Nun aber entdeckt Coomes die 60er, gern auch auch einmal die exeperimentellen Seiten. Blubber Orgel, Spacesounds plus Rock’n’Roll Attitüde. Das hört sich mal wie „Suicide“ oder die „Silver Apples“ an, dann hört man die typische „Spacelady“ Orgel und das alles gewürzt mit einer schönen Prise Rockschmutz und Weirdness. Hochspannende Platte!
Plomb
Die frnazösische Band „Plomb“ sind ein echter Tipp für alle, denen bei „Frustration“ in letzter Zeit etwas zu sehr die Radikalität und der Schmutz abhanden gekommen ist. Bislang gibt es nur Demos. Aber die sind schöner druckvoller Postpunk, der sich hinter der großen Vorbildern nicht verstecken muss.
Modern Art
Etwas obskures Projekt, das in den 80ern überwiegend Tapes veröffentlichte und es ansonsten zu zwei Alben brachte. Wo das Debüt Tape noch arg schlicht ist und mit dem holprigen Gitarrensongs voller Rauschen wenig begeistert, wird es ab Tape zwei interessant, nämlich dann, wenn die Stücke elektronisch/minimal werden. Schönen unkonventionellen, aber immer tanzbaren 80er Minimal spielen „Modern Art“ dann.
Die Zusammenstellung „circuit lights“ ist spannend, lässt aber noch viele Wünsche offen. Die auf „vinyl on demand“ mit dem Titel „sonic dimensions 1982-1985“ ist vollständiger, aber auch erheblich teurer. Da gilt es abzuwägen. Ihr Hit „still life“ ist auf beiden enthalten:
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Pink Floyd – The Early Years Box Set 1965-1972
Was zunächste erst einmal interessant klingt, nämlich, dass „Pink Floyd“ frühes Material inkl. 20(!) unveröffentlichte Songs in einem Box Set unters Volk bringen wollen, also Material aus der Syd Barrett Ära, entpuppt sich beim zweiten Hinsehen als kompletter Wahnsinn. Ja, es werden unveröffentliche Songs, Sessions, Live Aufnahmen und die ersten 5 Singles von Original Bändern in eine Box gepackt. Das umfasst 11 Stunden Musik(!) und 27 CD’s(!!). Das darf auch mal etwas mehr kosten. Aber wer berappt dafür neu im Laden 550$?
A Dead Forest Index
„A Dead Forest Index“ aus Neuseeland sind ein Duo, bestehend aus einem Schlagzeuger und einem singenden Gitarristen. Was sie in dieser Besetzung produzieren, liegt abseits der gängigen Zwei-Kopf-Band-Klischees und verschafft einem Sound ein Gehör, der seit einigen Jahren vergessen schien. Emotionaler Gesang ohne Kitsch, dafür mit einem Hauch von Dringlichkeit trifft auf Früh 90er Indiegitarre – alles immer ein wenig zurückhaltend gespielt. Da hört man „Codeine“ ebenso heraus wie „Tram“. Schön gleich in doppeltem Sinne!
Cult of Dom Keller – Goodbye to the Light
Leicht apokalyptische Anklänge kann man beim Titel des nächste Woche erscheinenden neuen „Cult of Dom Keller“-Albums ausmachen. Jene Band, die es bislang nur zu ein paar einzelnen guten Songs gebracht hat mit ihrem Terror Orgel/Rumpel Neo Psych. Von dem Album gibt es bereits zwei Songs zu hören. Und die lassen aufhorchen. Der eine erinnert an die „Black Angels“. Der andere „shambhala is on fire“ ist erstaunlich poppig geraten und hebt sich damit angenehm von vielem Neo Psych Einerlei ab.