Mekanik Kommando – Dancing Elephants

Die niederländische Band kann sich vor allem seines Frühwerks wegen einer gewissen Bekanntheit erfreuen. Ihr spröder Minimal mit Postpunk-Einwürfen wurde auch deswegen bekannt, weil ihr Debüt „it would be quiet in the woods if only a few birds sing“ 2017 wiederveröffentlicht wurde. Dark Entries legt nun im August die gesuchte EP „dancing elephants“ nach.

(vk)

Rhume Carabiné – Macrale

Rhume Carabiné aka Loïck Le Hénaff ist eine Ein-Mann-Projekt aus Reims in Frankreich. Nach einigen EPs hat er im Dezember das Debüt Album „macrale“ veröffentlicht. Zwar verwendet er vom Instrumentarium ein klassisches Minimal Set Up. Die Musik selber gibt sich aber erstaunlich postpunkig. Rhume Carabiné ist auf einem guten Weg, aber noch nicht angekommen. Der letzte Funke, um wirklich zu überzeugen, fehlt noch. Aber es ist ja auch erst das Debüt Album!

(vk)

Kit Sebastian – Mantra Moderne

…und wo wir gerade bei psychedelischen „Sound-Spielereien“ sind: Das Londoner Duo KIT SEBASTIAN hat vor ein paar Tagen erst ihr wirklich phantastisches Debutalbum auf die Musikwelt losgelassen! „Mantra Moderne“ entpuppt sich beim Hören als unglaubliche Spielwiese musikalischer Bezüge, Einflüsse und Querverweise… von Stereolab zu Broadcast, von Psychpop zu Brazil und wieder zurück! Herrlich das!

(mf)

Lovebyrd – Getting Depressed

Hoppla! Das deutsche Duo LOVEBYRD hat – nach zwei Alben – gerade seinen neuen Song „Getting Depressed“ gedroppt… und spielt damit mal locker auf internationalem Niveau, indem es irgendwo zwischen Surfpop, Psych und Lo-Fi an Bands wie Puro Instinct, Soundcarriers und Broadcast denken lässt… sehr gelungen!

(mf)

The Populists AKA Yan Wagner – Belgian Trip

Das Berliner Label Detriti Records ist ja immer für eine (positive) Überraschung gut. Sein Programm reicht von düsterem Post Punk, über Horror Minimal(!) bis hin zu moderner elektronischer Musik. Im Mai erschien die 12″ „The Populists AKA Yan Wagner“ – „belgian trip“. Wenn man dazu weiß, dass auf dem Cover ein Smiley zu sehen ist, ist klar, was hier Sache ist: Feinsten New Beat spielt dieses Projekt. Allzu oft werden aus heutiger Sicht eher langweilige Stücke bemüht. Das hier ist aber auf ganzer Länge eine gelungene 12″!

(vk)

Aviador Dro – Otros Mundos, Otras Estrellas (1979-1982)

Das Kollektiv „Aviador Dro“ dürfte wohl das bekannteste, schrillste und umtriebigste 80er Minimal Projekt aus Spanien sein. Ihr Output ist immens, die Band noch immer aktiv. Ihre Entwicklung begann als durchgeknallte Minimal Band, entwickelte aber mehr und mehr eine Vorliebe für (Italo)Pop.
Bereits 2015 erschien die Zusammenstellung „otros mundos, otras estrellas“ auf Elephant Records, jenem Label, das uns schon die großartige „Oviformia Sci“ Zusammenstellung schenkte. „otros mundos, otras estrellas“ beschränkt sich auf das Frühwerk und vereint Unveröffentlichtes und alternative Versionen. Überschneidungen mit dem Debüt Album gibt es vier. Bei einer umfangreichen Doppel LP ist das aber halb so wild.
Da das Frühwerk „Aviador Dro“s der interessanteste Teil der Band Geschichte ist, lohnt diese Zusammenstellung in jedem Fall auch als Einstieg.

(vk)

Arab Strap – The Weekend Never Starts Round Here

Das schottische Duo „Arab Strap“, das aus den auch schon lange als Solokünstlern aktiven Aidan Moffat und Malcolm Middleton besteht/bestand, war immer eine Ausnahme-Band: 1996 erschien ihr inzwischen schon recht teures Debüt „the weekend never starts round here“ auf dem damaligen „Mogwai“-Label Chemikal Underground. Ihre sehr spröde, reduzierte sowie bisweilen sperrige Musik, die sich überzeugend um das Alltagsleben der jungen Schotten drehte, wie es eine andere Musik ganz sicher nicht treffender hätte einfangen können, passte so gar nicht zu dem angesagten Postrock oder Britpop jener Tage. Das bescherte ihr eine gewisse Zeitlosigkeit. Gerade das Frühwerk der Band weiß durch seine Intimität und die seltsam anmutende Drummaschine auch heute noch zu begeistern.
Im September erscheint nun auf 1972 erstmals ein Reissue (die Gesamtbox der Band einmal außen vor gelassen) des Debüts auf LP.

(vk)

Ton8 – Ton8

Schon vor über drei Jahren hatte ich „Ton8“ hier vorgestellt. Das lose Projekt aus Münster exististierte in wechselnden Besetzungen von 2008 bis 2015 und war aus einem Kunstkontext heraus entstanden. Einige großartige Hits, die nicht wenige unserer Damaged Goods Party Gäste auf der Tanzfläche bewegten und noch immer bewegen, haben sie aufgenommen und als Tape oder online vertrieben. Ein Album fehlte bislang. Nun haben wir von Damaged Goods – wie angekündigt – in Zusammenarbeit mit dem Label Young and Cold Records eine Zusammenstellung mit Songs quer durch die „Ton8“-Bandgeschichte inklusive aller Hits herausgebracht! Wir sind wahnsinnig stolz, glücklich und zufrieden!

(vk)

Silent EM – The Absence

Das Ein-Mann Projekt „Silent EM“ konnte ja bereits auf unserem letztjährigen Damaged Goods Festival bestaunt werden. Sein Neo Minimal ist druckvoll. Angenehm macht sich die Tatsache bemerkbar, dass Jean Lorenzo aka Silent EM auf eine Vergangenheit als Postpunk Musiker zurückblicken kann. Heute ist nun sein erstes physisches Album „the absence“ erschienen. Es stellt eine Weiterentwicklung seiner Musik dar. EBM blitzt hier und da auf. Der Gesamtsound ist professioneller und runder als noch zuvor. Schöne Platte!

(vk)

Brotman & Short

Die US-Band „Brotman & Short“ hat sich einer Mischung von 80s Minimal und experimentellen Klängen verschrieben. Damit kommen sie mit ihrer Musik der von „Pure Ground“ sehr nahe. Seit 2012 wurde es etwas still um die Band. Die bisher veröffentlichten Platten sind meist eher überteuert und/oder nur in den USA erhältlich. Dabei ist gerade „distance unknown“ sehr gelungen. Vielleicht legt das Label hier ja mit einer Neupressung nach…

(vk)