Inspiral Carpets – Re-Issue Serie

Kennt noch eine/r die britische Band „Inspiral Carpets“, die Ende der 80er mit ihrem Indiepop mit 60s Orgel so etwas wie die erste Brit Pop Band gewesen sein dürfte und deren Roadie später mit seiner Band „Oasis“ zu Weltruhm kommen sollte? Jedenfalls brachten die 5 in ihrer Anfangszeit von 1989 bis 1993 vier Alben heraus, die allesamt hervorragend waren und alle große (Chart-)Hits enthielten. Die ersten beiden Alben erhielten im letzten Jahr erstmals seit dem ersten Erscheinen eine Vinyl Wiederveröffentlichung. Gerade sind nun mit „revenge of the goldfish“ und „devil hopping“ Album Nummer drei und vier erstmals seit damals wieder als Vinyl erschienen. Schöne Sache das – vor allem für alle, die die Band nun erst für sich entdecken!

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(vk)

Infant Sanchos – Schäume

Drei Jahre ist es her, dass uns das Berliner Duo „Infant Sanchos“ ihr selbstbetiteltes Debüt mit dem Überhit „ringwelt“ schenkte. Ihr spröder Synth Punk kommt bei dem Song beinahe poppig daher. Am Freitag erschien nun mit „schäume“ das neue Album. Das klingt zunächst erst einmal deutlich runder als das Debüt, ohne aber etwas von der druckvoll-mitreißenden Energie einzubüßen. Zumindest gilt das für die ersten drei zu hörenden Tracks (keine Ahnung wieso man einen Tag nach Release nur die drei Pre-Order Tracks bekommt). Bei „satanspunk“ gibts auch noch ein Saxophon auf die Ohren. Schön, dass es noch so feine, frische, vor Energie sprühende Platten gibt!

https://infantsanchos.bandcamp.com/track/sch-ume

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//Tense// – Memory

Wiederentdeckt: 2006 in Houston gegründet hat sich das Projekt dem klassischen EBM verschrieben. Später kamen noch Italo und/oder Vapor Wave Elemente hinzu. Insgesamt zeichnen alle Releases eine angenehme Clubigkeit aus. Das bislang letzte Release war 2015 die an „Schwefelgelb“ erinnernde Maxi „disconnect„. Hervorzuheben ist besonders das einzige auf Vinyl erhältliche Album „memory„, dessen Tracks durchweg überzeugen. Das zugehörige Label Desire scheint es ebenso wie die Band leider nicht mehr zu geben. Das Album gibt es aber noch für halbwegs bezahlbare Preise.

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Ostseetraum – Das Gute Leben Ist Schlecht

Die Band „Ostseetraum“ hat bereits 2020 mit ihrem Debüt meine Aufmerksamkeit geweckt. Da machten sie wirren DIY/Kassettentäter Sound. Im September erschien mit „das gute leben ist schlecht“ Album Nummer 2. Das bleibt dem gewohnten Sound zwar treu, aber dieses Mal sind mit „halt mich fest“ und „schimmlige träume“ regelrechte Hits dabei. Schade, dass es gerade dieses Album im Gegensatz zum Debüt nicht auf Vinyl gibt.

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Die Verlierer – Die Verlierer

Aus demselben Dunstkreis wie „Maske“ und also auch aus Berlin stammen „Die Verlierer“. Das Quartett hat im März sein Debüt Tape veröffentlicht, das gleichzeitg zum name your price zum Download angeboten wird. Musikalisch bewegt sich das Ganze zwischen „Maske“ und „Die Arbeit„. Der Gesang erinnert dabei bisweilen an den frühen Sven Regener von „Element Of Crime“. Highlight ist der Opener „die zeit“:

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Maske

„Maske“ ist ein Berliner Quartett, das seit 2020 releast. Sie sind Teil einer Entwicklung weg von dem derzeit verbreiteten weich gespülten Sound von Indie Bands hin zu einem Mischmasch von Punk, New Wave und Post Punk. Dabei transportieren sie eine Dringlichkeit, die heute mehr denn je zeitgemäß sein dürfte. Zwei Tapes gibt es bislang bzw. alle Tracks zum name your price. Gerade ist ihr neuer Track „eiszeit“ erschienen – ein Soli Track für Anarchisten in der Ukraine. Da werden Erinnerungen an Bands wie „EA80“ wach. Dank an die Herren vom Bunkersyndikat für den feinen Tipp!

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Nail Club – Mise En Abyme

Neues von der Musikerin Sara Nicole Storm aka „Nail Club“. Nach diversen Tapes und der feinen Compilation „collected methods“ von 2020 ist „mise en abyme“ nun „Nail Club“s erstes richtiges Album. Immernoch steht eine vergleichsweise rohe Produktion im Mittelpunkt. Allerdings sind die Tracks hier kein klassischer Minimal mehr. Es wird mehr ausprobiert und so will es nicht gelingen, eine passende Schublade für „mise en abyme“ zu finden. Checkt es einfach mal aus.

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Pas De Deux – The Vinyl Collection

Die belgische 80er Avant Pop Band hat allein mit „rendez-vous“ und „cardiocleptomanie“ für respektable Szene Hits gesorgt. Bereits 2019 veröffentlichten sie eine Zusammenstellung ihrer Musik, die nun als Doppel LP erschienen ist. Dabei ist nur die erste LP die eigentliche Zusammenstellung. LP 2 umfasst eine Seite mit diversen Versionen von „rendez-vous“ und eine Seite mit einem Edging. Dazu gibt es allerhand Schnickschnack wie ein Heft mit unveröffentlichten Fotos. 2011 gab es bereits eine Zusammenstellung auf Minimal Wave unter dem Namen „cardiocleptomanie“. Beide Zusammenstellungen sind beinahe deckungsgleich, sodass Menschen, die die alte Platte bereits haben, getrost auf die neue verzichten können (es sei denn, jemand braucht zig Versionen von „rendez-vous“). Menschen, die die alte Platte noch nicht haben, sei „the vinyl collection“ unbedingt empfohlen: Es folgen hier Hit auf Hit in feinem 80s Gewand.

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Ghost Power – Ghost Power

Ende des Monats erscheint das Debüt der Band „Ghost Power“. Die besteht aus Jeremy Novak von „Dymaxion“ und Tim Gane. Letzterer schrieb schon mehrfach Musikgeschichte: In den 80ern als Teil der C-86 Band „McCarthy“ und in den 90ern als Teil der Spacepop Band „Stereolab„. Nach deren Auflösung folgte mit „Cavern Of Anti-Matter“ zwar ein würdiger, aber weit wenig erfolgreicher Nachfolger. Nun also in den 20ern „Ghost Power“. Die ersten veröffentlichten Songs hören sich wie eine Mischung aus „Stereolab“ und „Cavern Of Anti-Matter“ an. Das lässt für das Album hoffen.

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Friz Be – Hmm…

„Friz Be“ waren eine schwedische Band, die sich 1981 mit „hmm…“ an einer obskuren Mischung von experimentellen Sounds, Minimal und Folk(!) versuchte. Im ersten Moment verstört diese Melange, nur um nach genauem Hinhören zu faszinieren. Leider ist die Platte inzwischen recht hochpreisig. Da wünscht man sich eine Wiederveröffentlichung dieses so seltsamen Kleinods.

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