New Order – ∑(No,12k,Lg,17Mif)

Schon wieder ein Live Album? Das letzte von New Order ist gerade zwei Jahre alt, da legen die Briten mit einem weiteren nach. Das neue Album ist aber in sofern etwas Besonderes, da es 2017 auf der Bühne aufgenommen wurde, wo „Joy Division“ einst ihre erste Show im Fernsehen in den legendären Granada Studios gaben. Das nahmen „New Order“ zum Anlass, ungewöhnliche Stücke aus allen Phasen ihrer musikalischen Karriere aufzuführen. So etwa „Joy Division“-Songs wie „disorder“, „heart and soul“ und „decades“(!) sowie lange nicht gehörte „New Order“-Stücke wie „in a lonely place“ oder „vanishing point“. Und alle schaffen sie auch Anno 2019 mit solch überzeugender Frische rüberzubringen, dass viele Altersgenossinnen und Genossen blass vor Neid werden sollten. Es bleibt die Frage, wieso schon wieder ein Live Album veröffentlicht werden muss, ja, aber der Spass bei diesem Album dürfte Kritiker schnell verstummen lassen.
https://youtu.be/oe3QLjWoAWs

(vk)

Vanishing Twin

Was für eine Entdeckung! Die 2015 in London gegründete Band „Vanishing Twin“ um Sängerin, Songschreiberin und Multi-Instrumentalistin Cathy Lucas dürfte wohl die erste sein, die mit Fug und Recht von sich behaupten kann, ein würdiger Nachfolger der genialen „Broadcast“ zu sein, die sich ja leider viel zu früh nach dem tragischen Tod von Kopf und Sängerin Trish Keenan auflösten. „Vanishing Twin“ veröffentlichen ähnlich spannend und abwechslungsreich. So erschien gerade das neue Album „the age of immunology„, das sicher in bester Tradition von Psychdelic, Pop, Kraut und einem Schuß Experiment verstanden werden kann. Ähnlich das Debüt „choose your own adventure„. Gleichzeitig veröffentlichten die Briten zwei Mini-Alben, die sich eher experimentell geben. Das weckt Erinnerungen an das Spätwerk von „Broadcast“. Die im letzten Jahr erschienene zweite EP „magic & machines“ ist ein durchaus sperriger Brocken, der aus nur zwei 15 bzw. 18 Minuten langen Tracks besteht.
Derzeit plant die Band eine Europe Tour. Es bleibt zu hoffen, dass sie uns auch in Deutschland beehren. In jedem seien „Vanshing Twin“ hiermit wärmstens empfohlen!

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Italian Dance Wave Serie 3

Compilations und kein Ende! Anfang des Monats meldete sich das italienische Label Slow Motion Records mit „italian dance wave serie 3“ zurück. Die acht Tracks sind schwer clubtauglicher Neo-Italo. Erhältlich ist das Ganze entweder digital oder aufgeteilt auf 2 12″s.

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SYNTHICIDE Compilation V2.0

Bereits am kommenden Montag präsentiert das New Yorker Label Synthicide seine zweite Zusammenstellung. Bisherige Releases waren sehr dancefloor orientiert, durchaus aggressiv und erinnerten an den Back Katalog von Aufnahme und Wiedergabe. Das passt es, dass etwa „Sarin“ auf dem ersten Teil der Synthicide Compilation vertreten ist.
Auf V2.0 wird „Otrotasce“ dabei sein. Verwunderlich, weil sein musikalischer Ansatz eher am 80er Minimal orientiert war. Der nun präsentierte Track zeigt das Ein-Mann-Projekt aber deutlich am EBM bzw. ebenfalls am Aufnahme und Wiedergabe Sound orientiert. Könnte spannend werden am Montag!

(vk)

My Precious! – A Waves Radio Show Compilation Vol.2

Die Brüsseler Radio Sendung WAVES hat 2016 ihre erste Zusammenstellung auf dem eigenen Label Red Maze Records herausgebracht. Die war schon spannend und enthielt einige feine, exklusive Tracks aktueller Minimal und Synth Wave Bands. Gerade ist der zweite Teil erschienen. Der hat es in sich, finden sich hier doch großartige Stücke von „Rue Oberkamp“, „Mitra Mitra“ und Marty Raya. Undebingte Kaufempfehlung!

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Chevalier Avant Garde – Deadlock

Ganze sechs Jahre hat das letzte „Chevalier Avant Garde“-Album und damit die letzte Veröffentlichung schon auf dem Buckel (wenn man die eine Remix Ep ausßer acht lässt). Das kanadische verträumte Neo-Minimal-Duo überzeugte mit einem großartigen Debüt und legte ein Jahr später mit „resurrection machine“ ein nicht ganz so gutes, zweites Album nach. Als danach wenig passierte, glaubte man schon an das Ende des Projektes, bis dann Anfang 2019 die beiden überraschend nach Europa zum Touren kamen und ein neues Album ankündigten. „Deadlock“ ist eher ein Minialbum und nun endlich erschienen. Leider gibt es das Album bislang nur als Download. 10$ finde ich für einen Download von sechs Tracks etwas happig. Aber vielleicht kommt ja noch was Physisches. Die Stücke jedenfalls sind erfrischend neu und passen sich trotzdem in das bisherige „Chevalier Avant Garde“ Universum ein.

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Black Sun Dreamer – Post-Traumatic Stress Disorder

Das Projekt „Black Sun Dreamer“ hat auf dem Label Detriti eine neue Ep veröffentlicht. Vielen Dank an die Kollegen von Bunkersyndikat für den Tipp!
Hier treffen Italo Tracks auf Sprachsamples. Der fehlende Gesang verleiht den Tracks eine ganz eigene Atmosphäre. In einem Italo Set eingebaut versprechen sie jedenfalls garantierten Tanzspaß!

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Weltklang – Klášter

Wahnsinn und keine Ende! „Weltklang“, die im Prinzip nur 1980 eine Single veröffentlichten, die aber Dank des Minimal-Songs „veb heimat“ Legendenstatus erlangen konnte, haben zum diesjährigen Record Store Day mit „klášter“ ein Minialbum veröffentlicht. Das ist auf 20(!) limitiert! Stücke konnte ich nicht wirklich finden. Ich wünsche viel Spaß beim Suchen…

(vk)

Needle Mythology

Needle Mythology ist ausnahmsweise mal keine Band, sondern ein neues Label. Das hat sich zum Ziel gesetzt, Alben auf Vinyl zu veröffentlichen, die es bislang nur auf CD gab. Schwerpunkt scheint dabei auf britischem Pop zu liegen. So sind die ersten beiden Releases das folkige Solo-Album „tales told“ des „Lightning Seeds“-Kopfes Ian Broudie und „i love my friends“ von niemand geringerem als Stephen Duffy, Gründungsmitglied von „Duran Duran“ und „Lilac Time“. Auch dieses Werk kommt eher ruhig und melancholisch daher. Was da wohl als nächstes erscheinen wird…

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Paul Nova – I Was Only Dreaming…

Der Brite Paul Nova ist schon ein seltsamer Vogel: 1984 brachte er unter seinem Namen mit Band die Platte „trees without leaves“ heraus, die minimal und postpunkig zugleich war. Dankenswerterweise wurde sie von Vinyl On Demand wiederveröffentlicht. Das Album ist sicherlich nicht spektakulär, entpuppt sich aber nach mehrmaligem Hören als kleines Juwel. 1985 war Schluss. Bis 2015. Ab dann brachte Nova wieder Platten heraus, die einerseits so dicht an das alte Werk anschlossen, dass man nicht glauben kann, dass dazwischen ganze 30 Jahre Zeit liegen. Gleichzeitig hat er offenbar sein Herz für jangly-artigen Gitarren Pop der 80er entdeckt. Denn die Hälfte der Alben bilden heute Gitarrenpop-Songs. Schön ist auch sein Cover des „Tres“-Klassikers „operator„.
Bereits im März erschien die neue EP „i was only dreaming…“. Deren Opener könnte sich zu einem echten Dancefloor Hit entwickeln:

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