Eyedress – Mulholland Drive

Bereits im Juni angekündigt, erscheint das neue „Eyedress“-Album „mullholland drive“ am 27. August. Ein Jahr nach dem letzten, für meinen Geschmack etwas glatten Album „let’s skip to the wedding“ hat Idris Vicuña aka „Eyedress“ wieder mehr Ecken und Kanten entdeckt. Ja, es gibt die Sunshine-Indie-Pop-Nummern wie die Single „something about you„. Es gibt aber auch die durchgeknallt-düsteren Nummern wie „brain dead“ – inkl. Postpunk-Anleihen. Dieses Mal hat der Künstler bei fast jedem Track einen Gast dabei. Das macht die Platte vielseitig. Zusammengehalten wird das Gesamtbild durch den stets leicht schrottigen DIY Sound. Schönes Popalbum!

Stellvertretend für den teils wilden Ritt auf „mullholland drive“ hier die Zusammenarbeit mit „King Crule“:

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Jakuzi – Açık Bir Yara EP

Das Instanbuler Projekt „Jakuzi“ konnten mit dem Synth-Wave-Pop ihrer ersten beiden Alben für einigen Wirbel sorgen. Zwei Jahre nach dem letzten Lebenszeichen melden sie sich mit einer neuen 2-Track Ep zurück. Die beiden Tracks sind deutlich aufwendiger produziert als ihre beiden Alben. Die Melodien sind sehr gefällig geworden. Hier und da erklingen sogar Italo Elemente. Trotzdem haftet den Stücken weiterhin eine wavig-sehnsüchtige Atmosphäre an. Das weckt die Neugierde auf ein hoffentlich kommendes Album.

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Dummy – Mandatory Enjoyment

Dass eine wirklich gute Pop-Platte erscheint, wird immer seltener und ist somit ein echter Grund zur Freude. Ein solcher Grund zur Freude dürfte das Debüt Album der US-amerikanischen „Dummy“ sein. Im letzten Jahr begann die Karriere des Quintetts mit zwei Eps, die beide durchweg gelungen sind. Bratzorgeln à la frühe „Stereolab“ finden sich hier ebenso, wie mehrstimmiger Gesang, den man noch von den wunderbaren „Rocketship“ kennt. Überhaupt hört sich das Ganze sehr nach den Bands aus dieser Ecke an. „Dummy“ haben auch keine Angst vor Ecken und Kanten oder vor Feedback oder wundersamen Ideen. Das macht ihre Musik nur noch besser. Die ersten beiden EPs gibt es übrigens zum name your price auf ihrer Bandcamp Seite. Was bleibt ist die Freude auf das Debüt Album, das im Oktober erscheinen wird.

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Anika – Change

Die Vorabtracks der neuen „Anika“-Abums „change“ hatte ich ja bereits vorgestellt. Seither hat das neue Werk einige mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen können. Zurecht! Was der Berliner Künstlerin hier gelingt, daran scheitern viele andere: Sie verbindet krautige Elemente (die sich auf Albumlänge nun durchaus finden) mit aktuellen Klängen und 60s Sounds. Dabei entwickelt sie einen vollkommen eigenen Klangkosmos und das so herrlich unaufgeregt, dass es eine Freude ist. Ein Freund meinte, man spüre den „Broadcast“-Spirit – auch wenn die Musik ganz anders ist. Ich finde, das fasst es ganz gut zusammen. „change“ will dabei ein wenig erarbeitet werden, wächst also bei jedem Hören. Ein heißer Anwärter auf die Jahres Topten!

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Rodrigo Amarante – Drama

Rodrigo Amarante stammt aus Brasilien und lebt in Los Angeles. 2013 veröffentlichte er sein durchaus beachtetes Solo Debüt „cavalo“, konnte sich zudem noch einen Namen machen, als er für die Netflix Serie Narcos das Titel Stück beisteuerte oder auch Werke von musikalischen Schwergewichten wie Gal Costa, Norah Jones oder Gilberto Gil mitschrieb.

Nach acht Jahren nun also Album Nummer 2. Was die Eckpunkte von Amarantes musikalischer Karriere nahe legt, bestätigt „drama“ auf angenehme Art und Weise. Er vermengt Bossa und Tropicalia Elemente mit neuen Popelementen, ohne sich zu sehr den aktuellen Trends anzubiedern. Die Annäherung geschieht ganz behutsam und verleiht der Musik eine sehnsuchtsvolle Tiefe. Trotz teilweise opulenter Arrangements mit Streichern und Bläsern bleibt Amarantes Traditionsbewusstsein stets präsent. Schön entspannte Sommerplatte mit viel Sommer und Easy Listening Feeling.

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Wanderlust – Wir Zieh’n Hinaus

Seltsame Band diese „Wanderlust“: 1983 veröffentlichte sie auf dem Majorlabel Teldec eine 7″,  die gleichzeitig Musik zu dem Film „Der Fan II“ war. Sonst gibt es keine einzige Veröffentlichung. Dabei sind beide Stücke der Single großartige minimale Synthpop Tracks im Geiste der DIY Tape Szene der frühen 80er. Tipp!

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Wang Wen – 100,000 Whys

Chinesische Bands kenne ich zugegeben wenige. Und dann sind „Wang Wen“ auch noch völlig an mir vorbeigegangen, obwohl sie seit über 20 Jahren regelmäßig Platten veröffentlicht. Am 24. September erscheint ihr neues Album „100.000 whys„.

Die Musik kann man auf Postrock runterbrechen – wenn man denn will – würde damit aber der Band bei weitem nicht gerecht. Ja, ihre Stücke sind instrumental. Aber sie betrieben nicht das klischeehafte „Laut-Leise-Spiel“, sondern bewegen sich nahe an Goblin Soundtracks, John Capenter 80er Jahre Filmmusik und garnieren das Ganze mit Prog Elementen und Jazztupfern. Spannende Platte, die Lust darauf macht, sich mit dem restlichen Werk der Band auseinanderzusetzen.

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Rufus Wainwright – Unfollow The Rules – The Paramour Session

Letztes Jahr erschien das letzte Album „unfollow the rules“ des Sängers Rufus Wainwright, der mit seiner theatralischen Art einzigartig sein dürfte. Und das ist in absolut positiven Sinne gemeint. Jedenfalls hat er letztes Jahr mitten in der Pandemie mit einem Streichquartett, einem Gitarristen und einem Keyboarder ein Studiosession aufgenommen. Die veröffentlicht er als „unfollow the rules – the paramour session“ am 10. September. Gerade die reduzierten Arrangements verleihen den Songs eine zusätzliche Intensität. Das wird gut!

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Caleb Landry Jones – Gadzooks Vol 1.

Etwa ein Jahr nach seinem Debüt Album veröffentlicht Caleb Landry Jones den Nachfolger „gadzooks vol 1“ am 24. September. Die gerade erschienene Single „bogie“ verspricht Einiges: Wirre Psychedelic, seltsame Strukturen und Sounds, poppigen Gesang, „White Stripes“ Passagen, die aber gleich wieder gebrochen werden. Puh! Das kammt was Spannendes auf uns zu! „bogie“ ist jedenfalls großartig:

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Fraktion Schwarz-Weiss – Einfach Nichts

„Fraktion Schwarz-Weiss“ hatte ich zwar schon vorgestellt. Aber zum Album nun noch einmal: Sie kommen aus Berlin und machen richtig schönen, rumpeligen 80er Minimal – nur mit neuen Mitteln. Der Gesang hört sich nach versoffener Punkband an. Da passt auch mal der ein oder andere Ton nicht ganz. Die Texte sind nicht unbedingt die anspruchvollsten, aber he: Man kann mitgröhlen! Digital gibt es das Debüt „einfach nichts“ für lau. Die LP ist ganz frisch auf Kernkrach erschienen und entsprechend hier erhältlich. Pflichtkauf!

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