Karl Kave – Durch Die Zeit

Carlo Onda aka Karl Kave hat sich einen neuen Synthie gekauft. Ja und was macht dann einer wie er? Na klar: Eine neue EP. Die ist seit gestern zum name your price bei bandcamp erhältlich.
Musikalisch versucht der Schweizer wieder Neues. Der Opener ist 80er Minimal. Es folgt ein DIY Tape-artiges Stück. „liebes“ ist repetitiv in der Art wie man es von „Suicide“ kennt. Insgesamt vier Tracks, mit denen Karl Kave wieder einmal zu überzeugen weiß. Irre, wie er das nur immer macht bei dem enormen Output!

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(vk)

Hangman’s Beautiful Daughters ‎– Smashed Full Of Wonder

Die britische Band „Hangman’s Beautiful Daughters“ existierte offenbar nur eine kurze Zeit Ende der 80er Jahre. Entstanden im Dunstkreis legendärer Bands wie „Television Personalities“ und „Swell Maps“ mit ihrem rumpeligen DIY Neo Psych Sound, war der Indie Pop Rock der Band natürlich nicht frei von Psychedelic-Einflüssen. Bereits im März erschien eine Zusammenstellung inklusive zweier bislang unveröffentlichter Songs. Zu der LP gibt es ein 24-seitiges Booklet mit vielen Infos und bisher ungesehenen Fotos. Auch wenn die Original Platten nicht teuer sind, dürfte „smashed full of wonder“ als aufschlussreiche Übersicht genügen. Vor allem, weil hier so viel geboten wird. In jedem Fall macht die Musik viel Spass!

https://youtu.be/O-Vqh8oZWEQ

(vk)

Camilla Fuchs – Kids Talk Sun

Das mexikanisch/deutsche Duo „Camilla Fuchs“ ist seit 2016 aktiv. Gerade ist ihr neues, in Portugal entstandenes Album „kids talk sun“ erschienen. Die Musik der beiden ist sphärisch, ein wenig experimentell, aber doch Pop. Leftfield oder Trip Hop nennt das Discogs. Man kann auch Elemente der spannenden Alben von Acts wie „Radiohead“ oder Björk heraushören. Aber auch nur ein kleines bisschen. Produziert und gemischt hat das Album Pete Kember aka Sonic Boom – seines Zeichens Teil der legendären „Spacemen 3“ und heut noch immer aktiv unter seinem Alter Ego „Spectrum“. Das Alles spielt mit rein und macht es schwierig, das Album zu beschreiben. Jedenfalls will „kids talk sun“, dass man zuhört, sich auf die Musik einlässt. Interessante Band!

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(vk)

Spöön Fazer – Alternative Regression Therapy

Am 20. Dezember erscheint eine Compilation CD von „Spöön Fazer“. Die britische Band begann 1980 postpunkig, endeckte aber schnell eine Vorliebe für Synthies und Drummachines. Es gab zwei EPs (1980/1982) und zwei Tapes. 2009 veröffentlichte Anna Logue vier der Tape Stücke als 7″. Die nun erscheinende Zusammenstellung beinhaltet drei dieser Stücke sowie die erste Ep von 1980. Das wird sicher eine spannende Angelegenheit, von der ich mir aber auch eine Vinylveröffentlichung wünschen würde.

https://youtu.be/PKFuKQ7pFyI

(vk)

Swans – Children Of God

Michael Gira mit seinen „Swans“ ist eine von diesen Konstanten, die über Jahrzehnte immer da war, überraschte, begeisterte. Und immer passiert irgendwas. Wenn nicht gerade ein neues Album erscheint – und ich bin ziemlich sicher, dass das nächste bereits in der Pipeline ist – gibt es seit ein paar Jahren schöne Wiederveröffentlichungen. Sei es Vinyl Erstveröffentlichungen oder die wieder Verfügbarmachung vergriffener alter Schätze.
Heute erschien das 1987er „children of god“ remastered neu. Das Werk stellte eine Zäsur in der Geschichte der Band dar. Musikalisch gab es nun nicht nur brachiale an Industrial angelegte Sounds und Stücke, sondern folkige Elemente und für „Swans“-Verhältnisse konventionelle Songs. Mit dabei ist auch Jarboe, die mit ihrem Gesang dem Bandsound zusätzliche Facetten bescherte. Gegensetze von Fragilität und brachialer Soundgewalt durchziehen „children of god“. Das Album ist gut gealtert und weiß Zuhörer*innen immernoch mit seinem einzigartigen Sound in seinen Bann zu ziehen.
Als Bonus gibt es bei der Neuauflage ein damals aufgenommenes Konzert: „feel good now“. Das hat eher Bootleg Charakter, vermittelt aber einen Eindruck davon, wie Konzerte der „Swans“ damals gewesen sein müssen.

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Molchat Doma – Monument

Das Trio Molchat Doma aus Belarus ist sicherlich eine dieser Bands, die sich seit und mit der Veröffentlichung ihres zweiten -immer noch ganz fantastischen- Albums „etazhi“ vor zwei Jahren zu einem Grower, kleinen Internet Hype und Musiktipp auch über die Grenzen der Post Punk und Dark Wave Subkultur hinaus entwickelt hat. Selbst vereinzelten redaktionellen Niederschlag im snobistischen deutschen Musikfeuilleton kann man nachlesen. Kein Wunder, dass mit „Sacred Bones“ auch ein renommiertes Label anklopfte um Album 2 (da immer wieder vergriffen) zum x-ten Male nachzupressen und in Kürze auch das neue Werk „monument“ zu veröffentlichen. Wir dürfen wohl annehmen, dass der Erfolgsdruck bei dieser hier kurz nachgezeichneten Erfolgsgeschichte einigermassen hoch gewesen sein dürfte, und dafür schlagen sich „Molchat Doma“ auf ihrem dritten Langspieler ganz hervorragend. Dabei setzt das Trio etwas überraschend und wohltuend nicht komplett auf das sichere Pferd und liefert keine eindimensionale Fortschreibung des Vorgängers.
Tatsächlich fällt zunächst auf, dass das Tempo merklich runtergeschraubt wird. Fanden sich auf „etazhi“ mehrere echte Uptempo Tanzhits, so ist davon auf „monument“ nichts zu finden. Ausnahme bildet lediglich das bereits als Vorabsingle bekannte und vom Titel sehr plakative „discoteque“, welches unüberhörbar für schwarzen Tanzflächen dieser Welt geschrieben wurde. Und noch etwas fällt auf. Die Arrangements der neuen Songs kommen reduzierter daher, mal wurde der treibende Bass gedrosselt, mal die kleisternden Synths in den Hintergrund geschoben oder vereinzelt sogar weggelassen. Fast könnte man den Eindruck bekommen, die Band wolle es seinen Hörer:innen nicht ganz so einfach machen, sondern sie -nun, da großes Interesse und Aufmerksamkeit besteht- zum intensiveren Zuhören und Beschäftigen mit ihrer Musik auffordern. Gewagt, gepokert und gewonnen. Ich habe das Album bereits unzählige Male gehört und finde tatsächlich, hierbei handelt es sich um einen echten Grower, wird es doch mit der Zeit immer noch ein kleines bisschen besser.

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(mf)

Welle A. – Ursula / Frederik Schikowski Split

Gerade noch erschien unser neuer Sampler „sowas von egal 2“ auf Bureau B, da geht es schon weiter: Nach letztem Jahr mit Ton8 haben wir uns wieder mit dem großartigen Label Young & Cold Records
zusammen getan, um dieses Mal ein Split Mini-Album zu veröffentlichen. Welle a. heißt es.
Auf der einen Seite findet sich die Haller Band Ursula. Ihren schrulligen DIY Minimal gab es schon ein ums andere Mal auf unseren Partys zu hören. Wir sind froh, dass sie bei Welle a. dabei sind und damit ihre erste Vinyl Veröffentlichung mit uns zusammen realisieren.
Auf der anderen Seite gibt sich Frederik Schikowski die Ehre. Der Berliner ist seit über 20 Jahren aktiv. Zu Welle a. steuert er eine Mischung von älteren Tracks bei. Mit dabei: Sein Dancefloor Smasher „ein lächeln im vorübergehen“, der hier erstmals auf Vinyl veröffentlicht wird!
Das wunderbare Artwork hat wieder Biljana Tomic (https://www.instagram.com/biljan.atomic/?hl=de) gestaltet.
Physisch erscheint Welle a. Anfang 2021. Digital erhätlich und Vinyl vorbestellbar ist die Split ab sofort hier.
Mit dem Code „young“ erhaltet ihr 10% Rabatt. Noch besser: Wer den Code nicht nutzt, dessen 10% gehen zu Gunsten von Projekten in der Kinderhilfe. (wie lange das so gilt, weiß ich leider nicht)
Ansonsten könnt ihr Welle a. natürlich auch über die Labelseite vorbestellen.
Vielen lieben Dank an die beiden Acts, Biljana und natürlich an das Young and Cold Team!
Wir freuen uns riesig!

(vk)

Schonwald – Abstraction

Drei Jahre nach dem letzten Album erscheint nun das neue Album des italienischen Duos „Schonwald“, das für seinen flächigen, fast shoegazigen Cold Wave bekannt ist. Viel hat sich in den drei Jahren offenbar nicht getan. Ihre Musik hat sich im Prinzip nicht verändert. Allerdings haben sie das Niveau auch gehalten. So finden sich einige Hits wie „inner sin“ auf „abstraction„. Wer die Band schon immer mochte, wird hier definitiv nicht enttäuscht werden. Ich persönlich hätte mir ein paar Neuerungen gewünscht. Aber zu nörgeln gibt es ja immer was…

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(vk)

Konstantin Unwohl – Im Institut Für Strömungstechnik

Vor zwei Jahren war der Hamburger Konstantin Unwohl mit seinem Song „mein verstand“ der Hype schlechthin. Alles wartete auf ein Album. Wie aus Trotz widmete der sich aber dann seinem leicht krautigem Projekt „Neuer Deutscher Wille„.
Nun hat er sich wieder sich selber gewidmet und mit Aufnahme und Wiedergabe ein Label gefunden, das Anfang 2021 das Debüt Album von Konstantin Unwohl veröffentlicht. Die meisten Stücke kursierten hier und da bereits, scheinen aber für „im institut für strömungstechnik“ neu aufgenommen worden zu sein. Das gilt jedenfalls für die bisher auf der bandcamp Seite zu hörenden zwei Stücke. Leider tat zumindest diesen beiden Stücken nicht so gut. Es ging das ganz eigene Flair des Musikers verloren zugunsten einer gewissen Beliebigkeit. Nein, das Niveau von „mein verstand“ hat das leider nicht mehr.

https://aufnahmeundwiedergabe.bandcamp.com/album/im-institut-fu-r-stro-mungstechnik

(vk)

Katharina Nuttall – Lethe

Wie angekündigt kann es seit gestern die neue Single von Katharina Nuttall angehört werden. Entgegen der Ankündigung von Experiment und Spoken Word gibt sich „lethe“ recht eingängig und fügt dem bekannten düster-melancholischen Nuttall Universum lediglich elektronische Elemente hinzu.

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(vk)