Amin-Peck

Das italienische Trio „Amin-Peck“ war ein Beispiel dafür wie aus der Verbindung von Minimal und Disco schließlich Italo entstehen konnte. Die vier Singles und EPs sind alle noch sehr von einem beinahe experimentellen Undergroundflair erfüllt. Das hebt sie angenehm von den teils arg beliebigen späteren Italo Acts ab. Besonders gilt das für „love disgrace“ und „suicidal“, die entsprechend wiederveröffentlicht wurden. Beide gibt es noch recht günstig zu kaufen.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Jarvis Cocker – Tip-Top – Chansons D’Ennui

Jarvis Cocker kann sicher als der ungekrönte König des 90er Brit-Pops in seiner Funktion als „Pulp“-Sänger betrachtet werden. Letztes Jahr veröffentlichte er ein indie-poppiges Album mit seinem Projekt „Jarv Is“. Zum bald erscheinenden neuen Wes Anderson Film „the french dispatch“ konnte der Regisseur den Musiker überreden, den französischen „Christophe“-Titel „aline“ zu covern. Aus der Idee entstand schielßlich ein ganzes Album mit Covern französischer Songs. Das Ergebnis ist eine schöne stimmungsvolle Platte, die besonders überzeugt, wenn die Streicher so richtig kitschig aus den Boxen quellen. Einziger Schwachpunkt ist Cockers doch ziemlich lausiger Französisch-Akzent.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Bärchen Und Die Milchbubis – Endlich Komplett Betrunken

„Bärchen Und Die Milchbubies“ kamen aus Hannover und haben Anfang der 80er ein Album und zwei Singles veröffentlicht. Das alles wurde bereits vor einigen Jahren wiederveröffentlicht. Nun legt Tapete mit einer Komplettwerkschau nach: Alles dabei – also alle Tonträger von damals. Remastered. Dazu kommen ein paar rödelige Live Aufnahmen. Musikalisch gehts hier rumeplig-rotzig punkig zu. Erstma n Bier aufmachen da… Am 10.12. gehts los….

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Duran Duran – Future Past

Ja, in der Tat DIE „Duran Duran“ haben ein neues Album veröffentlicht. Es ist das erste reguläre Album seit 2015. Seit einiger Zeit schon sind die Briten ja beinahe komplett in der Besetzung unterwegs, mit der sie in den frühen 80ern ihre größten Erfolge feiern konnten. Und tatsächlich hört sich auf „future past“ vieles nach ihrer Hochzeit und nach 80ern an. Hier und da wird mit Gastsängerinnen und neuartigen Sounds ein halbherziger Versuch gestartet, modern zu klingen. Tatsächlich haben „Duran Duran“ das aber gar nicht nötig und überzeugen heute auch noch am meisten, wenn der Spirit von „hungry like the wolf“, „save a prayer“, „the reflex“ oder auch „a view to a kill“ durchschimmert. Es ist erstaunlich, wie frisch sich das bei den Herren mit 60 plus noch anhört. Und das ist jetzt nicht als wohlwollendes „das passt schon“ gemeint, nein, „future past“ ist ein wirklich gelungenens Album!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Cold Beat – War Garden

Die US-amerikanische Band „Cold Beat“ kann auf ein paar ganz grandiose Releases zurückblicken: Zum einen lieferten sie eine überraschend gelungene „Eurythmics„-Cover EP ab, nur um im letzten Jahr mit „mother“ eines der besten Alben aus 2020 abzuliefern. Zum kommenden Jahreswechsel erscheint dessen Nachfolger „war garden“ physisch – digital jetzt schon. Und wie geht die Reise weiter? „Cold Beat“ schließen auf dem neuen Album mit ihrem charmanten 80s Pop inklusive Twin Peaks Flair direkt an „mother“ an, ohne sich einfach zu kopieren. Wow! Gelungen und ein echter Tipp!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Aska – Út Við Sundin Grá

„Aska“ ist Kristófer Páll Viðarsson aus Island. Bereits 2015 veröffentlichte er mit „grátónar“ ein reichlich obskures Debüt: Das war elektronisch, düster und besonders gekennzeichnet durch den teilnahmslosen und unvergleichlichen Gesang. Nach einer längeren Pause erschien letztes Jahr auf dem Kernkrach Sampler „der kosmonaut“ erstmals wieder ein Stück. Inzwischen ist „Aska“ bei Galakthorrö gelandet und hat gerade sein neues Album veröffentlicht. Dass er sich dabei an den Label Sound angepasst hat, tut der Musik durchaus gut:

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Boy Harsher – The Runner (Original Soundtrack)

Das Duo „Boy Harsher“ erfreut sich ja seit ein paar Jahren größter Beliebtheit mit ihrem Clubansatz von Minimal und Synthpop. Wenn man einen derartigen Hype erfährt, wird es mit neuen Alben schwierig. Einerseits will man nicht einen lieblosen Aufguss des Erfolgsrezeptes abliefern, andererseits sollen Fans nicht verprellt werden. Das Problem haben die beiden ganz gut gelöst, indem sie einen (Horror) Kurzfilm produziert haben und den zugehörigen Soundtrack gleich dazu. Der erste Song aus dem Album namens „tower“ macht jedenfalls neugierig, kreiert er doch eine düstere Atmosphäre wie man sie von den „Stranger Things“ oder interessanten 80er Soundtracks kennt. Könnte also ein interessante Neuentwicklung werden. Den Trailer zum Film findet ihr hier und den Song hier:

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

Glaring – Nebula

Die norddeutsche Musikerin Anna Nin aka „None“ aka „Glaring“ ist unter ihren beiden Namen seit 2017 aktiv und wurde auf diesem Blog auch schon mehrmals vorgestellt. Inzwischen kann die Künstlerin auf 13 überwiegend selbst veröffentlichte Alben blicken. Gerade ist „nebula“ erschienen und stellt die erste Vinyl Veröffentlichung ihrer Projekte dar. Wo die Musik in der Anfangszeit doch etwas einfach produziert war, hat Nin in den wenigen Jahren einen eigenen verhallten Cold Wave Entwurf entwickelt, der stets von einer zwar bedrohlichen, aber nie hoffnungslosen Düsternis geprägt ist. Für den Club ist das sicher nichts, aber gerade für den nun beginnenden Herbst liefert „nebula“ den perfekten Soundtrack.

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)

This Is The Bridge – My Brutal World

Richard Anderson aka „This Is The Bridge“ hat einen wahrlich immensen Output: Laut Discogs sind seit 2015 ganze 24 Alben erschienen – „my brutal world“ nicht mitgezählt! Natürlich können bei der Menge nicht alle immer auf hohem Niveau sein. Wenn sich aber zwei Labels zusammentun, die bekannt sind für ihre exquisite Künstler*innen Auswahl wie Tonn Recordings und Objetrouvé, um „my brutal world“ zu veröffentlichen, kann das nicht schlecht sein. Und tatsächlich: Die Tracks reichen von Minimal über Dancetracks bis hin zu Experiment und Pop. Interessant auch der Aufbau des Albums, das mit eher konventionellen Pop-Stücken beginnt, sich dann aber hin zu teils sperrigen Tracks mit Sprachsamplen entwickelt. Empfehlung!

Dieses Video ansehen auf YouTube.
Mit Klick auf das Video schicken Sie Daten (IP-Adresse, Browserinformationen) an Google-Youtube.

(vk)